Tag 3 – Dein Lieblingsbuch

Montag, 4. Oktober 2010 um 10:16

Weil ich eine Zeit lang immer wieder nach meinen Lieblingsbuch gefragt wurde, habe ich mich der Einfachheit halber darauf verlegt, Friedrich Torbergs Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands in Anekdoten zu nennen – weil ich es sehr gerne mag, es mich und meine Einstellung zu einer ganzen Epoche geprägt hat, ich es immer wieder lese und es mir sehr am Herzen liegt. Hier habe ich mehr dazu geschrieben. Aber: Fragt man Musikinteressierte nach ihrem Lieblingslied/-stück? Wenn, dann sicher unter dem Vorbehalt des Augenblicks.
Was also ist mein Lieblingsbuch des bisherigen Jahres?

Michael Chabon, The Yiddish Policemen’s Union. Hier habe ich darüber geschrieben. Weil es so besonders ist, eine originelle Grundidee sauber und variantenreich durcherzählt und weil mir die Bilder aus dem Roman immer noch und sehr intensiv nachhängen.

Zur gesamten Fragenliste.

die Kaltmamsell

5 Kommentare zu “Tag 3 – Dein Lieblingsbuch”

  1. Anikó meint:

    Liegt noch hier rum und will gelesen werden, aber wahrscheinlich erst nach der Unendlichen Geschichte, die als nächstes mal wieder in Angriff genommen wird. Aber ja, das Problem mit dem einen Lieblingsbuch kenne ich …

  2. Kommentator meint:

    Darf ich hier (nochmal) auf meinen Liebling aus den aktuellen alternativen Weltentwürfen in englischer Sprache hinweisen?
    Gemeint ist Jasper Fforde, Waliser; ich lese ihn inzwischen nur noch auf Englisch, die deutschen Übersetzungen dauern zu lange und werden dem Autoren auch nur größtenteils (immerhin) gerecht. England wurde von den Nazis besetzt und wieder befreit – der Rest der „Thursday Next“- Trilogie (im Geiste von Douglas Adams auf vier Teile angewachsen) ist Krimi, Sciene Fiction und Gesellschaftskritik – mit einem kräftigen Anteil Austen, Shakespeare & Co.
    Die von Thursday Next unabhängige, hervorragende und verstörende Dystopie „Shades of grey“ wartet auf die Fortsetzung. Ich auch.
    („Nursery Crimes“ sind lesenswert, aber ungeachtet der Publikationsdaten der chronologische Ursprung seines Schaffens – man merkt, dass Herr Fforde sich steigert.)

  3. die Kaltmamsell meint:

    Ich gestehe, Kommentator, dass ich aus der Thursday-Next-Reihe nur The Eyre Affair mochte – die nächsten beiden Bände wurden mir zu abgedreht.

  4. Frau Brüllen meint:

    Ha! Das passt ja. Endlich ist mein Mann, der sich aus dem Amazonpaket seinerzeit zuerst bedient hat, fertig damit. (die Affäre Jane Eyre habe ich im Krankenhaus unter Einfluss vieler Schmerzmittel gelesen, und mit diesen Erinnerungen irgendwie keine Lust auf die anderen Bände).
    (Was ich immer schon mal loswerden wollte: ich bin bisher noch mit keinem Buchtip von hier auf die Nase gefallen. Danke dafür, mir wären wohl viele echt gute Bücher sonst entgangen.)

  5. fille meint:

    Letztlich bin ich auf eine Trilogie über Dschingis khan von Conn Igguden gestossen (Bones in the hill, Lord of the Bow, Wolf in the plains, aber das ist nicht die richtige Reihenfolge).

    Das war sehr spannend zu lesen, manchmal etwas grausam, und auch historisch, hoffe ich ziemlich gut recherchiert.

    Das waren meine Lieblingsbücher des letzten Jahres.

    Im Jahr davor war es „Melnitz“ von Charles Lewinsky, eine Familiensaga über eine jüdische Familie in der Schweiz, 1870-1950 (es wird immer wieder gesprungen).

    Faszinierend an dem buch ist, dass Charles Lewinsky selbst in Zürich jüdisch-orthodox aufgewachsen ist und wohl ziemlich viel über seine eigene Familiengeschichte schreibt. Ausserdem ist es eine der besten Beschreibungen der Schweizer und der Schweizer Mentalität, die ich je gelesen haben. Charles Lewinsky hat mit einer Historikerin zusammengearbeitet und ich glaube, es stimmen so ziemlich alle Details. Ich habe auch den leichten Verdacht, dass er Ereignisse (Skandale!!!) aus seiner eigenen Jugend (50er-60er) genommen hat und etwas weiter in die Vergangenheit zurückversetzt hat.

    Und das Buch ist so spannend geschrieben, dass ich es in kaum zwei Tagen gelesen habe.

    …und davor: „Der Taubenzüchter von Bagdad“ von Eli Amir. Beschreibt sehr farbenfroh jüdisches Leben in BAgdad kurz vor der Vertreibung in den 50er Jahren…

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