Auszeitjournal Sonntag, 21. Oktober 2012 – Kirchweih mit Gans und Dult

Montag, 22. Oktober 2012 um 8:24

Am Samstagabend rechneten der Mitbewohner und ich die Vorbereitungen für das Kirchweihgansessen durch und kamen zu dem überraschenden Ergebnis, dass wir für die langsam garende Gans bereits um halb sieben würden aufstehen müssen.

Vergangenes Jahr hatte meine Schwiegermutter meine Eltern, den Mitbewohner und mich an Kirchweih zum Gansessen in ein Wirtshaus am Land eingeladen. Doch das war zu diesem Anlass so überlaufen, das Essen so durchschnittlich, dass wir dieses Jahr Selbstkochen beschlossen hatten. Und zwar gemeinsames Selbstkochen. Unsere Küche hier in München ist bereits Gemeinschaftskoch-erprobt, so sorgten der Mitbewohner und ich für die Gans und das Blaukraut sowie den Nachtisch, Frau Schwieger brachte Zutaten für einen Vogerlsalat mit Nüssen zur Vorspeise mit, außerdem kochfertige Serviettenknödel, und meine Mutter dirigierte vor Ort die Herstellung von Kartoffelknödeln (gemischt roh und gekocht).

Das funktionierte sehr gut. Während die Herren klischeegemäß im Wohnzimmer mit ihrem Aperitiv in der Hand saßen (mein Vater und Herr Schwieger ohnehin Nichtköche, der Mitbewohner immer wieder hilfreich), werkelten wir drei Frauen harmonisch in der Küche. Wenn meine Mutter mir nicht sogar in die Kombination Topf-Herdplatte hätte dreinreden wollen, wäre ich völlig entspannt gewesen.

Der Foradori passte tatsächlich gut zur Gans, die Gans (wieder eine über Herrmannsdorfer besorgte, mit Blick auf die Alpen aufgewachsene), die Beilagen waren köstlich. Und zum Nachtisch gab es zu schlichten Quarkklößchen die Hollerbirnen, die Merlix zum Foodblogger gemacht haben.

Hollersaft ist ja in München zum Glück sehr einfach zu bekommen, allein im Biosupermarkt Basitsch konnte ich zwischen vier Angeboten wählen. Sie sind wirklich sehr gut, die Hollerbirnen. Perfekt wären sie für mich, wenn sie auch noch ein wenig nach Birne schmeckten.

§

Wenn sie schon mal da waren, nahmen wir unsere Eltern mit zur Auer Dult, zur Kirchweihdult. Nachdem vormittags tatsächlich Hochnebel das Wetter verschattet hatte (und das, wo ich den nebelgeplagten Ingolstädtern Sonne versprochen hatte), war es mittags programmgemäß golden und warm geworden. Viel Vergnügen wurde von allen gehabt.

die Kaltmamsell

5 Kommentare zu „Auszeitjournal Sonntag, 21. Oktober 2012 – Kirchweih mit Gans und Dult“

  1. Nathalie meint:

    Meinen Namen gab es nie auf Tassen, jedenfalls nicht mit „h“. Vielleicht sollte ich noch mal vorbeischauen, nach der neuesten Auswahl. :-)

  2. Sebastian meint:

    Man könnte aber auch die Herren als harmonisch und die Frauen als klischeemäßig bezeichnen. Oder noch besser, beide beides zusammen – Klischees tragen ja manchmal auch zur Harmonie bei.

    @nathalie Da gibt es wirklich alles. Oder man kann es bestellen.

  3. Nathalie meint:

    @Sebastian Eigentlich brauch ich sie nicht mehr. ;-) Seit ich nicht mehr in einem Großkonzern mit „verschwindenden“ Tassen in den Kaffeeküchen arbeite, nimmt mir daheim keiner mehr meine Tasse weg.

  4. Montez meint:

    Oder wir stellen einfach fest, zu viele Menschen in der Küche verderben ohnehin den Braten, egal welchen Geschlechts. Also reine Rücksichtnahme. Die unbedingt mit Aperitif belohnt werden sollte.

    Und die mit Müttern gemeinsame Zubereitung von Mahlzeiten ohne wenigstens die erforderliche Erläuterung der Topf/Herdplattenrelation ist nicht möglich. Schliesslich kocht das Töchterchen ja zum ersten Mal. Ich befürchte, es ist unseren Aufgabe, zu lernen, dass mit einem freundlichen Schulterzucken zu parieren. Ich über auch noch.

  5. barbara meint:

    Ach Nathalie, wer den Canal Grande mit e schreibt kann ruhig eine Tasse ohne h kaufen:-)

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