Auszeitjournal Mittwoch, 17. Oktober 2012 – Filmchen und Ringel

Donnerstag, 18. Oktober 2012 um 8:23

Nur eine Stunde Morgensport (Intervalltraining), weil mein Kreislauf wackelte.

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Es ist da! Das Buch von Johnny und Tanja über das Internet und Kinder (ein bisschen habe ich die Entstehung mitbekommen). Und egal, was dabei rausgekommen ist – der Trailer ist schon mal super. Ausrufezeichen.

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Zeit für Ringelstrumpfhosen (dazu endlich die Winterkleidung aus dem Keller geholt, die Sommerkleidung dorthin verräumt). Die zivile Version für die Einkaufsrunde (Sonne bei gemessenen 18 Grad, ich trug meinen Janker bald unterm Arm).

Und in fein fürs Theater.

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Oh mein Gott! Es gibt da draußen Werbe- und Marketingleute mit Humor!
Wir haben uns wohl schon alle über die blaue Testflüssigkeit lustig gemacht, mit der Menstruationshilfsmittel in der Werbung vorgeführt werden. (Bis heute bin ich irritiert über die Pistenbegrenzungen bei Skirennen, die mit derselben Flüssigkeit in Schnee gegossen zu sein scheinen.) Und über all die fröhlichen, menstruierenden Frauen in der Werbung. Die britische Firma Bodyform hat jetzt mit einem Filmchen auf die Vorwürfe eines konkreten Facebook-Kritikers reagiert und gibt zu: Ja, wir haben gelogen.

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Mehr Hintergrund beim New Statesman.

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Apfelbutterkuchen mit Puddingpfützen nach Petras Rezept gebacken. Dafür die Boskopäpfel aus der Heimat verwendet, und damit sie alle wegkamen, 50 Prozent mehr als angegeben.

Der Kuchen schmeckte umwerfend, ein neuer Lieblingsapfelkuchen. Aber beim nächsten Mal nehme ich nur die angegebene Apfelmenge, er schwamm ein wenig.

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Abends im Werkraum der Kammerspiele Wunschkonzert von Franz Xaver Kroetz angesehen. Obwohl das Stück über den Feierabend einer einfachen Verkäuferin mittleren Alters in Echtzeit ohne Worte auskommt, erinnerte es mich immer wieder an der Film Die Wand: Die Einsamkeit, die vorgeschobene Geschäftigkeit, dass der Schauplatz eine abgeschlossene Kammer war, durch deren beiden Glaswände wir Zuschauer die Protagonistin beobachteten (Annette Paulmann sehr anrührend – und so authentisch, dass ich mich paradoxerweise fragte: „DIE ist Theaterschauspielerin?“).

Wieder war ich völlig unvorbereitet ins Theater gegangen, wusste nichts außer Titel, Autor, Spieldauer. Hat sich bislang für mich immer als nützlich erwiesen, weil ich mich so mit möglichst wenigen Filtern be-eindrucken lassen konnte. Zu den nachträglich recherchierten Informationen hole ich diese Eindrücke dann wieder hervor.

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Tagsüber fast 20 Grad, nachts mildeste Maienlüfte. Ich radelte vom Theater barhändig heim, und unterm alten Rathaus spielte ein Akkordeonist „Por una cabeza“ – schön und eigenartig.

die Kaltmamsell

9 Kommentare zu „Auszeitjournal Mittwoch, 17. Oktober 2012 – Filmchen und Ringel“

  1. Clara meint:

    Wie toll! Ich habe mich in diesem Jahr ernsthaft gefragt, ob ich inzwischen zu alt für meine geliebten Ringelstrumpfhosen bin…nein, nein, nein – never. Danke. Und der Bodyform-Spot ist grossartig!

  2. barbara meint:

    Wie schön der Herbst in diesem Jahr ist, und das schon so lange.
    Endlich wieder Strumpfhosen, die das Bein so adeln, daß auch ältere Damen (ich meine mich) noch Mini tragen können.
    Sie tendieren doch zu den Halterlosen, Frau Kaltmamsell, aber nicht auf dem Rad und mit diesem Mary Quant Fitzelchen?!

  3. die Kaltmamsell meint:

    Tatsächlich finde ich ja, Clara, dass hohes und höheres Alter erst recht zur Ringelbestrumpfung berechtigt: Weil immer weniger die Gefahr der Niedlichkeit besteht.

    Bei Wolle, barbara, hört die Liebe zu Halterlosen auf, selbst wenn der Rock länger ist (brrrrrr). Bin schon stolz genug, dass ich mich gestern in dem Aufzug aufs Radl gesetzt habe.

  4. kid37 meint:

    Ringelstrümpfe gehen immer. Ich kenn‘ mich da aus.

  5. barbara meint:

    Jetzt sinds doch ned so gschamig, wir sind nicht in Amiland.
    Die ziehen ganzjährig noch eine Art Radlerhose unter dem Rock an, selbst wenn der wesentlich länger ist als Ihr extrabreiter Gürtel da.

  6. Montez meint:

    très chic.

  7. silke meint:

    Liebe Kaltmamsell,

    ich glaube, ich habe ihn hier gelesen den link zu einer wunderbar klingenden Ferienwohnung / Ferienhaus in Südfrankreich. Bei mir ist er leider verschütt gegangen – und der kalte Herbst naht !!!

    Falls er sich kaltmamslerisch wieder knüpfen lässt, würde ich mich sehr freuen.

    Viele Grüße,

    Silke

  8. die Kaltmamsell meint:

    Es war ein Landhotel, Silke, in dem ich vor vier Jahren Provence-Urlaub gemacht habe: http://www.lafermedelahuppe.com/
    Kurz nach unserem Aufenthalt wechselten allerdings die Besitzer:
    https://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2008/10/eine-entdeckung-und-ein-abschied.htm

  9. Julia meint:

    Ach, wie ich das Radln in München vermisse (man vergisst ja schnell zugeparkte Radlwege, tranig-besoffene Oktoberfestdussel aufm Radlweg, mörderisch die Vorfahrt nehmende Pkw usw.). Gerade im Herbst mochte ich die kalte knackige Luft am Morgen immer sehr, um wach zu werden… Deswegen radl ich beim Lesen immer ein bisschen mit Ihnen mit, liebe Kaltmamsell.
    Entschädigen tun mich hier allerdings Spaziergänge durch herbstlich verfärbte Weinberge. Es gibt ja Schlimmeres.


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