Journal Sonntag, 7. Oktober 2018 – Chill-Versuch

Montag, 8. Oktober 2018 um 6:27

Ich musste mich Schritt für Schritt dazu bringen, doch unterm Strich bekam ich dann doch einen gechillten Sonntag zustande.

Ausschlafen war schon mal prima. Geplant hatte ich eine Schwimmrunde im Olympiabad. Aber als ich nach dem Packen des Schwimmzeugs auf dem Balkon die Temperatur checkte und in den grauen Himmel guckte, hatte ich überhaupt keine Lust auf Radeln in den Olympiapark. Schwimmpläne gestrichen, erster Schritt Richtung Chillen.

Meinen Sportdrang lebte ich in Form eines Stündchens Krafttrainings aus, Schwerpunkt Bauch, Rücken, Schultern – die untere Körperhälfte hatte ich ja im Wanderurlaub eingesetzt.

Zum Essen (Frühstück und Mittagessen kombiniert) gab’s die am Vortag gebackenen Bagels mit Frischkäse, getrockneten Tomaten oder Lachs, dazu einen Chinakohlsalat aus Ernteanteil.

Gemütlich die Kiste mit Winterkleidung aus dem Keller geholt, die aufzubügelnde davon gestapelt, Sommerklamotten und -schuhe eingekistet. Meine Winterkleidung habe ich mittlerweile so weit dezimiert, dass ich sogar Lücken sehe – sie macht mir halt nicht halb so viel Spaß wie Sommerkleidung: Nur wenig, was ich sehe, löst Begehren aus. Ich nahm mir den Katalogstapel auf meinem Nachttisch vor und bestellte ein Oberteil, ein Paar Jeans (der Offline-Kauf vergangenes Jahr war ein Fehlkauf, wie ich ich gestern beim Wiederanziehen nach dem Sommer endgültig feststellte, sind zu groß und sitzen überhaupt nicht) und einen Rock bestellte ich beim Manomama. Jetzt fehlt mir nur Ersatz für meinen schon seit zwei Jahren zerschlissenen Janker.

In meiner einwöchigen Abwesenheit hatten sich die Tageszeitungen ungelesen gestapelt, Sessellektüre. Am späten Nachtmittag ging ich eine große Runde durch die Fußgängerzone Spazieren, Pokémon fangend.

Nächster Chill-Schritt war, dass ich bei meiner Rückkehr das Bügeln abblies (u.a. Winterkleidung…) und weiter Zeitungen las.

Abendbrot, Wohnung geräumt, ich fühlte mich so weit weg vom Arbeitsalltag, dass ich mich nicht mal vor dem ersten Bürotag fürchtete.

die Kaltmamsell

5 Kommentare zu “Journal Sonntag, 7. Oktober 2018 – Chill-Versuch”

  1. lihabiboun meint:

    Das kenne ich irgendwie, dieses Super Chill Gefühl: Ich sitze im Büro und frage mich, was mich das alles nur angehen könnte …. Erhalten Sie sich das noch ein bisschen!

  2. Miss Navigator meint:

    Mir geht es genau andersrum: Ich verzweifle ein bisschen an Sommerkleidung und tu mich unglaublich schwer, Lieblings- oder auch nur für alle Lebenslagen taugliche Stücke zu finden. Winter dagegen: Schwierigkeiten, den verhängten Kaufstopp einzuhalten.
    Echt mal, wie soll ich mich gekleidet fühlen, wenn man ein bis zwei Teile anzieht, und das war dann schon alles, sonst Hitzestau? Und kein Mantel? Und die Schuhe erst! Monate ohne Stiefel, ein schuhgewordener Alptraum aus Sneakers.
    Sommer, insbesondere Hochsommer, kann ich modisch einfach nicht. Aber hat ja auch was: Da gibt es immerhin einen Grund zur Vorfreude, wenn es kühler wird.

  3. Sebastian meint:

    Hatte „Chili- Versuch“ gelesen…

  4. Sigourney meint:

    Sich vorm Büro fürchten? Wirklich fürchten im wahrsten Sinne des Wortes? Oder soll es „nur“ bedeuten, dass Sie ganz und gar keine Lust darauf haben?

  5. Vered meint:

    „Schwerpunkt Bauch, Rücken, Schultern – die untere Körperhälfte hatte ich ja im Wanderurlaub eingesetzt“.- So steht es zu lesen.

    Jetzt treibt mich die Frage um: Zu welcher Körperhälfte gehört denn der Bauch der Frau Kaltmamsell? Vielleicht zur mittleren?

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