Journal Mittwoch, 14. Januar 2026 – Büro-Erinnerungen

Donnerstag, 15. Januar 2026 um 6:23

Wieder eine Nacht mit tiefem Schlaf fast ohne Unterbrechung, diese (sonst deutliche) Erkältung ist mir langsam unheimlich. Aber besser so! Außerdem schenkte mir ein Traum die Begegnung mit einem sehr vermissten früheren Freund.

Zwar fühlte sich die Luft auf dem Weg in die Arbeit mild an, doch der Boden glitzerte gefährlich: Ich blieb auf der Hut.

Am Schreibtisch Überfall von Tausenderlei; ich schaffte es, mich zur Ruhe zu bringen und das systematisch abzuarbeiten.

Im Nebenbüro saßen zwei Hiwis mit der Aufgabe, Einladungen zu falten und einzutüten – mit den Geräuschen inklusive scherzendem Geplauder, die mich sofort über 30 Jahre in die Hiwi-Zeit zurückbeamten, in denen ich Herrn Kaltmamsell kennenlernte. <3<3<3 (Allerdings sind sie deutlich weniger miteinander vertraut als wir Hiwis damals, weil sie weitgehend von daheim aus arbeiten.)
Von den Tricks zum Falten von A4-Seiten profitiere ich noch heute, ich habe als Hiwi also nicht nur Kopieren gelernt.

Im immer heller werdenden Draußen marschierte ich auf einen Mittagscappuccino ins Westend, das war schön.

Mittgspause mittelspät wegen Dringendem, es gab einen Apfel (aus Ernteanteil, aber von einem Partnerbetrieb – ein Aromenfeuerwerk!), außerdem eingeweichtes Muesli mit Joghurt (und einem neuen Versuch mit Leinsamenschrot – erfolgreich, diesmal bekam ich kein Bauchweh).

Die Erkältung machte sich gestern über meine Stimme her: Ich klang richtig schlimm krank, dabei fühlte ich mich nahezu gesund (ein bissl Rotz, ein bissl Nebenhöhle, einmal die Stunde ein Huster). Wirklich unangenehm war der Schwindel ab frühem Nachmittag, aber ich bin ziemlich sicher, dass der nichts mit meinem Schnupfen zu tun hatte.

Bedrückende Nachrichten am Nachmittag. In den vergangenen beiden Jahren schickte ich so viele Hilflosigkeits-Postkarten an liebe Menschen in schwierigen bis schlimmen Situationen, dass mein Bestand aus 40 Jahren nicht mehr genügend Auswahl bietet, schließlich soll es ja immer die passende Postkarte sein. Ich werde in Museumsshops Einkaufen gehen müssen, München bietet ja zum Glück viele. (Das ist keine Beschwerde, höchstens ans Universum, sondern ein Statusbericht!) (Was übrigens NICHT funktioniert: Aus Dankbarkeit, dass es mir offensichtlich so viel besser geht, glücklicher zu werden.)

Auf dem Heimweg ausführliche Einkäufe im Vollcorner. Zu Hause eine sehr ruhige Einheit Yoga, war gestern in Ordnung.

Auf das Abendessen freute ich mich besonders: Der restliche Lauch aus Ernteanteil wurde in den Händen von Herrn Kaltmamsell ein (veganer) Eintopf mit weißen Bohnen, der jedesmal wieder unerwartet gut schmeckt.

Leek and beans romesco aus dem Guardian, auch diesmal köstlich. Nachtisch Panettone und Schokolade.

§

Wenn ich schon regelmäßig maule, dass es für den Münchner Hauptbahnhof kein Fahrradparkhaus gibt, muss ich aber schon auch vermelden:
“‘Situation lange unbefriedigend’: Neues Radl-Parkhaus am Hauptbahnhof in München eröffnet”.
Ein Anfang!
(Und jetzt noch Ausschilderung?)

§

Pure Entspannung und Freude: Ein langer Artikel über Gürteltiere im Wiener Tierpark Schönbrunn.
“Hervorragend gepanzerte Einzelgänger: Auf der Suche nach den Kugelgürteltieren in Schönbrunn”.
(Vielleicht schau ich an Fasching vorbei.)

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Mittwoch, 14. Januar 2026 – Büro-Erinnerungen“

  1. Hans-Georg meint:

    “Früher” waren die A4-Seiten am Rand mit kleinen Strichen markiert, da wo man falten muss. Heute kommen Briefbögen wohl nicht mehr aus der Druckerei sondern sie sind “hausgemacht” und haben demzufolgen die Markierungen nicht mehr. Ich kann die Bögen auch immer noch ohne Striche falten, passt immer.

Beifall spenden: (Unterlassen Sie bitte Gesundheitstipps. Ich werde sonst sehr böse.)

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