Journal Freitag, 30. Oktober 2026 – #Uralub Tag 1 mit Wanderung über der Pupplinger Au
Samstag, 31. Oktober 2026 um 8:57Rückblickend war das ein ganz schön voller Tag – das hatte sich aber echt ehrlich nur so ergeben, Programm war eigentlich nur eine Wanderung.
Wieder wurde ich aus tiefem Schlaf geweckt – allerdings war mir im Traum gerade mein Handy gestohlen worden, auf dem Weg zum Schwimmen, und ich steckte in angestrengtem Nachdenken über das weitere Vorgehen: Diese Unterbrechung war willkommen. Wecker, weil ich einen letzten Morgenkaffee mit Herrn Kaltmamsell trinken wollte und weil um halb acht der Heizungshandwerker angekündigt war, der sich um den seit drei Wochen tropfenden Heizkörper kümmern sollte.
Der Tag startete mit Hochnebel; ich war schon sehr gespannt, wie das Wetter in der Wolfratshauser Gegend aussehen würde, in der ich wandern wollte.
Der Heizungshandwerker kam (mit einem niedlichem Praktikanten), fröhlich – und erstaunt, mich statt Herrn Kaltmamsell anzutreffen: Schraube an Leitung neben Ventil festgezogen – kein Tropfen mehr. Er testete dann auch gleich das Ventil, diesmal wurde die Heizung NICHT warm. Also nahm er die Abdeckung ab, klopfte auf dem Ventil herum (mit Erklärungen an den Praktikanten), jetzt funktioniert auch die Heizung.
Gefrotzel beim Gang durch unseren Flur:
Praktikant: “Sie haben aber viele Bücher.”
Ich: “Ja, wir lesen halt gern.”
Heizungshandwerker: “Hab ich mal probiert, aber wieder aufgehört.”
Ich: “Ist wie’s Fahrradfahren: Das verlernt man nicht. Können Sie jederzeit wieder anfangen.”
Wenig nach neun fuhr meine S-Bahn nach Icking, nachdem ich herausgefunden hatte, dass sie am Starnberger Flügelbahnhof stand und nicht unterirdisch die Stammstecke fuhr, saß ich auch drin (Deutschlandticket ist super!). Unterwegs wurde der Himmel immer düsterer.
Erster Ausblick. Egal, das ist ja das Großartige an Herbstwanderungen: Das bunte Laub bringt Farbe selbst in den grauesten Tag.
Doch das änderte sich immer wieder. Kalt war und blieb es, ich wanderte die erste Hälfte mit leichter Mütze und Handschuhen. Doch der Himmel veränderte sich ständig – und ließ immer wieder Sonne durch. Es folgen sehr viele Bilder: Ich sammelte Farben für den grauen langen Winter.
Blick durch den Garten eines der großzügigen Anwesen in Schlederloh aufs Loisachtal.
Die Pupplinger Au von Schlederloh aus – immer wieder schön, ich hatte mich sehr darauf gefreut.
Aussicht auf die Loisach in Wolfratshausen.
Die Durchfahrt Dorfen war gesperrt: Dort wurde die Hauptstraße gerade neu asphaltiert. Ich spazierte an beeindruckenden Geräten und Fahrzeugen vorbei, traute mich aber nicht zu fotografieren.
Kurz vor Wolfratshausen wurde es sehr katholisch.
Im Wolfrathshausen kam ich zur perfekten Zeit für Mittagscappuccino an: halb zwölf.
Jetzt kam die Sonne immer häufiger raus, ich legte Mütze und Handschuhe ab.
Hinauf zum Riemerschmid-Park.
Und wieder hinunter zur Loisach.
Überraschung nach Einbiegen auf das letzte Wegstück nach Ebenausen: Ein riesigen ungeerntetes Sonnenblumenfeld, das im Sonnenlicht wie ein Tupfenmuster wirkte.
Auf diesem Feld brachte mir die App Flora incognita bei:
Rainfarn-Phazelie (Gründüngung).
Nach vier Stunden und gut 14 Kilometern gelangte ich an den Bahnhof Ebenhausen. Auf die Rückfahrt wartete ich nur gut zehn Minuten, jetzt um zwei nutzte ich das für Frühstück: Letzter Apfel der Sorte Fräulein aus dem Markt-Einkauf in der Vorwoche, ausgesprochen köstlich. Ein paar Trockenpflaumen, und in der S-Bahn gab es noch ein paar Hände voll Mischnüsse.
Zurück in München erledigte ich auf dem Heimweg die Lebensmitteleinkäufe für den Abend und fürs Wochenende.
Daheim traf ich zu meiner Überraschung noch auf Herrn Kaltmamsell, wir nutzen die Anwesenheitsüberschneidung für Erzählen über die vergangenen Tage. Gleichzeitig bereitete ich mein Abendessen vor: Während ich sonst nur für mich den Ernteanteil ja eher effizient und mit wenig drumrum wegesse, hatten mich die Gelben Bete auf Ideen gebracht. Herr Kaltmamsell beobachtete misstrauisch meine ernährerische Selbständigkeit, versucht er mich doch völlig von seinen Kochkünsten abhängig zu halten.
Dazwischen (und nach Verabschieden von Herrn Kaltmamsell in seine Rollenspiel-Tage) aber noch Friseur-Termin: Ich ließ meine Haare wieder auf Ganzkurz bringen.
Vorher
Nachher
(Ich habe immer noch keinen Selfie-Kurs gemacht.)
Jetzt aber Finalisierung des Abendessens, ich war sehr hungrig.
Belugalinsen mit Gelben Beten, gerösteten Mandelstiften, Ernteanteil-Ruccola, Orange (Schale, Saft), Thymian, dazu Mozzarella. Schmeckte sogar so gut, wie ich mir das vorgestellt hatte! (Mozzarella hätte es nicht mal gebraucht.)
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Sandro bittet auf instagram: Denkt doch bitte auch mal an die armen Kürbisse.


































