Journal Mittwoch, 15. Juli 2026 – Bruderblog-Empfehlung und einstweiliger Abschied von den Kammerspielen
Donnerstag, 16. Juli 2026 um 6:34Neue Blog-Empfehlung!
Heute darf ich hier endlich darauf hinweisen: Mein Bruder Daniél fährt vom oberbayerischen Etting (bei Ingolstadt) nach El Olmillo (in Zentralspanien) – mit dem Fahrrad. Und er bloggt darüber:
Etting -> El Olmillo.
Es gibt bereits ein paar Posts über die Vorbereitungen, der RSS Feed funktioniert – und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Daniél zur Seite stehen.
(Hier ein Kinderbild, falls Sie einen Niedlichkeits-Schubser benötigen.)
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Eigentlich guter Schlaf, doch ich konnte die kühlenden Nachtstunden nicht für Belüftung des Schlafzimmers ausschöpfen: Um halb zwei weckte mich heftiges und ausdauerndes Brüllen, Schreien und Kreischen aus dem Park – Fenster zu.
Beim Aufstehen sah ich den Straßen und Wegen an, dass es nachts geregnet hatte. Weitere dunkle Wolken ließen mich für den Arbeitsweg zum Schirm greifen, doch ich kam trocken ins Büro (und freute mich am Mauerseglerschrillen, jetzt sind ihre Tage bei uns gezählt.)
Dort brühte ich die erste Tasse Milky Oolong meines Lebens auf: Am Dienstag hatte jemand auf Mastodon nach Einkaufsquellen gefragt, ich fand heraus, worum es sich überhaupt handelte, das klang attraktiv, und eine Einkaufsquelle lag auf meinem Weg. Ja, angenehmer grüner Tee, der wenig nach Grüntee schmeckt – aber mit dem Effekt, den ich von allen Grüntees kenne: Ich trinke die sehr große Tasse sehr schnell leer.
Mittags eine Marschrunde um die Blöcke. Der Himmel zeigte gerade ein bisschen Blau zwischen den Wolken, schon wurde es gnadenlos schwül, und ich kam ordentlich verschwitzt zurück an meinen Schreibtisch. Dort gab es zu Mittag Nektarinen, Aprikosen und weniger Roggenvollkornbrot, als ich gedacht hatte, weil ich mich schon so voll fühlte.
Abends stand mein letzter Theaterbesuch auf Basis Kammerspiel-Abo an, ein letztes Mal machte ich deshalb mit Unterstunden Feierabend. Ab der nächsten Spielzeit fallen meine Abo-Termine auf Sonntage und im Residenztheater.
Auf dem gemütlichen Heimweg kaufte ich fürs Abendessen ein. Daheim las ich auf dem Balkon und genoss den frühen Feierabend, abenso bei einer Runde Pilates.
Als Abendessen richtete ich Trauben, Nektarinen, Aprikosen, Tomätchen sowie vier Käsen an, außerdem aßen wir die letzten Salzgürkchen aus aktueller Produktion.
Mein vorerst letzter Abo-Kammerspielbesuch führte mich in Eurydike und Orpheus, “nach einem Libretto von Robert Bolesto mit Musik von Jan Duszyński” – und der Regisseurin Anna Smolar wohl als zentraler Autorin. Autor*innenschaft bei zeitgenössischem Theater (von wem ist das Stück eigentlich?) ja immer sehr komplex.
Ich marschierte in milder Luft zum vorerst letzten Mal an die Maximilianstraße (die auch weitgehend verbaustellt ist – wollt ihr jetzt auch doch die Luxus-Tourist*innen verprellen?) ins Theater.
Niemand benötigte gestern die Garderobe (und wohl auch nicht die “Rollstuhlrampe”).
Leb wohl, unbequemer Sitz Reihe 5, Platz 4, dich werde ich sicher nicht vermissen.
Gestern sah ich von dort aus die Musiktheater-Variante des alten Orpheus-und-Eurydike-Themas (neben der Garderobe ist auch das Programmheft seit einigen Jahren gratis), dazu morgen mehr (vorab: auf jeden Fall interessant).
Nach Hause mit schmerzendem Po und Kreuz in anhaltender Milde und mit Fußballguck-Geräuschen aus offenen Fenstern und Türen: Gestern wurde das zweite Halbfinale der aktuellen Männerfußball-WM ausgetragen.
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Southpark macht Urlaub und fährt dazu von Berlin nach Osten: Erstmal ein paar Tage Warschau, jetzt ist er in Litauen. Wenn Sie mitfahren möchten: Hier beginnt seine Reise.
Für mich klingt das ausgesprochen attraktiv: Bahnfahren, das Teil des Urlaubs und der Eindrücke ist, eine spannende und exotische Urlaubsgegend – die vor allem nicht bereits durch Must-see- und Fotos auf allen Medien, social oder nicht, tot-stereotypisiert wurde. Vielleicht schaffe ich es in diesem Leben noch, auf diese Weise Bulgarien oder Georgien kennenzulernen. Wobei mir seit meiner Westerwald-Wanderung (sehr empfehlenswerter Fernwanderweg mit gepflegten, schön designten Routen) klar ist: Urlaub wirklich abseits von Tourismus-Hotspots bedeutet fehlende Tourismus-Infrastruktur; Bequem-Reisende wie ich müssen da jedesmal abwägen.
Erst kürzlich war ich ins Gespräch mit jemandem geraten, die tatsächlich Reisen so absolviert, wie ich es bis dahin nur aus Medienberichten kannte (und ehrlich gesagt nicht ganz von erwachsenen Menschen geglaubt hatte): Influencer-Destinationen, dort die Liste von instagram-Ansichten abhaken, indem man selbst diese Ansicht auf instagram postet. Ich find schön, dass sie sich damit wohl fühlt, aber… genau das führt zu Over-Tourism (“in den Urlaub fahren, um praktisch nichts erlebt zu haben”).








