Journal Mittwoch, 4. Februar 2026 – Nichts weiter als Arbeitsmittwoch

Donnerstag, 5. Februar 2026 um 6:27

Eine Stunde zu früh aufgewacht von zugeschwollener Nase, nicht mehr richtig eingeschlafen.

Im Büro beim Befüllen eines Papierteebeutels mit Lindenblütentee versehentlich den restlichen Inhalt der Packung über dem Teppich vorm Schreibtisch verstreut. Ganz erstaunlich, welch deutliche Sauerei so ein Restl Lindenblütentee verursachen kann. Blöderweise fand ich keine der Putzkolleginnen, die mir Zugriff zu einem Staubsauger verschaffen hätten können. So lernte ich: Schäufele und Besele (griffbereit unter der Spüle, das wusste ich von einem vorherigen Notfall) eignen sich nur sehr, sehr entfernt und mühselig zur Eindämmung dieser Sauerei.

Tag wurde es zu einem geschlossen hellgrauen Himmel, genug Licht, um im Büro kein künstliches zu benötigen. Erst ab Mittag wurde es düster.

Dazwischen ging ich ohne große Lust auf Bewegung im kalten Grau raus auf meinen Mittagscappuccino.

Zu Mittag gab es restlichen Blaukrautsalat von Montagabend mit einer mini Crowdfarming-Avocado.

Nachmittags einen entfernten Kollegen durch ein paar Stichwörter und eine richtige Antwort (“Eilt der Auftrag?” “Nein!”) dazu gebracht, so richtig loszunerden – <3

Nach Feierabend ging ich zu einem Gebrauchtwarenladen im Westend: Der Wecker (von drei) in meinem Schlafzimmer, dessen Weckfunktion zwar kaputt war, auf dessen Ziffernblatt ich aber schnell die Uhrzeit ablesen konnte, war vor ein paar Wochen stehengeblieben und weder durch neue Batterie noch durch sonstiges Juckeln und Schütteln zum Weitergehen zu bringen. Diese Zeitablesefunktion vermisse ich im Schlafzimmer so sehr, dass ich Ersatz möchte. Tatsächlich hatte der Laden ein paar Tischuhren, aber keine gefiel mir richtig (am ehesten noch ein Modell aus den 1960ern, doch das funktionierte mit Kabel statt Batterie, das möchte ich nicht). Allerdings zeigte mir die freundliche Angestellte auf ihrem Computerbildschirm ein paar Exemplare im Lager (der Laden hat mehrere Standorte) und empfahl mir, öfter vorbeizuschauen. Das werde ich tun.

Zu Hause eine Runde Yoga, die mir sehr gut tat. LWS-Schmerzen immer noch erhöht.

Ernteanteil war aufgegessen, auf Aushäusiges hatte ich keine Lust, also kochte uns Herr Kaltmamsell einen Topf Pasta: Mafaldine mit Artischocke, schwarzen Oliven, Kapern, Knoblauch, scharfer Tomatensauce, dazu Parmesen gerieben – wunderbar. Nachtisch Fruchtgummi und Schokolade.

Ich schloss den Eintrag meiner Blogposts 2025 bei der VG Wort ab (zur Erinnerung: Was das ist und was ich da machte): Auch bei wahrscheinlich weiter sinkender Auszahlung pro Text sollte mir die Ausschüttung die diesjährigen Urlaube finanzieren.

Früh ins Bett zum Lesen.

§

Was man heute nicht mehr sagen darf, wenn man seinen Job beim ADAC behalten will:
“Er hat für Klimaschutz geworben”.

§

Apropos Erinnerungen alter Menschen: Vincent Klink holte eine Geschichte über seinen Vater hoch, die er schon mal in seiner Zeitschrift Häuptling Eigener Herd veröffentlicht hatte.
“Krautsbraten, oder die Ernährungsneurosen von gestern, heute und morgen.”

(Am schönsten fand ich allerdings die Mutter, die sich nach Auszug des jüngsten von sechs jetzt großen Kindern nach Spanien absetzte, weil gut is.)

§

Musik habe ich ja fast ganz verloren (ich muss mal darüber nachdenken, wie das kam; hat, glaube ich, mit meiner in den vergangenen 15 Jahren stark gestiegenen Überempfindlichkeit gegen viele sinnliche Reize zu tun). Aber ABBA kannte ich, und diese Coverversion mag ich.

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https://youtu.be/5Wd1lm3K27Y?si=hUlCHnjy99A1FXYR

via @jensscholz

die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „Journal Mittwoch, 4. Februar 2026 – Nichts weiter als Arbeitsmittwoch“

  1. Ilka meint:

    Solche Verkrümelung kann man mit Paketkleber beseitigen (leider ausprobiert)

  2. Neeva meint:

    Oh, das gibt Erinnerungen an das Haus meiner Urgroßeltern… Die letzten Jahre kamen wir zum Kaffee mit eigenem Kuchen und haben nichts mehr gegessen, was in dieser Küche zubereitet wurde…
    Ab der Generation meiner Eltern hieß es strikt (und nur in Bezug auf Lebensmittel): “Im Zweifel zu Ungunsten des Angeklagten”. Wer sich nicht sicher ist, ob ein Lebensmittel noch gut ist, wirft es weg. Besser als ne Lebensmittelvergiftung…

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