Pastorales Rom

Donnerstag, 31. Dezember 2009 um 13:43

Es wäre ja auch seltsam, wenn sieben Jahre Lateinunterricht keine Spuren hinterlassen hätten. Und so sah ich in Rom vor allem den antiken Vorgänger der Stadt. Eine ganz ausgezeichnete Idee des Reisebegleiters war es deshalb, einen Spaziergang auf der Via Appia zu machen. Wir hatten zwar etwas Mühe, mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinaus ans Sebastianstor zu gelangen, da römische Busse keine Fahrpläne haben und wir mal 15, nach dem Umsteigen gut 30 Minuten auf unsere Linie warten mussten. Aber dann war sie da, in goldenem Winterlicht, und beeindruckte uns: die Via Appia. Das alte Straßenpflaster, die Wochenendhäuser (laut unserem Reiseführer mehrheitlich Schwarzbauten aus den 60ern, auch wenn Sie für mich aussahen, als könnte darin Lord Byron abgestiegen sein), Fragmente antiker Gräber, Zypressen und belaubte Bäume, in denen sich grüne Papageien tummelten.

Autos gab es tatsächlich nur wenige, dafür Sportradler, Jogger, Hundegassiführer, Touristen wie uns. Insgesamt war es ruhig wie an einem deutschen Sonntag. Und trotz der Nähe zum römischen Stadtzentrum ausgesprochen pastoral.

die Kaltmamsell

8 Kommentare zu „Pastorales Rom“

  1. Buchfink meint:

    Oh, traumhafte Bilder. Pini di Roma und Schäfchen mit dramatischem Winterhimmerl. Schöner als in Bayern gegenwärtig. Ich wünsche Ihnen 2010 weiterhin viel Durchhaltevermögen.

  2. öcherin meint:

    schön. dieses streiflicht und die beiden bilder. danke!
    sowieso auch mal ein umfassenderes danke: für viele zeilen und gedanken, die mir seit auffinden von kaltmamsell und vorspeisenplatte vor einigen wochen gut taten / mich berührten / anregten / manchmal aus der seele sprachen / zuweilen mit freundlichem fragezeichen auf der stirn hinterließen.
    und immer ein lesegenuss für hirn und herz waren.
    grüße aus bonn.

  3. Nathalie meint:

    Liebe Kaltmamsell,

    können Sie den vorigen Kommentar löschen? Ich habe mich verklickt und im falschen Blog kommentiert! ;-)
    (Bevor Fragen aufkommen – bin noch nüchtern und sitze am PC beim Arbeiten.)

    Nathalie

    P.S. Trotzdem die besten Wünsche für 2010 !!!

  4. die Kaltmamsell meint:

    Vielen Dank zusammen!
    (Kommentar gelöscht, Nathalie – aber den Kommentar mit der Löschbitte lasse ich stehen: Confuse your readers!)

  5. Nathalie meint:

    Danke schön!
    Und einen schönen Abend – wo und wie immer Sie feiern!

  6. walküre meint:

    Sehr geschätzte Frau Kaltmamsell, mögen Ihre Wünsche für das Neue Jahr in Erfüllung gehen !

    btw: Das obere Bild könnte ich stundenlang ansehen – die Farben des Himmels, die Stimmung, die schönen Bäume …

  7. Hiwwelhubber meint:

    … ach wie herrlich, da werden alte Erinnerungen wach!

    Ich hatte, vor etwa 15 Jahren, mal noch einen anderen Weg herausgefunden, den ich hier gerne mitteile. Die Datei vagabundierte über mindestens 4 Generationen neuer Computer und ist formal daher ein wenig verstümmelt, aber noch lesbar (und ich hoffe, die buslinien haben sich nicht geäldert) – Gutes Neues wünscht der HH:

    Ausflug zur Via Apia antica
    Ab der Piazza Porta S. Giovanni (Lateransbasilika) Bus Nr. 650 (f„hrt selten) oder Nr. 57 (braucht l„nger) bis zur Endhaltestelle: Metro Station „Collo Albani“ (oder die Metro benutzen!). Von dort aus Bus Nr. 664. Fahrt zun„chst durch halb offenes Gel„nde, dann an den Stadtteilen Quarto Miglio und Statuario vorbei. Der Bus passiert eine Bahnbrcke. Danach biegt er nach links ab (Kreuzung mit Ampel). Gleich danach ist die Haltestelle (auch zum umsteigen: Linie 214). Zu der Kreuzung zurcklaufen. Rechts liegt die letzte Bar fr die n„chsten beiden Stunden (dort gibt es allerdings keine Buskarten – am besten noch vorher welche besorgen!!!). Geradeaus befindet sich die „Via di Casal Rotonda“. Ca. 1,5 km, mit recht starkem Verkehr, bis zur Via Apia antica. Von dort aus, stadteinw„rts, der allersch”nste Spaziergang unter Pinien und Zypressen und stellenweise ber antikes Pflaster und nur sehr wenig Verkehr, Ca.. 5 km. An der Kreuzung mit der „Via Erode Attico“ ist sogar ein Trinkbrunnen! Ca. 5 km bis zur Abzweigung der „Via Cecilia Metella“, dort gibtr es auch wieder eine Bar. Von nun an erheblich mehr Verkehr. Grabmal der Cecilia Metella, Marxensius-Zirkus und Grabmal des Romulus als letzte H”hepunkte. Eventuell bei der Calixus-Katakombe Richtung „Via di Sette Chiese“ gehen und ab dort den Bus Nr. 218 nehmen. Oder weiter gehen. Die Straáe wird jedoch sehr eng und ist zwischen hohen Mauern eingepfercht, und es ist ein sehr starker Verkehr. Bis zur Kirche „Quo vadis“, kurz danach die Bushaltestelle der Nr. 218 (bis zum Lateran), gegenber ist die letzte Bar (sogar mit Verkauf von Buskarten).
    Nicht vergessen: festes, bequemes Schuhwerk fr die etwa 2 1/2 Stunden Marsch!

  8. ilse aus München meint:

    was für bezaubernde Fotos! das zweite sieht aus wie das originale Kripperl, fehlen nur noch die relevanten Personen!


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