Journal Dienstag, 27. Oktober 2026 – Volle Kanne Oktoberleuchten

Mittwoch, 28. Oktober 2026 um 6:11

Es befremdet und besorgt mich, dass ich erneut die größten LWS-Beschwerden beim Aufstehen nach dem Schlafen habe. Ich liege nachts (schmerzfrei) mit orthopädisch empfohlender Haltung und besonders rückenfreundlichem Kopfkissen auf einer exzellenten Matratze – und komme beim Aufstehen schier nicht in die Senkrechte vor lauter (muskulärem) Kreuzweh.

Es war ein milder Tag angekündigt, ich gestand mir leichtere Kleidung zu. Das erwies sich als gute Entscheidung.

Der Marsch in die Arbeit noch unter bedecktem Himmel, aber schon jetzt leuchtete der Oktober nochmal volle Pulle.

Das Oktoberfest wird weiter zusammengeklappt.

Im Büro erstmal Wirbeln, neue Technik hatte neue Probleme mitgebracht, ich reichte Work-arounds herum.

Das Wetter wurde immer schöner und wärmer, auf dem Rückweg von meinem Mittagscappuccino legte ich bereits den Schal ab und öffnete meinen Janker.

Wegen einer Besprechung um die Mittagszeit verschob sich meine Mittagsbrotzeit. Als Einstieg war eine Avocado vorgesehen, doch auch nach zehn Tagen Reifezeit im Obstkorb bedeutete die Druckreife nicht etwa innere Cremigkeit: Sie war gummig geworden und schmeckte bitter – das konnte ich nicht essen (wenn ICH mal Lebensmittel wegwerfe!). Also gab es nur Apfel und Skyjolei.

Geordneter Arbeitsnachmittag mit gekipptem Fenster in die milde Luft draußen. Überraschenderweise bekam ich nochmal bohrenden Hunger, die Mischnüsse und Trockenpflaumen aus der Büroschublade mussten herhalten.

Heimweg mit einem Schlenker über den Stachus: Mal wieder Automatenfotos (nur einer von den beiden Automaten funktionierte) für mein Projekt. Seit 21 Jahren mache ich das schon; geben Sie mir nochmal 29 Jahre und einen Verlag, der daraus ein Buch macht – und dann bin ich vielleicht reif für eine Strecke im SZ-Magazin.
Wenn es das Magazin dann noch gibt.
(Zumal dieses Projekt indirekt auch die Technikentwicklung dokumentiert.)

Zu Hause Wäscheaufhängen, eine gute halbe Stunde Pilates (wieder anstrengend, aber diesmal diesseits der Wohltu-Grenze), Brotzeitvorbereitung.

Zum Nachtmahl bereitete Herr Kaltmamsell den überraschenden Spitzkohl aus Ernteanteil zu einem besonders köstlichen Krautstrudel.

Nachtisch Weihnachtssüßigkeiten und Schokolade.

Langes Lesen im Bett. Was man halt so macht, um nicht da zu sein, ohne andere mit Abwesenheit und Ausweichen zu belasten.

die Kaltmamsell

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