Journal Montag, 31. August 2026 – Rückkehr der rohen Karotte

Dienstag, 1. September 2026 um 6:20

Wow, welch turbulente Nacht. Diesmal brauchte ich nicht mal äußere Einflüsse: Wüste Träume und die Samba im Bauch, die Radieserln, Frühlingszwiebeln und Schnittlauch aus Okroschka tanzten, reichten völlig. Als der Wecker klingelte, war ich einerseits froh um das Ende der Nacht, andererseits völlig benommen.

Ich stand zu nassen Straßen auf, aber zu milder Luft.

Unerwartet zackiger Arbeitsvormittag. Ich schaffte es dennoch miitags auf einen Marsch um die Blöcke, jetzt war die leicht windige Luft unter wenigen Schäfchenwolken am blauen Himmel perfekt für tiefes Durchschnaufen.

Zu Mittag gab es nochmal rohe Karotte (RISIKO!), dann restliches Wassermelönchen und Skyjolei. Wieder kein Bauchweh von der rohen Karotte – vielleicht war das nur eine mehrjährige Phase? Es würde mich sehr freuen, den ich esse sie wirklich gerne.

Highlight des Arbeitstags: Neue Kopfhörer. Ich benutzte immer noch die allerersten, die noch vor Corona bei der Umstellung auf Computer-Telefonie verteilt wurden (und habe das Naturell von Schlachtrössern, die jedes Equipment bis zum letzten Hansaplast-Flicken benutzen – wobei ich darauf echt nicht stolz bin, sondern mich immer mehr wie eine Plastiktüten-bügelnde Greisin fühle). Jetzt bröselte der Schaumstoff am einzigen Hörer, und nachdem meine Recherchen ergeben hatten, dass der Schaumstoff-Überzieher nicht auswechselbar war (geplante Obsoleszenz!), bestellte ich halt neue Kopfhörer. Seit gestern telefoniere und höre ich STEREO! Mal sehen, ob die bis zur Rente halten – oder ich irgendwann noch KABELLOSE erlebe.

Währenddessen verfolgte Herr Kaltmamsell das angekündigte DHL-Auto, das meinen Pulli nochmal geladen hatte, zum Teil auch in Echt und zu Fuß. Mit Erfolg, er passte den Wagen vor unserem Haus ab! Und jetzt weiß ein weiterer Paketbote, dass es an unserem Eingang Klingeln an ZWEI Seiten der Tür gibt.

Nach Feierabend genoss ich die wunderbare Spätsommerluft und die Sonne. Auf dem Weg nach Hause stockte ich bei Aldi unsere Schokoladenvorräte auf. Gründlich.

Daheim eine angenehme Runde Yoga, langsam löste sich meine zur Faust geballte Hüftgegend.

Lesen auf dem Balkon bis zum Abendessen: In der Münchner Stadtbibliothel war ein bestelltes Buch verfügbar (Lukas Rietzschel, Sanditz), wie praktisch, dass ich gerade ein Literatur-Magazin las, das ich zwischen zwei Texten einfach unterbrechen konnte.

Fürs Nachtmahl war Herr Kaltmamsell wieder einer Bitte von mir gefolgt und hatte ein Rindergulasch im Schnellkochtopf zubereitet.

Ganz hervorragend!

Nachtisch sehr viel Schokolade.

Im Bett Start der neuen Lektüre; Sanditz überraschte mich mit einem nicht-realistisch erzählten Beginn.

die Kaltmamsell

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