Journal Freitag, 1. Dezember 2023 – Verstehen Sie Ihren Gehaltszettel? (plus einsetzendes Winterwunderland)

Samstag, 2. Dezember 2023 um 8:54

Noch ein Monat, dann können wir ein weiteres Jahr abhaken.

Der Wecker klingelte zu Regenplatschen, das Draußen mit weißen und grauen Schneeflecken zwischem Regenpfützen sah ausgesprochen unwirtlich aus.

Kurzer innerer Gesundheits-Check: Erkältung war fast schon wieder weg.

Für meinen Weg in die Arbeit bekam ich auf den Regenschirm Full-Service-Niederschlag: Er fiel gleich als Schneematsch. (Wer schrieb einst von “Himmels-Exkrementen”?)

Als es vorm Bürofenster hell wurde, sah ich einen Falken vorbeifliegen, das war sehr schön.

Den Gehaltszettel für November runtergeladen (gibt es seit ein paar Jahren nicht mehr auf Papier): Wie immer kapiere ich nicht mal die Hälfte der aufgeführten Wörter, Abkürzungen, Geldbeträge. Wie immer sehe ich mir die Summe an, die ich überwiesen bekomme: Sie entspricht wie immer meiner Erwartung auf Basis Tarifvertrag und Steuersatz, also sehe ich keinen Anlass, mich mit den unkapierten Wörtern, Abkürzungen, Beträge zu befassen. Und wenn Sie jetzt denken, das sei nur in einer privilegierten Position möglich – haben Sie einerseits recht, handhabte ich das aber bislang bei jeden Job so, auch wenn ich davon unterhalb der Armutsgrenze lebte. (Allerdings habe ich die Gehaltszettel von der Zeitungsredaktion und später als Hiwi als schlicht und durchaus kapierbar in Erinnerung.)

Arbeit am Vormittag, gegen Mittag zwei Einkaufsgänge für die Weihnachtsfeier, auf Mittagscappuccino hatte ich keine Lust (Krankheitssymptom?).

Zu Mittag gab es ein Laugenzöpferl sowie eine riesige Mango mit Sojajoghurt.

Emsigkeit am Nachmittag, die Niederschläge hielten an und wurden immer deutlicher Schnee. Auf dem Heimweg mit kurzem Einkaufsabstecher nutzte ich meinen Schirm, der dichte Schneefall hätte mich sonst wirklich nass gemacht.

Bei Ankunft zu Hause wurde ich auf Krähen-Radau im Nußbaumpark aufmerksam: Die Wipfel waren schwarz vor Krähen, die sich wohl für die Nacht niedergelassen hatten.

Schwer zu fotografieren.

Ich turnte eine Folge Yoga-Gymnastik, zur Feier des Wochenendanfangs gab’s Tequila Sunrise auf der Basis von frisch gepresstem Crowdfarming-Orangensaft.

Nachtmahl von Herrn Kaltmamsell: Entrecôte mit Ernteanteil-Pastinaken aus dem Ofen, dazu der verlässlich wohlschmeckende südafrikanische Rotwein Owl Post. Nachtisch Schokolade.

Abendunterhaltung: Blicke aus dem Fenster auf immer dickere Schneeschichten.

Beginnende Sorgen um die fürs Wochenende gebuchte Bahnreise nach Basel: Ab einer bestimmten Schneemenge würde die unwahrscheinlich.

die Kaltmamsell

11 Kommentare zu „Journal Freitag, 1. Dezember 2023 – Verstehen Sie Ihren Gehaltszettel? (plus einsetzendes Winterwunderland)“

  1. Ilka meint:

    Die normale Gehaltszettelverwirrung wurde bei mir getoppt zu Coronazeiten, da hatten wir Kurzarbeit und jeden Monat wurde irgendwas hin und her gerechnet.
    Daume für die Bahnreise sind gedrückt. Hier ist ja schon seit Dienstag etwas Chaos, jetzt hat es wohl auch den Süden erwischt.

  2. Hans-Georg meint:

    Meine ersten “Gehaltszettel” waren vom Oberbuchalter Herr J. handgeschriebende und sorgfältig gefaltete Gehaltsstreifen, nur der Name war zu sehen. Das Gehalt gab es bar in einer Tüte. Jeder Angestellte wurde einzeln über das Haustelefon angerufen mit der Bitte, zu erscheinen. Verständlich waren die Streifen, wie auch später die “Zettel”. Seit 8 Jahren bin ich Rentner, wie die Zettel heute aussehen, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber den Zettel von meinem Mann verstehe ich auch nicht, er selbst auch nicht.

  3. Andrea0966 meint:

    Als Antwort auf die Frage in der Überschrift: Ja. Wäre mir auch unangenehm, wenn nicht.

  4. Sandra meint:

    Von welchem Anbieter auf Crowdfarming kommen denn die aktuellen Orangen? Dann geben wir auch mal die erste Bestellung auf…

  5. die Kaltmamsell meint:

    Diese sind von meiner Baum-Adoption bei María Luisa Henríquez Santana, Doña Ana, Sandra, die diesjährige Ernte bei ihr deutlich süßer als die von letztem Jahr um die Zeit.

  6. Mel meint:

    Als Angestellte (wenn auch in komplett anderer Funktion) des führenden „Gehaltszettelerstellers“ tue ich das. Ich bin auch gerne zu Erklärungen bereit.

  7. Margrit meint:

    Trotzdem sehr schönes Foto geworden mit dem Krähensaum auf den Schneebäumen.

  8. Sandra meint:

    Dankeschön! Mal sehen, ob man auch Orangen bei ihr bekommt, wenn man nicht adoptiert hat.

  9. Anne Rüsing meint:

    Sie sind in Basel? Herr Kaltmamsell hat meine Nummer, wenn Sie und er sich mit mir auf einen Kaffee in Basel oder gar einen Glühwein am Liestaler Weihnachtsmarkt treffen möchten …
    Herzlich
    ar

  10. Tom meint:

    Verstehe ich auch nicht, und lege das sorgfältig ab. Obwohl ich als Außendienstler wegen der Spesen und Fahrtkosteneinreichungen mir das genauer ansehen und vergleichen sollte. Ich denke ein wenig Grundvertrauen in den Arbeitgeber sollte man haben.

  11. Markus Kolbeck meint:

    Bei Herrn Buddenbohm schon kommentiert, hierher kopiert.
    Zu Krähen bzw. Rabenvögeln brachte letztens die Kulturzeit etwas (ab 18:40 min): https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/maria-callas-zum-100-geburtstag-sendung-vom-01-12-2023-100.html

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