Mundpropaganda – oder warum Internet- und Marketingkultur nie zusammenkommen werden

Samstag, 9. Februar 2013 um 9:17

Großartiger Vortrag von @oetting über Mundpropaganda in Zeiten des Internets.

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Mundpropaganda und Social Media: Mythen und Wahrheit from trnd on Vimeo.

Für mich gleichzeitig deprimierend, weil er mir weitere Argumente dafür liefert, dass Internetkultur und Unternehmenskultur nie zusammenkommen werden.
1. Was der Chef denkt, ist keineswegs „ejal“: Es ist für die meisten Unternehmensmenschen und vor allem für ihre Karriere das Allerwichtigste.
2. Die Marke wird auch in den kommenden Jahrzehnten noch das Allerallerwichtigste sein: Das ist die Prämisse aller Studiengänge und Strategien.
3. Marketingmenschen oder überhaupt Kommunikationsmenschen in Unternehmen haben praktisch Null Einfluss auf die Produkte, den Service, die Unternehmenskultur. Wenn eines davon oder im schlimmsten Fall alles davon im Argen liegt, müssen sie trotzdem die Menschen zum Kaufen und Mögen bringen. Die übliche Methode ist dann Lügen und Tricksen.

Ich habe mal ein paar Dutzend Marketingmenschen mit Spezialisierung auf Social Media erzählt, dass das Modell Botschaft-Kanal-Empfänger im Internet nicht brauchbar ist. Weil es sich nicht um Empfänger handelt, sondern um Gesprächspartner. Weil Botschaften zu Gesprächsthemen geworden sind – die durchaus auch mal der Gesprächspartner vorgibt. Und weil der Kanal inzwischen eine Gesprächsplattform ist. Sie hätte das Murren und den Protest im Publikum hören sollen. (Andererseits: Vielleicht hätten sie mir ja geglaubt, wenn ich einen Plüschfuchs hätte sprechen lassen.)

die Kaltmamsell

3 Kommentare zu „Mundpropaganda – oder warum Internet- und Marketingkultur nie zusammenkommen werden“

  1. Indica meint:

    Ja, gutes Video.

    Tja, wenn’s Produkt nicht taugt, hilft auch kein „Trick“ oder sonstiger Budenzauber.

    Und wenn „das Marketing“ im Unternehmen selbst keinen blassen Schimmer davon hat, wie man im Netz halt so lebt, dann wird das auch nix. Wenn man im E-Mail-Stadium hängen geblieben ist.

  2. Julia meint:

    Der mangelnde Einfluss auf das Produkt, Dienstleistungen etc. ist in der Tat ein Hinkefuß. Gleichzeitig aber auch die Attitüde von Produkt- oder sonstigen Managern, dass das bisschen Kommunikation doch eh nebenher zu machen sei und man doch einfach mal „denen da draußen“ sagen müsse, wie geil wir sind. Das hat sehr viel mit Betriebsblindheit und nicht-zuhören-wollen zu tun.

  3. schelli meint:

    Schöner Artikel, inkl. Video.
    Danke!


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