Journal Donnerstag, 30. Juli 2026 – Erneute Brutalhitze

Freitag, 31. Juli 2026 um 6:15

Ach meia: Ich fühle mich so gestresst und unter Druck, dass ich die nächsten Wochen mit eigentlich hocherfreulichen Unternehmungen einfach nur hinter mich bringen möchte. Auf Brighton freue ich mich schon, habe immer öfter Bilder von Strand, Ort, Wohnung vor Augen. Aber Pläne schmiede ich so richtig für die drei freien Tage nach Rückkehr, für die ersten Arbeitstage nach Urlaub, für die folgenden Wochenenden. Und bin bei diesen Gedanken bis ins Mark erschöpft. Hin und wieder blitzt die Sorge um die Reise nach Brighton durch, Züge fallen ja auch mal kurzfristig einfach aus. Ab Ankunft Brighton stürzt mein Sorgenlevel steil: Infos zur Ferienwohnung sind eingetroffen, unterscheiden sich nicht von denen vor einem Jahr. Wettervorhersage für Brighton: Eher Sonne, Höchsttemperaturen zwischen 23 und 25 Grad, liest sich perfekt.

Balkonkaffee im Nachthemd.

Gestern Morgen (noch brachten die geöffneten Fenster und Türen Morgenkühle) weitere Handgriffe Urlaubsvorbereitung, Kleidungsauswahl nach den Kriterien Wetter (HEISS!), Packplänen, Style-Bedürfnis.

Beim Verlassen des Hauses: Die Herren Bauarbeiter hatten tatsächlich am Vorabend noch ihre Bauarbeit abgeschlossen, sogar Maschinen und Werkzeug waren weggeschafft.

Schon auf dem Marsch in die Arbeit war es unter wolkenlosem Himmel heiß. Keine Mauersegler mehr.

Aufgabenabarbeitung am Schreibtisch bei großer Schlappheit und fast migränigem Kopf. Aber die Aufmerksamkeit reichte, um das wohltemperierte Büro zu genießen.

Mittags ging ich trotz Wissen um die Hitze raus auf einen Marsch um die Blöcke. Mit Nutzen zweier kühler U-Bahnhöfe und Schattensuchen dann doch erträglich.

Mittagessen eingeweichtes Muesli mit Joghurt, Pfirsiche (überraschend gut, ich hatte ihrer Knallhärte misstraut). Noch während ich aß, setzte ein per E-Mail, MS Teams und Telefon ein Querschuss-Gewitter ein, das mich eine Weile beschäftigte. Außerdem bereitete ich das Team auf meine Abwesenheit ohne Vertretung vor, so gut es halt ging.

Nachmittags mal wieder deutliche LWS-Ungemütlichkeit, die mich zu häufigem Wechsel zwischen Arbeit im Stehen und im Sitzen brachte. Die Aussicht auf viele, viele Stunden Reise im Sitzen am Samstag beklemmend.

Telefonat mit Bruder. Er musste seine so lange ersehnte und geplante Radtour nach Spanien ja leider wegen Erkrankung nach einer Woche abbrechen, klang auch eine knappe Woche später nicht wirklich gesund. Was für ein Pech!

Heim musste ich ja auch noch. Für die Hitze um diese Zeit passte die Bezeichnungn sengend (ca. 36 Grad, keine Wolke am Himmel, windstill), ich ging langsam und nutzte wieder zwei U-Bahnhöfe als kühle Unterführungen.

Fertig!

Dennoch kam ich völlig erledigt zu Hause an. Wie geplant tat ich Haushaltliches (Wäsche abnehmen, Wäsche aufhängen = die letzte Maschine Helles), wobei mir trotz angenehm kühler Wohnung schnell klar wurde, dass ich weder Yoga noch Pilates hinkriegen würde. Also weiter geräumt und vorbereitet.

Challenge für Donnerstag und Freitag: Ernteanteil wegessen. Dieser machte es uns aber einfach, unter anderem weil ohne Blattsalat (wir hatten die ersten Tomaten statt der Aubergine): Gestern servierte Herr Kaltmamsell Zucchini-Sellerie-Salat mit Feta, außerdem den größten Teil der Tomaten. (Am Freitag nehme ich Kohlrabi und Gurke als Brotzeit in die Arbeit, abends gibt es ein Kohlrabi-Fenchel-Gericht sowie restliche Tomaten und Gurke.) Der Zucchini-Sellerie-Salat schmeckte sehr gut, die gelben Tomaten waren sensationell aromatisch. Nachtisch Eiscreme-Rest und Schokolade.

In der 20-Uhr-Tagesschau waren ein Themenschwerpunkt die aktuellen Waldbrände, Korrespondentenberichte aus Frankreich, Spanien, Türkei, Griechenland.

Früh ins Bett zum Lesen.

§

Sehr viel 1980er-Nostalgie geht an mir vorbei, weil das nicht meine 1980er waren. (Dabei verstehe ich nichtmal, warum ein Rückblick auf meine und die Erinnerung daran mich so tief traurig machen, siehe meine Reaktion auf den Film Call Me by Your Name von 2017).

Definitv meine 1980er war das Mega-Konzert Live Aid im Juli 1985, deshalb freute mich die Foto-Show von Gofugyourself (bis zu der mir nicht bewusst war, wie sehr Vokuhila die Herrenhaarmode dominierte).

die Kaltmamsell

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