Mode marginal – Spanien 2007

Mittwoch, 27. Juni 2007 um 14:25

Gestern erkannte ich auf dem Flughafen Düsseldorf die Dame hinter mir in der Schlange sofort als Spanierin – nur an ihren Strumpfhosen. Im kühlen Madrid war mir Ende Mai nämlich schnell der modische Trend der Saison aufgefallen: blickdichte Feinstrumpfhosen, die aussahen wie gehäkelt. Sie erinnerten mich sofort an die von spanischen Tanten gehäkelten Baumwollkniestrümpfe, die ich als kleines Mädchen zu feierlichen Anlässen tragen musste (sehr unangenehm: Baumwolle ist nicht elastisch, deswegen war in die Bündchen Gummiband eingearbeitet, das in meine strammen Waden ziemlich einschnitt). Erst nach diesen topaktuellen Strumpfhosen sah ich in den Händen der Dame am Flughafen einen spanischen Pass.

Habe mir aus Spanien gleich mal zwei Paar Strumpfhosen und ein Paar Strümpfe in diesem Design mitgebracht. Hier ein Beispiel von Wolford (sieht an weniger dünnen Beinen besser aus):

haekelstrumpfhose.jpg

die Kaltmamsell

14 Kommentare zu „Mode marginal – Spanien 2007“

  1. JuliaGulia meint:

    Toll! Baumwollstrumpfhosen sind einfach der Knaller. Und da hierzulande die Temperaturen auch großen Schwankungen unterliegen, habe ich meine auch schon wieder ausgepackt. Liegt an meiner Eitelkeit: seit meinem letzten Radausflug habe ich einen üblen blauen Flecken an der linken Wade. Auf Röcke will ich nicht verzichten. Ich kann einfach keine Rücksicht auf die Außentemperatur nehmen. Dann lieber das übel einschneidenen Gummiband an der Hüfte :-) Ich kaufe immer die falsche Größe, wie machen die anderen das nur? Fragt sich Julia.

  2. pepa meint:

    Beim Anblick dieses Fotos hat mein Notarzthirn gerade automatisch auf Alarmmodus geschaltet:
    Es sieht aus, als wäre da eine Anorektikerin vor ihrem Klinikzimmer kollabiert.

    Diese Strumpfhosen sehen an weniger dünnen Beinen sicher nicht nur besser, sondern erstmals überhaupt gut aus. Mein Gott, was für im wahrsten Sinne des Wortes kranke Ideale uns doch verkauft werden sollen.

  3. Isabo meint:

    Hier gibt’s auch schöne Strumpfhosen, passen zu jeder Beinform. (via Jens.)

  4. croco meint:

    Dass Sie Wolford tragen, hätte ich mir denken können.
    Sie sehen übrigens auch gut aus an etwas kräftigen Beinen. Diese Strumpfhosen, und die Bodys übrigens auch, sind immer ein Stückchen länger als die der Konkurrenz. So kann man als große Frau auch aufrecht gehen, ohne dass es pling macht und der Body sich hinten und vorne nach oben rollt, und die Stumpfhose nach unten wandert.
    Ich hab übrigens noch Spitzen-und Häkelstrumpfhosen aus den Achzigern, sowas konnte ich noch nie wegwerfen. Ich werde sie also reaktivieren :-)

  5. fressack meint:

    Ich denke, es liegt an der Perspektive/Brennweite. Ich halte die Dame nicht für einen Hungerhaken; ich finde es sieht putzig aus. Ab Konfektion 42 fände ich es bedenklich…

  6. Hande meint:

    Leider hab ich immer nur schwarze Strumpfhosen. Ich würde so gerne Hautfarbene tragen, die ich bei anderen Frauen so bewundere, aber irgendwie finde ich nie die richtige Farbe: zu hell, zu braun, zu rötlich…Ja, wie machen das die anderen immer?

  7. robson meint:

    Strumpfhosen sind, wie vieles, natürlich Geschmacksache. Also meiner Frau würde ich solche nicht schenken oder sie zum Kauf ermuntern. Allerdings soll das nun wirklich niemanden in seinem Geschmacksempfinden herabsetzen…

    Das Foto ist aber wirklich krass. Brennweite und Perspektive hin oder her. Dass damit der Umsatz an Strümpfen angekurbelt wird, ist schwer vorstellbar. Frauen, die so verhungert aussehen, können nicht positiv ansprechen. Oder besteht die Zielgruppe aus Aliens?

  8. kid37 meint:

    Wunderbare Strümpfe. Hautfarben, übrigens, geht gar nicht. Die von Isa empfohlenen sind hingegen, nun ja, sehr speziell.

  9. kid37 meint:

    Wunderbare Strümpfe da oben. Hautfarben, übrigens, geht gar nicht. Die von Isa empfohlenen sind hingegen, nun ja, sehr speziell.

  10. kid37 meint:

    (Ich seh schon doppelt, ‚tschuldigung.)

  11. gaga meint:

    ich sehe solche aufnahmen offenbar aus einem abstrakteren blickwinkel. mich stört an dem bild überhaupt nichts. vielleicht weil mein innerer abgleich nicht zum realismus sondern eher zum phantastischen tendiert.

    ich denke an die beine einer gottesanbeterin. der spitz zulaufende schuh ist eine schöne scharfe kralle. das ist wichtig. die linie muß dynamisch sein. schließlich könnte sich das zu fressende opfer ja entwinden.

  12. typ.o meint:

    ich kriege beim anfassen von diesen plastikdingern immer eine gänsehaut der unguten sorte, vgl. dem empfinden, das andere leute beim schneiden von styropor mit dem brotmesser haben.

  13. hufi meint:

    Wo bekommt man denn diese Woolfort-Teile. Und was kosten die denn so?

    Styropor-Schneiden. Boaah: fies.

  14. die Kaltmamsell meint:

    Diese Strumphosen gibt’s in Kaufhäusern und in den eigenen Läden des Herstellers (in Regensburg im Weichser Weg 5). Kosten, ahäm, 30 Euro das Paar, halten aber ganz lange.

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