In der Reihe: Joggingstrecken aus aller Welt

Donnerstag, 23. April 2009 um 18:45

Heute: River Isis

Eigentlich, so hieß es auf der Oxford-Stadtführung, sei das ja die Themse, aber hier nenne man sie halt Isis. Die bin ich heute Morgen ein sonniges Stück enlang gelaufen: Es war wundervoll.

Dass ich das Moorhuhn auf der nebelbefetzten Wiese sofort erkannte und mein Hirn „grouse!“ anzeigte, liegt daran, dass sich eigenartigerweise das Etikett des Whiskeys Famous Grouse in mein Gedächtnis gebrannt hat – ich habe ihn noch nie getrunken.

Ein Erlebnis waren auch die fünf studentischen Ruderteams, denen ich beim Trainieren begegnete. Und deren Trainern ich auswich, denn diese radeln am Ufer parallel zum Boot und geben per Mikro und Headset Anweisungen.

Weitere menschliche Begegnungen: Jogger, Radlerinnen und Spaziergänger, die allesamt freundlich grüßten oder zumindest lächelten, ein Mann auf einem blumengeschmückten Hausboot, der mir sogar zuwinkte. Zu den Viechern am Wegesrand gehörten Pferde, Kohlmeisen und Elstern; letzteren war sehr wahrscheinlich der über die Wege verteilte Müll inklusive zerfetzten Müllbeuteln zu verdanken: Während meines Studienjahres in Wales hatten wir regelmäßig das Problem, dass Elstern die zur Abholung rausgestellten Müllbeutel in Fetzen pickten, um am Leckerlis zu gelangen. Manchmal waren es aber auch die halbwilden Pferde; das Foto, das ich seinerzeit von einem Müll schändenden Gaul gemacht habe, reiche ich nach.

Ich bekam meine erste Nase voll Fliederduft, gleich hinter dem duftenden Schneeball. Der Stechginster war leider zu weit weg, als dass ich ihn hätte riechen können. Biergärten haben sie hier auch, sogar mit blühenden Kastanien, und Bruckerl über Bacherl. Ich werde wohl nochmal herkommen müssen, um Fotos zu machen (und wie war ich bis vor sehr kurzem noch stolz darauf, vor drei Jahren ein Handy ohne Fotofunktion ergattert zu haben…).

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „In der Reihe: Joggingstrecken aus aller Welt“

  1. Petra_S meint:

    Ach, viele Leute zahlen den Psychotherapeuten eine Menge Geld, damit sie von diesen auf eine mentale Reise zur Entspannung geschickt werden.
    Hier gibts das umsonst – sehe alles vor mir und lächle entspannt!


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