Journal Dienstag, 13. Oktober 2026 – Jüdisches Neujahrskonzert
Mittwoch, 14. Oktober 2026 um 6:34Nach guter Nacht vom Wecker geweckt, gemerkt, dass diese Arbeitswoche lang werden wird.
Mein Hüftgürtel kündigte an, dass er mich wie schon am Montag den ganzen Tag mit Schmerzen peinigen würde (inklusive ein paar neuen Features in den Leisten), ich bewarf ihn mit Ibu 600. Knackig kalter Weg in die Arbeit, der erste Nachtfrost riechbar nahe.
Zum Klassentreffen im November, 40 Jahre nach dem Abitur, erbitten die Organisatoren (wie schon bei vorherigen runden Jährungen) ein Update des Profils aus der Abiturzeitung (ich glaube, das war meine Idee zum 10-jährigen gewesen), wir waren ein nur 49-köpfiger Jahrgang, humanistisches Gymnasium halt. Dafür steht seit der vorherigen Runde eine eingescannte Version dieses Teils der Abi-Zeitung zu Verfügung, hochgeladen nach Google Docs, alle können über ihren Browser reinschreiben.
Diesmal baten sie auch um Aufschreiben von Erinnerungen an die beiden seit dem letzten Treffen verstorbenen Mitabiturient*innen. Und schon war mein Hirn den ganzen Vormittag von Ideen zu diesen Bitten abgelenkt – zumal manche der Erinnerungen vor allem an einen der Verstorbenen zwar gute Geschichten waren, ich jetzt aber merkte, dass sie nicht ganz stimmen konnten, blöde Fakten.
Dabei war ich im Büro eigentlich gut beschäftigt, unter anderem mit einer Info-Veranstaltung, wie die Wirtschaftslage sie wohl in sehr vielen Unternehmen notwendig macht. Ich kam tatsächlich mit sehr vielen Infos raus.
Mittagscappuccino wieder aus der Cafeteria, um die Mittagspause für einen Spaziergang frei zu haben – der auch gestern sehr gut tat, die Luft war ein wenig milder geworden.
Zurück im Büro spätes Mittagessen: Äpfelchen, außerdem Mango mit Sojajoghurt, ein paar Nüsse.
Über den Nachmittag weiter Arbeit, draußen zog der Himmel zu. Auf dem Heimweg über Einkäufen beim Discounter und im Süpermarket Verdi fielen bereits erste Tropfen, die im Lauf des Abends und er Nacht zu feinem Sprühregen wurden.
Der Vorabend zu Hause verlief gut durchgeplant, denn abends gingen wir ja ins Konzert: Also frühes Abendessen (aus Ernteanteil Chinakohl aus der Pfanne chinesisch gewürzt mit Soja-Hack, dazu Reis) und Umziehen, bevor wir eine Tram nach Bogenhausen zum Prinzregententheater nahmen. Wir besuchten das jüdische Neujahrskonzert des Jewish Chamber Orchestras Munich zum Beginn des Jahres 5787.
Diesmal begleitete uns eine liebe ur-münchner Kollegin samt Freundin, mit denen wir erstmal auf Drinks in den prächtigen Gartensaal spazierten.
Und dann ließen wir uns in den Zauber synagogaler, kantoraler Musik fallen (von deren Existenz ich bis zu meinem ersten jüdischen Neujahrskonzert vor drei Jahren nicht mal gewusst hatte), gesungen von den beiden Kantoren Nachman Turgeman und Yitzhak Zelman. Dirigent Daniel Grossmann führte wieder gut gelaunt durch den Abend, wieder lernte ich eine Menge über jüdische Musik, jüdischen Jahreskreis und Gottesdienst. Die Liste der Ehrengäste gestern besonders hochkarätig, neben der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern Charlotte Knobloch und dem Vorsitzenden der Münchner Liberalen Gemeinde von Beth Shalom C. Bernd Sucher war unter anderem der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann gekommen. Sehr schönes Konzert.
Des Nächtens schaukelte uns wieder eine Tram zurück nach Hause, wir kamen spät ins Bett.
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Hintergründe aus anderer Leut’ Berufsalltag interessieren mich sehr, deshalb hier: Details zu Berufskleidung von Passagierflug-Begleitungen.
“Trousers”.
(Wer Ähnliches zum Beispiel zu Fliesenlegertum, Bäckerei, Krankenpflege erzählen kann: Ich hoffe, Sie haben ein Blog und berichten. Gerne mit vielen Details.)



