Journal Mittwoch, 29. Juli 2026 – Goldener Abschied vom Lerchenlauf

Donnerstag, 30. Juli 2026 um 6:29

Der Juli ist ganz schön lang.

Extrafrüher Wecker nach mittelguter Nacht (eine laute Unterhaltung vor meinem Schlafzimmerfenster weckte mich nicht genug, dass ich zum Fensterschließen aufstand, ließ mich aber auch nicht wieder richtig einschlafen), aufgestanden zu fast noch Nacht: Wahrscheinlich letzte Chance auf einen Lerchenlauf vor der Arbeit für diese Saison. Es war deutlich zu frisch für Balkonkaffee (die Schreie der Gebährenden durch offene Fenster der benachbarten Klinik hörte ich aber), als Laufkleidung wählte ich zur Capri-Hose trotzdem ein Trägershirt.

Beim Kreuzen des Nußbaumparks von Drogis, no rest for the wicked, angebettelt worden (“‘nen Zehner?” – Inflation überall), leider bissig “Seh ich aus, als hätte ich Geld bei mir?” geblafft (statt Ignorieren).

Es wurde ein herrlicher Lauf, unter anderem sah ich zum ersten Mal einen Graureiher mitten in München. Der Körper war praktisch nicht vorhanden (gutes Zeichen), erst nach einer Weile erinnerte ich mich daran, die Füße bewusst zu heben.

Graureiher!

Bei kürzeren Tagen stieg die Sonne erst auf den letzten paar hundert Metern an der Isar über die Baumwipfel der Uferauen.

Alter Südfriedhof.

Für den Körper waren die 80 Minuten wahrscheinlich grad recht, keinerlei Erschöpfung und Schmerzen. Aber mein Gemüt wäre so gerne länger gelaufen.

Die Baustelle am Wohnhaus ist fast beendet. Am Dienstagabend war bis nach 18 Uhr gewerkelt worden, gestern waren die vier Herren deutlich vor acht wieder aktiv.

Arbeitsweg mit zwei Stationen U-Bahn-Fahrt beschleunigt, die Luft unter wolkenlosem Himmel immer noch angenehm. Im Büro gleich losgewirbelt, mich dann von einer lieben temporären Kollegin verabschiedet.

Mittagscappuccino nicht allzu weit entfernt, jetzt stach die Sonne bereits wirklich unangenehm. ABER! Ich hörte nochmal Mauersegler.

Nach einigem weiteren Werkeln gab es zu Mittag Hüttenkäse mit Joghurt, restliche Kirschen (Bauch kurz danach wieder not amused, der soll sich nicht so anstellen).

Wie ich mal meinte: “Oh, wenn derzeit dieser zarten Goldschmuck so in ist,1 kann ich doch das alte Süßwasserperlen-Armkettchen aus Kindertagen wiederbeleben. Merke: “Zart” und ich funktionieren nicht zusammen.2

Nach Feierabend war es unangehm heiß, direkter Weg nach Hause. An den Briefkästen traf ich die Zweitnachmieterin unserer früheren Wohnung im 1. Stock, sie stellte sich vor – eine sehr nette Begegnung. Daheim weitere Urlaubsvorbereitungen: Beine epilieren, Wäsche aufhängen (letzte Ladung Dunkles vor Abreise).

Herr Kaltmamsell kam vom Sommerfest seiner Schule, zusammen spazierten wir zum aushäusigen Abendessen: Es gab asiatische Nudeln bei Honghong Ramen.

Für mich wieder breite Nudeln mit Auberginen und Tomaten (ich kann mich nicht erinnern, dass mir das zuvor schon passiert ist: beim ersten Besuch eines Lokals etwas bestellt, das mir so gut schmeckte, dass ich es jedesmal essen möchte). Davor Gurkensalat, dazu Aloe-Vera-Drink.

Beim Heimkommen war die Baustelle am Haus immer noch aktiv, da wollte jemand unbedingt fertig werden (sie sah auch fast abgeschlossen aus).

Daheim als Dessert Schokolade.

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Ich freue mich weiter über die Odyssee-Verflmung von Christopher Nolan, weil sie so viele lesenswerte Auswirkungen hat. Auf Bluesky beschließt Emily Wilson: “This is a film about living in LA.”

Auf ihrem Bluesky-Kanal schreibt sie auch über die Gedankengänge hinter ihren Übersetzungen – sofort gefolgt.

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Interessante neue junge Comedy.

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https://youtu.be/5NOedI5Vf4E?si=7LS2keRvkjk-HsIg

  1. Ich habe den Goldpreis als Ursache im Verdacht. []
  2. Es gibt ein paar Freundinnen, um die ich mich deshalb bei jeder Begegnung sorge. []
die Kaltmamsell

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