Journal Montag, 9. August 2010

Dienstag, 10. August 2010 um 6:31

Aus gegebenem Anlass: Es ist mir so selbstverständlich, mir Selbsterinnerungen per E-Mail nach Hause zu schicken („Taschentücher fürs Büro!“, „Überweisung an Theater“, „Impfpass checken“) – oder Links zu Webinhalten, die auf dem Arbeitsrechner wegen restriktiver Einstellungen nicht laufen, dass ich mich frage, welche Alternativen andere Menschen nutzen. Früher habe ich mir aus der Arbeit Nachrichten auf den heimischen Anrufbeantworter gesprochen, noch früher mit Kuli Erinnerungen auf den Handrücken geschrieben – tut das etwa jemand noch?

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KRAHAISCH! Zwei meiner Kinolieblinge in einem Posting der Fugly-Damen: Maggie Gyllenhaal und wie-könnte-man-sie-nicht-lieben Emma Thompson.

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Beim Verlassen des Büros gemerkt, dass das ein schöner, sonniger und warmer Tag gewesen ist. Nichts davon mitbekommen.

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Nach einer Runde Gewichteheben zum vorgezogenen Treffen mit meiner Leserunde. Die Meinungen über Elizabeth Stouts Olive Kitteridge waren geteilt: Die meisten, mich eingeschlossen, mochten den Kurzgeschichtenzyklus sehr, vielleicht habe ich noch Lust, mehr darüber zu schreiben. Doch für andere standen die Geschichten zu disparat und gaben kein Ganzes.

Heimweg in lauer Nachtluft.

die Kaltmamsell

20 Kommentare zu „Journal Montag, 9. August 2010“

  1. Michael meint:

    Erinnerungen lege ich auf meinem iPod Touch ab — das hat den Vorteil, ich kann die ToDos nachher gleich abhaken kann.

    Für Links ist E-Mail schon praktischer, nur ist bei mir die Richtung anders herum: wenn ich zuhause etwas arbeitsrelevantes finde, schicke ich das ins Büro.

  2. Nathalie meint:

    Ich schreibe mir diese klassischen 9*9 Notizblock Zettel und steck sie in die Hosentasche. Gehe aber langsam dazu über, mir Mails zu schreiben. :-)

  3. Not quite like Beethoven meint:

    Ich mache es oft genauso (Emails). Zunehmend mache ich mir aber eine Erinnerungsnotiz auf dem Handy, denn das kann mich dann gleich zur rechten Zeit mit der Aufforderung überraschen, dies und jenes zu tun. Ist praktisch.
    Mein Handrücken ist leider schon seit Jahren sauber. Keine Poesie, so eine Handynotiz!

  4. katha meint:

    das mit dem anrufbeantworter mache ich immer noch, aber nur, wenn ich im auto auf der autobahn fahre. sonst: irgendein ringbuch ist immer mit. muss mit sein. gehört zum jobprofil.

  5. mct meint:

    E-mails nach Hause: Ja. Notizen auf Handrücken: auch…. wenn die Notizen / Stichworte unfangreicher sind, wird daraus schon mal ein Handgelenk (Innenseite). Zettel nutzen nichts, ich vergesse die einfach. Mein Opa hingegen hat sich immer Knoten ins Taschentuch gemacht.

  6. kittykoma meint:

    früher habe ich mail an mich selbst geschickt oder den anrufbeantworter besprochen. seit aber kommunikativ alles immer mehr eins wird, funktioniert das nicht mehr.

  7. Eline meint:

    Ich schreib eine Notiz am Handy und schicke sie mir per Email oder, wenn es ganz schnell gehen muss, benutze ich die Sprachmemos.

  8. Buchfink meint:

    Als ich noch arbeitete, habe ich mir auch e-mails geschickt. Jetzt bin ich ganztägig daheim und lege mir Zettelchen unters Tischset.

  9. Jutta meint:

    Sehr geehrte Kaltmamsell, nachdem ich hier schon lange Zeit mitlese, mit großem Vergnügen übrigens, will ich mich endlich mal an die Kommentarfunktion wagen und Ihre Frage von oben beantworten:
    Selbsterinnerungen und sonstige Notizen kommen auf Schmierbladln aller Art und werden zusammengefaltet in einer Hosentasche verstaut. Vordere Hosentaschen haben den Nachteil, dass die Zettel auf der Suche nach Kleingeld oder Hausschlüssel leicht herausfallen. Links per e-Mail an die heimische Adresse. Knoten im Taschentuch: Mist, wozu waren die nochmal gut?

