Archiv für September 2003

Survey of the day

Donnerstag, 25. September 2003

letzte Zigarette: 2. August 2002
letzte Autofahrt: als Mitfahrerin von Haunstetten nach Augsburg
letzter Kuss: vom Blog-Heinzelmännchen
letzter Weinkrampf: 15. August im Flieger nach London
letztes Buch: Was machen wir jetzt? Doris Dörrie
letzter Film: Pirates of the Caribbean
letztes benutztes Schimpfwort: Mist
letztes Getränk: Krumbach stilles Mineralwasser
letztes Essen: gestern Abend Magenbrot vom Oktoberfest
letzter Anruf: Kollegin Kretschmer
letzte Sendung im TV: Emergency Room
letzte Dusche: heute früh
letzte CD: Soundtrack Remains of the Day
letzter gekaufter Gegenstand: Solariumsmünzen
letztes Mal aufgeregt wegen: einer Kollegin, die heute Morgen ihre Präsentation damit beginnt, sich erst mal selbst klein zu machen („Äh, eigentlich passt das nicht so recht hierher….“)
letzte Enttäuschung: keine Antwort auf SMS an Markus
letzte Worte: “..und viel Glück.”
letzte sexuelle Phantasie: sehr schöner Traum in der Nacht von Donnerstag auf Freitag
letzte merkwürdige Begegnung: mit meinem Entenschrauber, der mir im Gespräch einhändig den Nacken massierte
letztes Mal verliebt: im Juli ungefähr zehn Stunden lang in einen bezaubernden Kollegen mit dunklem Haar und hellen Augen
letztes mal amüsiert: als ich eben am Männerklo vorbei ging, weil daraus eindeutige Schleifgeräusche zu hören waren
letztes Mal umarmt: gestern Abend einen pensionierten Kollegen auf Überraschungsbesuch
letztes Mal getanzt: als mir mein Chef heute Morgen auf seinem neuen Super-PDA vorgeführt hat, dass der auch Musik machen kann
letztes Konzert: schon so lange her, dass ich mich einfach nicht erinnern kann
letztes Website besucht: www.ankegroener.de (Und daher habe ich die Fragen auch…)

Patent aufs Ausschalten

Donnerstag, 25. September 2003

Unter den Europäischen Software-Patenten gibt es viel Neues aus Schilda. Zum Beispiel:
“Um ein Intranet besser gegen Eindringversuche zu wappnen, wird der Schutzwallrechner (firewall) abwechselnd mal von der einen und dann von der anderen Seite physisch abgetrennt. Die Patentinhaberin behauptet, hierdurch werde ein wesentlicher Fortschritt in der Netzwerksicherheit erzielt. Tatsache ist, dass jeder, der diese naheliegende Funktionalität wirklich zum Funktionieren bringen möchte, bei Fraunhofer um Erlaubnis bitten muss.”

(Dank für den Tipp an Andreas H.!)

Krieg ist böse

Mittwoch, 24. September 2003

Aber wer könnte diesem Panzer widerstehen …?

Foddo

Ich muss mir nur noch einreden, dass dieser Panzer gar nicht böse sein kann, weil er schließlich ein Minenräumpanzer ist. Guter Panzer, lieber Panzer!

Die deutsche Jugend entdeckt die Sprache

Mittwoch, 24. September 2003

- „Du hast meine Schultasche rüde angefasst.“
- „Rüde?“
- „Rüde.“
- „’Rüde’ ist cool.“

Hormone

Dienstag, 23. September 2003

Das hier gehört eindeutig zu den merkwürdigsten Liebeserklärungen, die ich je gelesen habe.

Mysterium Oktoberfest

Montag, 22. September 2003

Das mit dem Oktoberfest werde ich meiner Lebtag nicht kapieren. Dieselben coolen Münchner, die beim Stichwort „Fasching“ Ausschlag bekommen, kostümieren sich jedes Jahr in Lederhose und Dirndlartigem, um sich auf die Theresienwiese zu stürzen, wenn sie für drei Wochen das Bierzentrum der Welt ist.

Dort ringen sie um einen Sitzplatz in einem der zahlreichen und allesamt überfüllten Bierzelte und betrinken sich. Auf dem Weg zur nahen Alkoholvergiftung sind diese Menschen bereit, Musik zu ertragen, gegen die sie sonst Umwege einschlagen, wenn sie ihnen auch nur aus Autos entgegen schallt. Und dann ertragen sie diese Musik nicht nur, sie tanzen auch noch dazu! Steigen auf ihre Bänke, bewegen sich rhythmisch, singen mit! Das allerallerallerseltsamste: Niemand scheint das seltsam zu finden!

Am häufigsten höre ich begeisterte Oktoberfest-Geschichten allerdings von Besuchern von außerhalb. Spanier, Engländer, Dänen, Kaiserslauterer berichten alles das gleiche, fast bis in den Wortlaut. Wie sie von ihren Münchner Geschäftspartnern auf das Oktoberfest eingeladen wurden, viel Bier tranken, australischen Touristen beim alkoholisierten Entgleisen zusahen, wie dann ihr eigener Banknachbar ebenso entgleiste, wie sie es fast nicht mehr bis aufs überfüllte Klo und später zurück ins Hotel geschafft hätten, wie am Morgen zwei Drittel der Kollegen nicht zum Frühstück erschienen. Beim Erzählen haben sie alle dieses Leuchten wirklicher Begeisterung in den Augen, lachen sich noch bei der Erinnerung schier scheckig. Ich habe den berechtigten Verdacht, dass sich so manches ausländische Unternehmen nur deshalb einen Geschäftspartner in München sucht, um aufs Oktoberfest eingeladen zu werden. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass ich noch nie erlebt habe, dass eine Einladung zu einem Oktoberfest-Event im Ausland abgelehnt worden wäre?!

Allein schon die enthusiastischen Beschreibungen der Alkoholisierung auf dem Oktoberfest… Ben Elton, britischer stand-up Comedian, hat das in einer seiner frühen Shows schön zusammengefasst: “I couldn’t walk!!! I couldn’t talk!!!!
I couldn’t remember me own name!!!!” Elton empfiehlt darauf hin: “Well, next time throw yourself in front of a bus: same effect, and it lasts FOREVER!!!”

Ich gestehe, dass mein Eindruck davon beeinflusst ist, dass ich direkt in der Einflugschneise zum Oktoberfest wohne. Dadurch komme ich zwar bei entsprechender Windrichtung in den Genuss aller Wohlgerüche des Oktoberfests, also Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, Bratwurst, Steckerlfisch. Aber ich sehe halt auch die Oktoberfest-Besucher in Scharen vorbeiziehen. Auf dem Hinweg ein netter Anblick, auf ihrem Heimweg eher gewöhnungsbedürftig. Gerade wenn sie, wie vergangenes Jahr, ihre gute Laune an meinem Auto auslassen. Das hieß konkret: ein zertretener Scheinwerfer, zwei zerstochene Reifen.
Wir haben sehr gelacht.

Schönes Bild

Sonntag, 21. September 2003

Clooney2 (38k image)

In dem neuen Zuhause sollte gleich mal ein schönes Bild hängen. (via International Movie Database)