Journal Dienstag, 10. Februar 2026 – Längere Tageshelle
Mittwoch, 11. Februar 2026 um 6:25Nach einer Nacht mit freier Nase auf Montag wachte ich in der Nacht auf gestern wieder mit zugeschwollenen Schleimhäuten auf und brauchte Spray. Im Bad legte ich mir die Nasendusche raus: Vielleicht hilft es, wenn ich sie vor dem Schlafengehen nutze.
Marsch ins Büro durch eisigen Nebel, doch schon beim Start am Schreibtisch zeigte sich vorm Fenster durch den Nebel blauer Himmel, bald leuchtete er nebelfrei.
Sehr voller Vormittag, Zeit und Gelegenheit für einen Mittagscappuccino rauschten unnutzbar durch. Zumindest riss ich mich für einen Marsch um den Block los: Der Himmel jetzt wieder düsterer, aber die Luft atmete sich angenehm.
Nach einigem weiteren Wirbeln Mittagessen: Apfel, außerdem Mango mit Sojajoghurt und Leinsamenschrot.
Der Nachmittag zog sich, doch als ich endlich Feierabend machte, war es noch nicht dunkel: Es wird mit den längeren Tagen. Zum Lüften ein Umweg über die Post am ehemaligen Hauptbahnhof, das ist mittlerweile die am nächsten gelegene. Ich holte Nachschub an Briefmarken.
Zu Hause Yoga, tat sehr gut. Das Nachtmahl war inspiriert von Sauerkraut und Kartoffeln im aktuellen Ernteanteil: Beides gab es mit Blut- und Leberwurst. Und dem Restl Apfelmus vom Sonntag, weil wir kulinarisch offen sind. Schmeckte sehr gut, doch ich merkte, dass ich nach vielen Jahren mal wieder Lust auf so richtig bayerische Schlachtschüssel mit allem habe – weiß jemand ein Münchner Gasthaus, wo ich das gut (!) bekomme?
Nachtisch Schokolade.
Wäsche aufgehängt (diesmal hatte die Maschine nicht gelogen), Schreibblock und Wasserflasche für Mittwoch in den Arbeitsrucksack gesteckt: Ich bin nach frühem Feierabend für vier Stunden Wahlhilfeschulung als Vorsitzende angemeldet. Hoffentlich fürchte ich mich danach nicht mehr so sehr vor dem Einsatz.
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Vanessa postet nebenbei ein Foto von ihrer Küche, weil sie sich über den Sonnenschein darin freut – und mir geht das Herz über: So wünsche ich (!) mir eine Küche! Für mich ist sie nämlich ein Wohn- und kein Arbeitsraum, hier soll gelebt werden können. Dazu gehört auf dem Foto:
– Eine Kochzeile AN DER FENSTERFRONT! Man kann beim Vorbereiten und Kochen rausschauen! Selbst so genannte Wohnküchen platzieren die Küchenzeilen sonst an die Wand, wie schade. (Dass diese Küche gleich zwei Seiten mit Fenstern hat, begeistert mich besonders, meine Küchen lagen viele Jahre lang in völlig fensterlosen Räumen.)
– KEINE EINBAUKÜCHE! Das eine Mal, dass ich mich mit einer neuen Küche befasste, nämlich vor zwölf Jahren, stieß mich praktisch das gesamte Ausstattungsangebot ab: Es sah nach Arbeitsbedarf aus, nicht nach Möbeln. Am ehesten liebäugelte ich noch mit Koch-Inseln, weil man daran zu mehreren gleichzeitig Kochspaß haben kann (funktioniert allerdings in den wenigsten Grundrissen). Aber sonst: Bitte Küchenbuffet und Regale statt Hängeschränke. Nein: Es muss für mich in der heimischen Küche NICHT alles “praktisch” sein, ich verbringe hier Freizeit.
– PLATZ! Unter anderem für einen großzügigen Esstisch. Werkelnde und Bekochte werden nicht getrennt; die Nebenerscheinung, dass bei Einladungen das benutzte Koch- und Essgeschirr sichtbar bleibt, kenne ich – egal, wir sind unter Freunden.
– HOLZBODEN! Wieder mehr Wohnen als Arbeiten. Und was die Klecker- und Verschütt-Empfindlichkeit angeht: Meiner Erfahrung nach sind die ersten Flecken die schlimmsten, mit der Zeit verbinden sich alle zu Patina. Und wie meine Mutter gerne sagte: Nein, bei uns kann man nicht vom Boden essen. Dafür haben wir Teller.
§
Maximilian Buddenbohm erwähnt abseitige Musik, die ich kenne, nämlich von Malediva. Die muss ich vor Jahrzehnten mal live gesehen haben – keine Erinnerung daran, auch nicht, wie es dazu kam.
Sie gefielen mir damals so gut, dass ich gleich dort die CD kaufte, und davon am stärksten hängen blieb mir dieses Lied.
https://youtu.be/EA7U-UDWtPg?si=bYCJDUGLiOoQP84W
Drunter steht, dass das Album 2004 erschien, der Konzertbesuch muss also um diesen Dreh gewesen sein.