  10. Christian meint:

    Na sicher. Kurze Notizen für mich oder die Liebste gehen per eMail raus. Dinge, die ich am nächsten Tag erledigen muss werden gerne auch mal ein Termin. Das geht alles immer noch am schnellsten.
    Wenn ich mehr Zeit habe dann auch gerne direkt eine Aufgabe in RTM oder eine Notiz in Evernote (das ich erst gerade so langsam entdecke und zu schätzen lerne)

  11. kelef meint:

    e-mails aus dem büro nach hause und umgekehrt war normale alltagspraxis. fallweise kam die arbeit auch schon zu hause an bevor ich da war, oder das ergebnis war lange vor mir im büro: das war definitiv eine unsitte.

    viel früher/heute wieder: kleine zettel ins münzfach der geldbörse. da diese täglich geleert wird um das kleingeld extra sammeln zu können, kann da nix vergessen werden.

    weiters kleine zettel, die dort deponiert werden wo ich die anfallenden aufgaben zu erledigen habe: unter dem briefbeschwerer auf dem schreibtisch oder – für aushäusige angelegenheiten – unter dem aschenbecher auf dem küchentisch.

    ausser für baumarkt etc. aber nie einen einkaufszettel oder ähnliches geschrieben, auswendiglernen als merkübungen deklariert, funktioniert meist sehr gut.

    handrücken etc. habe ich nie beschriftet, das hätte ich vermutlich nicht überlebt in meiner kindheit/jugend, und später brachte ich das dann nicht mehr fertig – obwohl es mich manchmal in den fingern juckte.

  12. die Kaltmamsell meint:

    Bin sehr angetan, dass bereits zweimal der Knoten im Taschentuch aufgetaucht ist.

  13. susanne meint:

    Auch ich schreibe mir Mails. In Momenten jedoch, in denen dies nicht möglich (z.B. in Gesprächen auf dem Flur, in der Stadt, etc.) und partout kein Stift und Fetzen Papier zur Hand ist (oder das Hervorkramen derselben zu störend wäre), dreh ich meine Armbanduhr um, so dass das Ziffernblatt auf der Innenseite des Handgelenks zu sehen ist. Funktioniert im Idealfall so gut wie der Knoten im (auch vorhandenen Stoff-)Taschentuch, ist aber der dezentere Vorgang.
    Natürlich kann – wie bei der Taschentuchmethode – passieren, dass ich den Anlass des Uhrdrehens später nicht mehr weiß oder nur sehr mühsam erinnere. Dafür freue ich mich um so mehr über ebenfalls vorkommende Variante, bei der ich das Zurückdrehen der Uhr vergesse, das Vorgenommene aber längst erledigt habe.

  14. Mlle Différentielle meint:

    Bin total altmodisch: schreibe mir die Sachen auf ein Postit, das in die Agenda geklebt wird. Neben diesem Post-it wohnt noch ein weiteres, darauf ensteht im Laufe der Woche mein Einkaufszettel.

  15. MonikaZH meint:

    Mail an mich selber, von daheim auf die Arbeit und umgedreht, seit vielen Jahren schon. Entdecke gerade – dank funkelnagelneuem IPhone – RTM resp. den mit zuhause synchronisierten Kalender desselben. Knoten ins Taschentuch noch nie, mangels Stofftaschentuch (und auch weil ich mich nie erinnern könnte an was mich derselbe denn nun erinnern sollte). Aber Notizen auf den Handrücken/Handgelenk (ebenfalls Innenseite) damals als Schüler sehr wohl. Zuhause auch – für aushäusige Dinge – Post-it an die Wohnungstür.

    Uhr umdrehen finde ich sehr elegant, würde bei mir aber aus den beim Knoten im Taschentuch bereits genannten Gründen nicht funktionieren.

  16. Sigourney meint:

    Mails (in beide Richtungen), Notizbuch und Treo (Palm). Mit wechselnder Präferenz, im Moment führt das Notizbuch, weil doch immer noch irgendwie schneller, wenn auch uncool. Aber seit ich heute die vollelektronische Kollegin, die wirklich immer das neueste Gadget vom Neuesten hat, dabei ertappt habe, wie sie den Handrücken benutzte, ist das Notizbuch vielleicht doch nicht so old-fashioned.

