Samstagslektüre

Samstag, 14. April 2012 um 8:58

Vielleicht geht es Ihnen ja wie mir und Ihre Tageszeitung blieb heute aus (die ohnehin die ganze vergangene Woche so spät geliefert wurde, dass Sie sie einmal nicht vor dem Abmarsch in die Arbeit erwischten). Hier ein wenig Lesestoff:

“Getting the News”: Interview mit Danah Boyd über heutige Nachrichtenkanäle und darüber, wie junge Leute Nachrichten erfahren. U.a. interessant weil:

Why do you go to Fox News first?
Because it’s most likely to be as different from my personal opinion as possible. Because I’m like: “What the fuck, America?” We’re not going to agree on anything, so I want to hear what that frame is.
(…)
General news is not relevant to young people because they don’t have context. It’s a lot of abstract storytelling and arguing among adults that makes no sense. So most young people end up consuming celebrity news.

via @lyssaslounge

§

In Arizona wird jetzt der Beginn der Schwangerschaft zwei Wochen vor der Empfängnis angesetzt.

via @antjeschrupp

(Sie kennen den Schwangerschaftswitz mit der Pointe “Mir zittern jetzt noch die Knie”? Aus und vorbei.)

Und überhaupt:

§

«Jetzt schauen wir mal, wie weit das trägt» – die Schweizer Tageswoche interviewt Christoph Lauer, Piraten-Abgeordneter in Berlin. Mit konstruktiven, neugierigen Fragen. (via @sixtus)

Ich habe ohnehin den Eindruck, dass die Berichterstattung im Ausland nützlicher über die deutsche Piratenpartei informiert als das Gehacke in Deutschland. Weiteres Beispiel im britischen Guardian: “The Pirate party rises as German politics is all at sea“.

§

Womit Sie auch gleich mal miterlebt haben, wie meine eigene Nachrichtenaufnahme funktioniert: Morgens gehe ich als erstes meine Twitter-Timeline der Nacht durch und folge interessanten Links. Wochentags höre ich dabei Deutschlandradio Kultur mit weiteren Nachrichten. Danach lese ich auf dem Weg in die Arbeit den Mantel der Süddeutschen Zeitung. Am Wochenende wird es eher Samstagnachmittag, bis ich die Papierzeitung lese. (Mal sehen, ob ich sie heute überhaupt bis Nachmittag bekomme.) Sitze ich an einem Gerät mit Internetzugange, folge ich zusätzlich den ganzen Tag über Links auf Twitter oder über meinen Feedreader in Blogs zu Nachrichten.

die Kaltmamsell

1 mal Beifall zu “Samstagslektüre”

  1. Novemberregen meint:

    In Bezug auf die Fristenlösung bei Schwangerschaftsabbrüchen richtet sich das StGB bei uns tatsächlich nach dem Zeitpunkt der Empfängnis. Für die Berechnung sämtlicher anderer offiziellen und medizinischen Werte gilt aber auch hier der 1. Tag der letzten Regeblutung, also ca. 2 Wochen vorher. Ganz so absurd sollte uns diese Berechnungsweise also gar nicht vorkommen, allerdings wäre es natürlich nur logisch, die Gesetzgebung dann entsprechend an die neue Berechnung anzupassen (in Arizona jetzt).

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