Journal Mittwoch, 4. März 2026 – Nebel, Beifang aus dem Internetz
Donnerstag, 5. März 2026 um 6:26Wieder durchgeschlafen, aber wieder nur bis kurz vor fünf – und dann ging nichts mehr. Hörte ich halt den Brüllamseln vorm Fenster zu.
Draußen hatte sich der dicke Nebel vom Abend zuvor gehalten, auf dem Weg in die Arbeit sah ich vor allem weiße Luft.
Das blieb auch so auf einem beruflichen Marsch am Vormittag: Ich ging zu einer aushäusigen Info-Veranstaltung, für das das Backstage genutzt wurde (Umbau in weitester Ferne; für die schier endlose Dauer von Bauvorhaben brauchen wir hier in München gar keine Bürokratie, sondern nur Menschen). Zwei Stunden später auf dem Rückweg war der Nebel mit Sich-Lichten beschäftigt, erste fahle Sonnenstrahlen.
Hurtig Arbeit nachgeholt, zu Mittag gab’s dann die letzten Birnchen, außerdem Hüttenkäse mit Leinsamenschrot.
Über den sonnigen Nachmittag weiter Sachen weggeschafft. Nach Feierabend marschierte ich in schöner, aber sehr kühler Luft in die Innenstadt für Besorgungen.
Herr Kaltmamsell machte den Ernteanteil-Kohlrabi zu einem Curry mit Kokosmilch, das gab es mit Reis und schmeckte gut. Nachtisch Schokolade, wieder vor Bauchweh aufgehört – ich nehme mir die Erfolgserlebnisse, wie ich sie kriege.
Nachmittags hatte ich die letzte Person in meinem Wahlhilfeteam kontaktiert (Ersatz für den Beisitzer, der dann doch nicht konnte) – sofortige Sympathie, ich bedauere, dass wir nicht dieselbe Schicht haben, denn während des Auszählens ist keine Gelegenheit für Ratsch und Kuscheln.
Ich ging ins Bett zu neuem dicken Nebel.
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Alles Gute zum 20. Online-Bühnen-Jubiläum, Frau Klugscheißer! Die deutsche Bloggeschichte wäre ohne dich und die Bloglesungen nur halb so schön.
“Glamour Girl”.
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Dabei trug ich das Täschchen aus Robbenfell, das ich im Oktober in Grönland kaufte. Das Täschchen passt leider zu keinem meiner Outfits, ich stand nicht sehr stilsicher in der Halle herum. Aber das war mir heute egal. Wenn ich schon ein Täschchen aus Robbenfell besitze, dann müssen eben die Leute ihren Geschmack anpassen.
Ich mag den Mode-Ansatz von Mek, das ist auch meiner, ich ergänze: Lustig ist wichtiger als hübsch.
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Gestern las ich das aktuelle Granta 174, Therapy aus und fand es nur so mittel: Die Einleitung des Herausgebers las sich wieder, als fände er das ganze Thema doof, die Auswahl der Texte ließ erst in Gesamtschau erkennen, dass es nicht um Psychotherapie insgesamt ging, sondern um ganz klassische Freud’sche Psychoanalyse und ihren Stand heute (die ich für recht überholt und veraltet gehalten hatte). Vereinzelte Texte und eine Fotoserie drehten sich dann aber doch wieder um Gesprächstherapie im Allgemeinen. Doch ein Text fiel in meinen Augen heraus: Er ließ mich sofort an Parfum-Begeisterte wie Joël denken – der allerdings meines Wissens noch nicht bis zu Serien-Musterbestellungen geraten ist:
“Secondhand smoke”.
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Nein, Sie bilden sich nicht nur ein, dass die Dinge immer schlechter funktionieren:
“A Day in the Life of an Ensh*ttificator”.
https://youtu.be/T4Upf_B9RLQ?si=AYy29IZz3zi9gEyP
2 Kommentare zu „Journal Mittwoch, 4. März 2026 – Nebel, Beifang aus dem Internetz“
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5. März 2026 um 7:59
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Gerne gelesen
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5. März 2026 um 10:22
Offensichtlich ein Mitarbeiter der Firma Hulesch und Quenzel, deren frühere Vertreter sich durch Austausch des Produktkatalogs zu erkennen gegeben haben.
Siehe: “Die Merowinger – oder: Die totale Familie”