  17. Alessa meint:

    Auch ich schicke mir e-mails vom Büro nach Hause bzw. von zu Hause ins Büro, je nachdem wo ich etwas erledigen muss. Wenn ich mir mehr als zwei e-mails am Tag nach Hause schicke, bekomme ich allerdings ein schlechtes Gewissen, weil mein Kopf wohl nicht so ganz bei der Arbeit ist – aber zum Ausgleich kommt es auch hin und wieder vor, dass mir während des Einschlafens ein wichtiger Einfall in den Kopf und ich daraufhin aus dem Bett schieße, um nochmal den PC hochzufahren und mir eine Erinnerung per e-mail ins Büro zu schicken.

    Wenn ich unterwegs bin, speichere ich mir eine Notiz im Handy (leider noch ganz altmodisch einzutippen wie eine SMS). Außerdem bekam ich zu meinem letzten Geburtstag ein schmales, hübsches Notizbuch mit Klettverschluss von paperblanks geschenkt, das ich nutze, um unterwegs – z.B. während der Mittagspause im Cafe – Notizen, Gedanken, Einkaufslisten, Formulierungen für Schriftstücke, Reden o.ä. festzuhalten. Am Wochenende schaue ich mir die Einträge der Woche dann durch, streiche was erledigt ist bzw. kümmere mich (auch nicht immer) um den Rest.

  18. die Kaltmamsell meint:

    Ich bin erstaunt, liebe Damen und Herren, wie häufig Notizbücher für Erinnerungen verwendet werden. Sie scheinen alle zu schaffen nicht zu vergessen, regelmäßig hineinzuschauen.

  19. vered meint:

    Da ich fähig bin, Notizzettel zu verlieren/verlegen, tippe ich Stichwörter ins Handy (Kalenderfunktion) ein. Dann piept es plötzlich “Wasseruhr ablesen”. “Susanne Geburtstag” “do 12 Uhr Zahnarzt”.Vorteil: NIchts wird vergessen.. Nachteil: Gelegentlich piept “es” zur Unzeit, mitten in einem Vortrag z.B.
    Für den Einkauf habe ich einen grossen Zettel am Kühlschrank hängen, da notiere ich laufend, was ich brauche, und vor dem Kauf gruppiere ich alles nach der Ordnung im Supermarkt: Gemüse/Früchte – Milchwaren – zum Putzen etc. Das ermöglicht mir, meine Runde,rasch zu drehen. Den Zettel habe ich nur selten noch nötig.

  20. zonebattler meint:

    Ich schreibe mir weder Mails vom Büro nach Hause noch vice versa. Aber ich habe hier wie da einen (10 Jahre alten) Palm-Desktop installiert, der mir einen wunderbaren Überblick liefert über Termine, Adressen, Geburtstage und Aufgaben, von verschlüsselt gesicherten PINs und TANs nicht zu reden. Eingaben und Änderungen erfolgen überwiegend am privaten oder am Büro-PC. Zwischen beiden Desktops trage ich als mobiles Synchronisationsmedium meinen nicht minder antiken Palm-PDA hin und her, siehe

    http://www.klein-aber-fein.de/palm/

    der mich überdies während der Zugfahrt mit täglich aktualisierter Offline-Lektüre versorgt. Nicht in Farbe, aber dafür auch im grellen Sonnenlichte ablesbar. Weitere Anwendungen wie Fahrplan, Einkaufsliste, Kontoführung, Arbeitszeitnachweis und Datenbank (Impfpaß, E-Nummern-Liste etc.) sind jederzeit zur Hand (und für mich unentbehrlich). Alles nicht in bunt und flashig, aber in simpel und höchst funktional…

    Der baugleiche Handheld meiner besseren Hälfte gleicht sich via Infrarot (gemächlich, aber zuverlässig) mit dem meinen ab und hält gemeinsame Termine, Adressen etc. synchron und auf dem jeweils aktuellen Stand. In der Schublade schlummern eine Handvoll billig erschnappte Reservegeräte für den Fall der Fälle.

    Vergessen habe auf diese Weise ich seit Jahren nichts mehr Relevantes, was freilich nicht immer von Vorteil war…

    Das alles könnte so weitergehen bis zum St. Nimmerleinstag, wenn nicht, ja wenn nicht der Palm-Kalender am 31.13.2031 am Anschlag angelangt wäre. Dann müssen wir uns wohl oder übel nach Alternativen umsehen!

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