Journal Montag, 24. August 2026 – Aber Lerchenschwumm
Dienstag, 25. August 2026 um 6:26Nach guter Nacht (ich fürchte, Ohrstöpsel plus geschlossene Fenster sind mittlerweile Voraussetzung für Ruhe) etwas früherer Wecker: Schwimmpläne vor der Arbeit. Allerdings fühlte ich mich überraschend müde.
Doch Schwimmen im Dantebad war so glorios wie erhofft: Die Sonne stieg am wolkenlosen Himmel langsam über das Wirtschaftsgebäude (Thermometer über Sprudelschnecke hatte bei Schwimmstart 16 Grad angezeigt) und verglitzerte immer größere Teile des Beckens, die Bahnen wurden zunächst mittelrege genutzt, auf den letzten 1.000 meiner 3.000 Meter hatte sich selbst dieser Verkehr gelichtet. Ich schwamm leicht und flüssig, verließ das Wasser hoch erfrischt. Gut gelaunte Körperpflege, nahtlos passende U-Bahnen verhalfen mir zu einem Einstempeln um 09:22 Uhr.
Im Büro erstmal alles bis dahin angefallene weggewirbelt. Dann Längerfristiges geordnet angegangen – Schwimmbeseeltheit führte zum Gefühl: So lange ich noch nicht mit Kolleg*innen gesprochen habe, ist das Wochenende noch nicht ganz vorbei. Was leider geblieben war: die Müdigkeit.
Das Wetter war herrlich: sonnig ohne Hitze. Mittags genoss ich das Draußen bei einem Marsch um die Blöcke.
Zum späten Mittagessen gab es Ernteanteil-Gurke, Hüttenkäse, Birnen (die auch eine Woche nach Kauf nicht nachgereift waren).
Auf dem Heimweg war das Wetter immer noch sehr angenehm; ich ging über Obsteinkäufe beim Süpermarket Verdi.
Zu Hause eine längere Folge Yoga.
Fürs Nachtmahl hatte sich Herr Kaltmamsell davon inspirieren lassen, dass Ernteanteil-Kartoffeln übrig waren, es noch einen Rest Frischkäse gab und er beides zu Kartoffelpü kombinieren wollte (plus Kräuter, da gibt es wohl einige Rezepte). Dazu brauchte es natürlich etwas als Hauptsache: Herr Kaltmamsell entschied sich für Hackbraten, und dabei für ein englisches Rezept mit eingearbeitetem Spinat. Das Ergebnis war rundum wohlschmeckend, frischer Thymian und Basilikum machten sich ausgezeichnet im Pü, der Spinat sehr gut im würzigen Hackbraten.
Nachtisch einige überreife Renekloden mit Buttermilcheis. Und Schokolade.
Früh ins Bett zum Lesen, das neue Granta 176: American Berserk war eingetroffen – mal sehen, was ein Literaturmagazin aus dem aktuellen Elephant-im-Porzellanladen-tum herausholt.
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Hier gab es schon viel zu lange nichts mehr vom Gott des Hula Hoop, Daniel Middel – er kann auch Klassik!



