Journal Samstag, 21. August 2010

Sonntag, 22. August 2010 um 10:03

Wir ließen ein regnerisches und kühles England zurück. Die Busfahrt von Brighton nach Heathrow bescherte uns die Bekanntschaft mit einem alten Busfahrer, der ganz offensichtlich noch nie etwas von der sprichwörtlichen britischen Freundlichkeit gehört hatte. Er wirkte keineswegs böse, doch diese Art Ruppigkeit, hinter der sich eigentlich Fürsorge verbirgt, kannte ich bislang als typisch bayrisch.

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Ein letztes englisches Sandwich auf dem Flughafen, Pimm’s und Parfum im Auftrag meiner Mutter besorgt.

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Am Nachmittag trafen wir in einem sommerlichen München ein. Nach dem großem Auspacken, Aufräumen und dem Start der ersten Maschine Wäsche überkam mich die große Leere: Was wollte ich jetzt machen? Buch lesen? Ich hatte aber an diesem Tag schon ein Buch zu Ende (Nick Hornby) und ein weiteres ganz weggelesen (Ana Maria Matute, Nachts weinen die Soldaten – na ja). Auf Internetlesen hatte ich keine Lust. Der Mitbewohner bot Spaziergang an. Ich horchte in mich: Nein, nicht attraktiv. Schreiben – ja darauf hatte ich Lust, Schreiben und Alkohol. Also einen Highball mit totem Ginger Ale (Flasche seit einer Woche offen im Kühlschrank) eingeschenkt und über Nick Hornbys Complete Polysyllabic Spree geschrieben. Nachzulesen beim Common Reader.

die Kaltmamsell

3 Kommentare zu „Journal Samstag, 21. August 2010“

  1. Hande meint:

    Und wie wird der Geburtstag gefeiert? Hoffentlich ist ein guter Wein dabei.
    Herzliche Glückwünsche aus Rom, liebe Frau Kaltmamsell! Wir sehen uns ja bald.

  2. barbara meint:

    Frei nach Friedrich Torberg – „Mehr kann ma a Woche nimma ausnutzen“.
    Wunderbares Tagebuch, danke auch.

  3. Tanja meint:

    Auch aus Bern: Herzlichen Glückwunsch zum Tag und alles Gute zum neuen Lebensjahr. Schreiben und trinken ist doch schön.

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