Journal Mittwoch, 1. Februar 2012 – Start

Donnerstag, 2. Februar 2012 um 6:22

Ich könnte ja mal wieder, dachte ich mir seit einiger Zeit. Tagebuchbloggen nämlich. Ein paar Freunde hat das ja, und die freuen sich. Die gelangweilten Augenroller waren bislang immer zu höflich sich zu beschweren (sehr freundlich, danke!). Kurz davor dachte ich wiederum: Nee, nicht im Februar, da passiert vor allem Berufliches, und das hat hier nichts zu suchen. Jetzt bin ich so weit, dass ich denke: Ja mei, dann wird’s halt kryptisch.

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Projektleiterinnenfantasie: „Im Anhang finden Sie die finale Fassung. Ab sofort werde ich bei jedem Änderungswunsch in Tränen ausbrechen.“ Tatsächlich geschrieben habe ich natürlich nur den ersten Satz.
Seit Tagen platzt mir fast der Kopf, ohne dass es sich um Kopfweh im eigentlichen Sinn handelt, und eine Stirnhöhlenentzündung hätte doch längst ausbrechen müssen.
Kollegin am Mittagstisch: „Aber wenn das alles vorbei ist, dann lachst du schon mal wieder, oder?“

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Mein Lacher des Tages, aus Gründen. Aus sehr guten Gründen:

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via @luebue

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Eigentlich hatte ich Theaterkarten. Aber auch die dritte Vorstellung meines Kammerspielabos dieser Saison ließ ich wegen bodenloser Hirnerschöpfung ausfallen. Dann sind die Abokosten halt Kultursubvention. Statt dessen ein gutes Stündchen auf den Crosstrainer im FitnessAbnehmstudio – wie meistens klappte es, dass mein Hirn nach etwa 50 Minuten bei einem gelassenen „Tirili“ landete.

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Draußen ist es jetzt doch noch so richtig winterkalt.

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Der Mitbewohner empfing mich mit einem Abendessen aus Chicoree (aus der Regional-Gemüsekiste) mit Ziegenfrischkäsedip, Apfel-Karotten-Salat (Gemüsekiste), Lauch-Champignon-Risotto (Gemü…), Orangen-Polentakeksen. Durchwegs köstlich.

die Kaltmamsell

8 Kommentare zu „Journal Mittwoch, 1. Februar 2012 – Start“

  1. adelhaid meint:

    gut gewählt. journalbloggen im kürzesten monat.

  2. lihabiboun meint:

    Liebe Frau Kaltmamsell, Sie sind ja durchaus sprachgewandt und wörterfindig …. lesen gerne und pflegen einen schönen Schreibstil. Geht Ihnen das Wort “final” eigentlich nicht gegen den Strich? Für mich klingt da IMMER der “Rettungssschuß” mit und außerdem gibt es das absolut perfekte deutsche Wort endgültig dafür …. ICH verstehe das nicht. Herzlich der Wortklauber

  3. die Kaltmamsell meint:

    Ich fürche, lihabiboun, das ist nicht das einzige Stück Branchensprache, das sich eingebrannt hat (vor allem, weil jeder der Ansprechpartner weiß, was gemeint ist): Ich verwende inzwischen “kommunizieren” als monotransitives Verb (also “etwas kommunizieren”), sage “cyan” statt “blau”.
    In diesem Fall sollte “final” aber durchaus stärker sein als “endgültig” oder “End-“; “terminal” hat es ja leider noch nicht ins Deutsche geschafft.

  4. Kommentator meint:

    Danke für das Video zu QR-Codes – “think”, viel zu oft eine Herausforderung für die Anzugaffen und Vortänzer dieser Welt (sorry, ich bin nicht nett, ich überlasse Ihnen, ob Sie das so stehenlassen).

    Ich habe beim Lesen Ihr “final” auch als “terminal” in der angelsächsischen Deutung gelesen und verstanden. “Deadline”, *hurrr*, das ist so gemeint, wie es vereinbart wurde – esst es oder sterbt, ihr… siehe oben.

  5. maz meint:

    Ich muss auch öfter als es mir lieb ist die Abokarten eines gar nicht so schlechten (um nicht zu sagen großartigsten!)Schauspielhauses im Ruhrgebiet (als großkotziger Möchtegernunternehmer, als Parvenü hat man sofort vier Karten und auch noch ganz vorne -was ganz subtil (!) auf die Höhe des Preises deuten soll) an Freunde und Mitarbeiter verschenken. Kündigen kommt aber nicht in die Tüte, weil dieser Luxus mir der allerschönste ist (zwei, drei Aufführungen in der Saison mit der besten Ehefrau der Welt und einem uns genehmen zwangskulturisierten Paar, etwas besseres gibts nicht).
    Besonders unangenehm ist es mir aber, wenn ich die Sache vermassele und die Plätze leerbleiben (kam über die Jahre zum Glück nur zwei, drei Mal vor).

  6. Modeste meint:

    Die Gemüsekiste, das ist etwas Großartiges. Bei uns heute Resteessen, weil morgen die neue Kiste kommt: Avocado zum Frühstück, mehrere, sehr unterschiedliche Apfelsorten über den Tag verteilt und abends Fenchel, Gemüsezwiebeln und Birnen.

  7. lihabiboun meint:

    Ooooooh, beste Kaltmamsell der Welt, lassen Sie uns bitte nicht über Farben diskutieren – “blau” – wie allgemein ist das denn! Sprechen wir über ultramarin? oder preussich? über azur oder cyan? Bin da professionell belastet …. Sehr herzlich

  8. typ.o meint:

    danke für das qrcode-video. made my day.

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