Journal Dienstag, 9. Juni 2026 – Regen und Arbeit

Mittwoch, 10. Juni 2026 um 5:35

Sehr zerhackte Nacht, mit gefühlt mehr Halbschlaf und Aufwachen als richtigem Schlaf – aber ich litt nicht. Und dass ich einmal Regenprasseln ans Fenster hörte, freute mich richtig.

Erster Einsatz des neuen Rocks (zu dunkel blau für ein gutes Foto).

In die Arbeit ging ich nach diesem Wetterwechsel in Jacke und unterm Schirm, doch es regnete nicht so heftig, dass ich danach meine Ersatzsocken (ich lerne!) gebraucht hätte.

Ziemlich emsiges Losarbeiten, mehr Querschüsse als förderlich.

Dennoch schaffte ich es locker auf einen Mittagscappuccino ins Westend, Timing auf eine Regenpause abgestimmt – und zwar perfekt, kurz nach meiner Rückkehr ins Büro ging ein Wolkenbruch nieder.

Der verblichene Blumenladen Las Flores am Heimeranplatz wird entkernt.

Zu Mittag gab es Gurke, Aprikosen (überraschen gut) und zwei Scheiben Finnenbrot vom Rischart. Das war eine zu viel, aber die Gier war stärker als die Sättigung.

Der Arbeitsnachmittag wurde ausgesprochen anstrengend, ich musste einiges auf Mittwoch verschieben.

Unterlagen ausgedruckt, mit bunten Stiften und Arbeits-Laptop eingesteckt: Ein Arzttermin am Nachmittag macht es Mittwoch ratsam, von daheim zu arbeiten – bis Aufbruch Arzttermin eh bloß bis Mittag, zum Glück, denn wenn mir nur ein kleiner Laptop-Bildschirm zur Verfügung steht, werde ich selbst mit Ausdruck-Hilfe sehr schnell wahnsinnig. Und den höhenverstellbaren Schreibtisch vermisste ich bereits beim Einpacken, derzeit wieder gesteigertes Unwohlsein um den Hüftgürtel (innen, außen, alles untenrum).

Heimweg im Trockenen über ein paar Besorgungen unterm Stachus. Daheim eine Runde Gymnastik, Pilates bei Gabi Fastner, auf die ich mich den ganzen Tag SO gefreut hatte – und die auch ungeheuer wohl tat.

Zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell die Ernteanteil-Mairübchen mit Kartoffeln aus selber Quelle zu einer Suppe verarbeitet, darüber geröstete Brotwürfel. Dann noch Käse. Nachtisch sehr viele Erdbeeren, etwas Schokolade.

Früh ins Bett zum Lesen.

§

Bislang wusste ich nur, dass meine polnische Oma (als Zwangsarbeiterin nach Nazi-Deutschland verschleppt) staatenlos war und meine in Deutschland geborene Mutter dadurch bis zur Eheschließung mit einem Spanier (-> spanische Staatsangehörigkeit) ebenfalls. Dorin Popa hat eine Generation später als Sohn von politischen Flüchtlingen rumänischer Herkunft ebenfalls Kenntnisse aus erster Hand über Staatenlosigkeit und schreibt sie auf:
“Staatenlos? Ein paar ungeordnete Gedanken und persönliche Erfahrungen dazu”.

Jetzt möchte ich meine Mutter doch mal nach Details fragen, wie das bei ihr eigentlich konkret aussah. (Sie ist gerade verreist, die Frage wird bis zu ihrer Rückkehr warten müssen. Aber da sie hier mitliest, kann sie sich ja schonmal Gedanken machen – BUSSI!)

§

Ist es “KI” oder einfach ein Algorithmus? Hier in einer Mastodon-Konversation schön nachvollziehbar unterschieden.

die Kaltmamsell

Comments are closed.