Auszeitjournal Wochenende 27./28. April 2013 – Abkühlung

Montag, 29. April 2013 um 8:00

Erste Male: Samstagnachmittag erlebte ich erstmals, wie sich eine Vorturnerin mitten in der Turnstunde verletzte. Es war tatsächlich genau Halbzeit der Stepaerobicstunde, als die Vorturnerin erklärte, in ihrem Knie hätte gerade ordentlich was geknaxt und sie würde jetzt erst mal nicht mehr mitturnen. Die Ärmste gab uns wacker den dritten Block der Choreographie mündlich durch, riet uns, die Schritte im Zweifel bei den besonders erfahrenen Mitturnerinnen abzuschauen. Die letzten 20 Minuten ihrer Stunde werden ohnehin immer mit Durchturnen der Choreographie verbracht (erwähnenswert, weil sonst fast alle Vorturnerinnen ihre Stunden so planen, dass die Choreographie erst am Ende der Stunde komplett aufgebaut ist und dann vielleicht noch zwei- bis viermal ganz durchgeturnt wird).

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130427_Kleidung

In der Zwischenzeit hatte sich der graue, aber milde Tag in Regenwetter verwandelt; auf dem Heimweg wurde ich ohne Schirm reichlich feucht.

Zwei Drittel des Bügelbergs an Sommerkleidung abgearbeitet, mich daran gefreut, wie viele schöne Sommerkleidung ich habe. (Vorsatz, die nächsten zwei Jahre aber wirklich, wirklich nichts dazuzukaufen.)

Den Abend verbrachte ich bei vom Mitbewohner zubereitetem Wurstsalat und dem Animationsfilm Rango, dessen ungewöhnliche Optik mir sehr gut gefiel.

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Sonntagvormittag radelte ich in deutlich gesunkenen Temperaturen an den Ostbahnhof zu einer weiteren Turnstunde – ich hatte das Gefühl, dass ich diese Woche noch nicht ganz auf meine Bewegungskosten gekommen war. Wieder um und über ein Brett gehopst, Spaß gehabt.

Mittags mit dem Mitbewohner Dim Sum in der Fire Dragon Lounge, um uns herum einige mit dem Personal chinesisch sprechende Tischgesellschaften, die Hot Pot schmausten. Sieht nach einem spaßigen Mahl in der Gruppe aus, allerdings nicht nach überraschenden Genüssen, ähnlich wie halt Fondue. Ich wiederum entdeckte diesmal für mich gekochte Erdnüsse: In ihrer Schale serviert, offensichtlich in einer sehr würzigen Brühe gegart. Lustiges Pulen aus der Schale, das Innere herzhaft bohnig.

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Abtragen des restlichen Bergs Bügelwäsche. Mir wurde klar, dass in den wärmeren Monaten jede Waschmaschinenladung die Erzeugung von Bügelwäschebergen bedeutet.

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Übernachtungsbesuch eingetroffen. Gerade als ich ihm die Vogelwelt um unseren Balkon erklärt hatte, sahen wir das eben beschriebene Sperberweibchen in der Kastanie beim Abendbrot, das aus einer Kohlmeise bestand. Der Tisch, den wir den Vögeln mit unserer Futterstelle decken, ist vermutlich in zweiter Ebene dadurch auch dem benachbarten Sperberpaar reich gedeckt. Soll sein.

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Auszeitjournal Wochenende 27./28. April 2013 – Abkühlung“

  1. Sebastian meint:

    “Bohnig” Genau.

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