Erziehungsgrusel

Mittwoch, 27. Juni 2007 um 13:20

Ich weiß nicht, welche Eltern mich mehr gruseln: Die, die ihren Kindern ständiges Bravsein abverlangen („Bist du schon wieder böse?“), oder die, die von ihren Kindern konsequentes Revoluzzertum erwarten, und das schon weit vor dem zweiten Geburtstag („meine Tochter lässt sich sowas nicht einfach gefallen!“).

die Kaltmamsell

6 Kommentare zu „Erziehungsgrusel“

  1. rika meint:

    neulich hörte ich in einem laden die bedeutungsschwere drohung: „wenn du jetzt nicht lieb bist, wird die mama aber bös!“
    sowas nennt man dann wohl „verschärfte pädagogik“ !

  2. croco meint:

    Meine Nichte wird gerade so erzogen, dass die das nicht vorhandene Revoluzzertum ihrer Mutter ausleben soll, indem sie sich systematisch ungehörig benimmt. Das geht bis zum Opa-schubsen, der am Stock geht.
    „Meine Tocher soll sich mal wehren können!!!“ Gegen den Opa?
    Kinder können grausam und lästig sein, wenn man sie lässt.

  3. cdv! meint:

    Viele Eltern zeigen damit sehr deutlich ihre Unsicherheit; die Kinder nutzen das konsequent aus. Selbst mit guten Voraussetzungen – habe in meinem ersten Leben mal Erzieher gelernt – komme ich im täglichen Zusammensein mit unserem sechsjährigen Sohn in Situationen, in denen ich mich kaum wiedererkenne. Dann bin ich doch erschrocken. Und möchte es aber doch besser machen.

  4. Susanne meint:

    Schwierige Gratwanderung. Täglich. Praktisch rund um die Uhr.

    (Und jetzt muss ich den restlichen Tag überlegen, in welche Kategorie ich falle. Ich hoffe, irgendwo in die Mitte.)

  5. robson meint:

    Frau Kaltmamsell, was kommt Euch an???

    Eltern sind nicht so oder so! Sicherlich immer wieder mal gruslig in der angedeuteten Weise, dabei wollen aber die wenigsten ein „braves“ Kind oder einen Revoluzzer. Eltern sind einfach immer wieder heftig gebeutelt Warum? Darum:

    http://www.missfits-fanseite.wilmarenz.de/texte/kinder_an_die_wand.htm

    Keine Kinder zu haben oder zu wollen ist eine legitime Alternative…

  6. typ.o meint:

    die zu grunde liegende hauptkrankheit ist die intellektuelle ansprache von z.b. zweijährigen kindern: „du hast doch vorhin gesagt, als ich dich gerfragt habe, als wir zu oma gefahren sind, ob du eis, oder schokolade oder kuchen oder limo möchtest, die du bekommst, wenn du brav bist, daß du schokolade möchtest. jetzt siehst du, daß ich dir keine schokolade geben kann, merk dir das für’s nächste mal!“

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