9 Kommentare zu „Journal Dienstag, 10. Februar 2026 – Längere Tageshelle“
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11. Februar 2026 um 7:11
Die Küche in meinen Haus habe ich mitgekauft und bin mit ihr eigentlich sehr glücklich. Sie ist T-förmig aufgebaut und der Herd ist im unteren Ende des senkrechten Strichs vom T. Man kann also wirklich um die Feuerstelle herum stehen, was wir auch gerne machen. Wenn nicht gekocht wird, dann dient die Fläche zum Lesen, Kaffeetrinken oder Notizen schreiben. So kann ich vom Herd aus in den Garten gucken.
Mir ist an einer Küche sehr wichtig, dass sie eine Tür hat. Trotz Turbo-Dunstabzugumwälzung (leider ohne Rohr nach draußen), verteilen sich die Bratdünste sonst im ganzen Haus. Das finde ich unschön.
Ich mag die Oberschränke, weil dich mein Zeug darin gut verstauen kann, ohne dass es von den Dünsten eingesaut wird.
11. Februar 2026 um 7:38
Für ein traditionelles Münchner Gasthausessen kann ich uneingeschränkt die https://gaststätte-grossmarkthalle.de in der Kochelseestr. 13 empfehlen, mit eigener Metzgerei (ohne Ladenverkauf). Die Weißwürste werden von vielen Restaurantführern als die besten Münchens empfohlen, was ich nur bestätigen kann. Auf Anfrage bekommt man sicher auch die Tage heraus, an denen eine Schlachtschüssel angeboten wird.
Leider sind die Öffnungszeiten Mo-Fr. 7:00 bis 16:00 Uhr, Sa 7:00 bis 13:00 für Sie nicht optimal geeignet. Der Grund ist, dass für die Arbeiter der Großmarkthalle mit Arbeitsbeginn 4:00 Uhr bereits ab 7:00 Uhr des volle Speisenangebot zur Verfügung steht.
11. Februar 2026 um 8:01
Mein persönlicher Traum wäre ja ein Sofa am Küchen- oder Esszimmertisch. So gemütlich!!!
11. Februar 2026 um 8:33
Eine Kochzeile an der Fensterfront scheitert meistens daran dass man über den Kochplatten eine Abzugshaube haben will. Ich habe den Abzug im Herd eingebaut und er zieht die Dämpfe nach unten weg, was meiner Meinung nach besser funktioniert, als sie nach oben hin abzuleiten. Zudem hat man einen Platz mehr um einen Schrank anzubringen, der bei einer Abzugshaube nicht vorhanden wäre. Ich habe es in meiner Küche auch so, dass der Abzug nach unten hinweg zieht und die Herdplatten vor dem Fenster sind. Aber Sie kennen meine Küche ja. :)
11. Februar 2026 um 9:24
Die Lehrmeinung in meinem Architekturstudium Anfang der 70er Jahre war, man solle die Küche möglichst so planen, dass man von dort aus Straße und Zugang zum Grundstück einsehen kann. Die Hausfrau sollte sich an ihrem Platz am Herd nicht zu sehr von der Außenwelt abgenabelt fühlen, meinte der damals schon ältere Professor
11. Februar 2026 um 10:27
War es nicht im Grunde die Frankfurter Küche, Franz Maier, die den Kochbereich in die Sphäre der Industrialisierung schob (Effizienz über alles!) und die Hausfrau isolierte?
11. Februar 2026 um 12:30
Das stimmt die Kaltmamsell, das waren die “Einbauküchen”, damals in den Lehrbüchern als große Neuheit gepriesen. Möbelmaße wurden normiert, ebenso die Arbeits- und Bewegungsflächen als zentimetergenaue Mindestmaße. Die Anordnung der Möbel und Geräte wurde im Grundriss entsprechend den Arbeitsabläufen durch Spannen von Fäden optimiert.
Die daraus resultierenden Maße wurden in Förderrichtlinien für z.B. den sozialen Wohnungsbau übernommen. Das ist mit ein Grund für die immer kleineren und “praktischeren” Küchen.
Bei Bädern lief die Entwicklung ähnlich.
11. Februar 2026 um 12:33
Sehr schöne Küche, ja! Und pro Holzboden. Kriegt man alles „sauber“, immer mal ölen hilft auch. Auch Wasser ist kein echtes Problem, wenn man es entfernt. Man rutscht ja auch nicht auf den Fliesen herum, sondern entfernt Wasser zeitnah. Wir haben seit 7 Jahren Parkett im Bad und das hat sich bisher bewährt.
Nur bei Regalen, auch, wenn ich es schön finde, bin ich anderer Meinung. Es staubt nunmal alles zu und gerade in der Küche finde ich das unappetitlich mit Regalen. Außer vielleicht, man hat Zeit, wöchentlich alles auszuräumen, zu reinigen,und alles wieder einzuräumen. Diese Zeit (und Lust) fehlt mir derzeit.
Wir brauchen auch demnächst eine neue Küche und hoffen auf eine bezahlbare Schreinerei.
11. Februar 2026 um 14:36
Ich habe 25 Jahre mit solchen Wohnküchen in Berliner Altbauten gewohnt – in WGs, dann alleine. Und bin jetzt so froh und glücklich über meine kleine Küche im 50er Jahre Bau, schnell geputzt, effizient alles untergebracht und ich finds super, die Tür zumachen zu können beim kochen und danach und dann das dreckige Geschirr nicht sehen zu müssen. Küchenbüffet und Esstisch stehen im Wohnzimmer, sodass der Abend mit Besuch nach dem Essen gemütlich aufs Sofa ausfransen kann. Hängeschränke in der Küche finde ich immer noch schrecklich und habe auch jetzt offene Hängeregale.