Journal Sonntag, 21. Juni 2026 – Johannistag im Elterngarten
Montag, 22. Juni 2026 um 6:35Ein Tag mit Programm: Angrillen bei meinen Eltern, Übernachtungsbesuch aus Berlin. Da ich sehr gerne an der Isar Laufen gehen wollte, und das bei der Hitze frühmorgens eh am besten war, legte ich die Runde vor dieses Programm und stellte mir einen Wecker.
Ich trank meinen Balkonkaffee, ein Amslerich trank aus der Wasserschale.
Gut vor acht verließ ich das Haus in ganz kurzen Laufhosen, um über Alten Südfriedhof an die Wittelbacherbrücke zu traben. Schon jetzt heizte die Sonne so stark, dass ich mich für die Schattenstrecke im Westen entschied.
Ich lief leicht und gut, schon jetzt war neben den erwarteten Hundgassiführer*innen viel Laufvolk unterwegs.
Auch gestern was gelernt dank der App Flora Incognita: Moschus-Malve heißt das vertraute Blümelein am Wegesrand, hier fotografiert am Westermühlbach (habe jetzt die Ortungsfunktion der App freigeschaltet, um mich am Datensammeln für Forschung zu beteiligen).
Hier erlebte ich zum ersten Mal einen Hund mit Höhenangst: Er wurde von Besitzerin unter vielen lieben Worten über den Flauchersteg gezogen und guckte exakt so panisch und verängstigt, wie ich es von Familie mit Höhenangst kenne, wenn sie eine Brücke betreten muss, durch die sie durchsehen kann – die Planken des Flaucherstegs lassen genau solche Lücken.
Lay-down-Floaten statt Stand-up-Paddeln im Isarwerkkanal.
Um den Brunnen am Schleusenwärterhäusl war nicht nur ich froh für Wassernachschub: Es wurde Schlange gestanden.
Einmal um den Hinterbrühler See und dann zurück nach Hause.
Verbindung zwischen altem und neuerem Teil des Alten Südfriedhofs.
Zum Münchner Gleisende spazierte ich allein in Prügelhitze: Herr Kaltmamsell blieb daheim, um mittags den Übernachtungsbesuch zu begrüßen.
Angenehme Fahrt in der klimatisierten Regionalbahn nach Ingolstadt, allerdings musste ich den hartnäckigen Gesprächsversuchen des Herrn gegenüber ausweichen, der meine Signale des Zeitungsleseversuchs inklusive fehlendem Einstieg auf seine Antwort-Prompts einfach nicht wahrnehmen wollte.
In Ingolstadt sehr langsamer Weg zum Elternhaus in prügelnder Hitze. Aber dann wurde es wirklich schön: Meine Eltern erzählten von ihrer kürzlichen Reise, die Bruderfamilie war dreiköpfig dabei, ich erfuhr unter anderem Vorbereitungen einer weiteren Reise.
Auch wenn es im Haus meiner Eltern wunderbar kühl war: Wenn gegrillt wird, sitzt man draußen. Dort servierte meine Mutter vom Grill Brotscheiben, Garnelen, Schweinebauch, Koteletts vom Altmühltaler Lamm (so viel besser als am Freitag die im Restaurant), dazu gab es einen Grillgemüsesalat, den meine Mutter in der Provence kennengelernt hatte und der ebenfalls hervorragend schmeckte. Ich aß so reichlich, dass ich beim Dessert Erdbeerkuchen passen musste und beim Espresso blieb.
Zwar machte am Himmel die eine oder andere Wolke samt Donnergrollen Hoffnung auf Abkühlung, erfüllte sie aber nicht. Zurück zum Bahnhof Ingolstadt Nord ging ich in weiterhin prügelnder Hitze. Umso angenehmer war die klimatisierte Regionalbahn, kurz blitzte die Idee auf, einfach bis zur nächtlichen Abkühlung darin sitzen zu bleiben, schließlich habe ich ein Deutschlandticket. Die Verspätung, mit der wir in München eintrafen, war nie willkommener. Wobei ich beim Verlassen des Zugs erleichtert feststellte, dass es in München nicht ganz so brutal heiß war.
Daheim saß der Besuch und bereitete Freude. Herr Kaltmamsell servierte zum Nachtmal aus Ernteanteil-Magold und -Brokkoli Rachel Roddys Picknick Pie, ich machte dazu Gurkensalat. Vor allem aber Austausch mit Besuch bis Schlafengehen.













