Israel, baby! – 4 – Essen

Donnerstag, 26. Dezember 2013 um 18:24

Der Plan für diesen Urlaub lautete ja: Wohnen und essen. Das mit dem Wohnen erwies sich als schwierig wegen des Lärms der benachbarten Baustelle, wegen der Innentemperatur von ca. 15 Grad und der generellen Abgewohntheit der Wohnung. Essen hingegen tun wir recht erfolgreich, hier ein paar Beispiele.

So frühstückten wir im Benedict an der Sderot Rothschild (es ist unglaublich entspannend, dass ich die nicht-Ivrit-Schreibung nicht mal nachschlagen muss, sondern drauflosimprovisiere, da selbst die Straßenschilder in vier bis fünf verschiedenen Varianten schreiben). Dafür, dass ich Eggs Benedict ausgesprochen gerne esse, bestelle ich sie viel zu selten (hier in der Spielart „Florentine“ und auf sensationell fluffigem Brot). Der Mitbewohner hatte Shakshuka.

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Ein Lokal, das von früh bis spät nichts als Frühstück serviert, kann ich mir auch in München sehr gut vorstellen. Was ich mir ebenfalls für München wünsche: Dass der Cappuccino überall mindestens annehmbar, meist sogar köstlich wäre. So ist das nämlich hier.

Ein Ausflug ins Street Food: Sabich. Gekochtes Ei und frittierte Aubergine in Pita, mit Zeugs drumrum – ich hatte zu allem Ja gesagt, was mir der freundliche Herr hinterm Tresen anbot, auch zu den Pommes frites. Dazu ein Schälchen Salat von der Salatbar.

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Hier in Israel müsste übrigens das Paradies für Fleischlose liegen: Bislang habe ich noch nicht einen Bissen Fleisch gegessen, ohne dass ich es im Geringsten darauf angelegt hätte. Aufgefallen ist mir lediglich, dass viele Lokale eine ganze Reihe explizit veganer Gerichte anbieten.

Das Shakshuka im Strandlokal 9 beach am Mezizim-Strand (Nord-Tel-Aviv) war ok, schmeckte aber ein wenig nach lieblosen Supermarktzutaten. Die Aussicht allerdings gefiel mir sehr gut dazu.

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Abends hatten wir einen Tisch im allerorts gerühmten Manta Ray reserviert. Die Restaurantchefin (nicht das richtige Wort, aber für den im englischsprachgigen Raum Standardposten der Maitre de / Hostess gibt es im Deutschen kein wirkliches Equivalent) brachte uns zu unserem Tisch, sah, dass wir dort von sehr lauten Gesellschaften umgeben gewesen wären und suchte uns kurzerhand einen besseren – ebenfalls am Fenster mit Blick auf Strand und Wellen. Ich war gerührt und fühlte mich bestens umsorgt.

Dieses Gefühl setzte sich fort, als ein Kellner uns die Karten brachte und gemütlich die Aperitivs des Tages empfahl: Wir sollten sie ruhig probieren – wenn sie uns nicht schmeckten, könnten wir sie zurückgeben. Irgendeinem anderen Tisch, ergänzte er toternst, würde er sie schon unterjubeln können.
Diesen Tonfall behielt der Herr den Abend über bei.

Als Vorspeisen gab es die landesüblichen Mezze, hier wurde uns ein riesiges Tablett verschiedenster solcher Vorspeiserln an den Tisch gebracht, wir durften wählen.
Als Hauptspeise gab es Fisch, bei mir mit frischen Bohnenkernen, Spinat und Erbsensprossen, beim Mitbewohner auf rotem Reis mit Ananas. Dazu einen isrealischen Flam blanc (den wir vor der Bestellung probieren durften).

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Da wir bei der Anzahl der Vorspeisen mit übermenschlichen Kräften vernünftig gewesen waren, war noch Platz für Nachtisch: Zitronencreme mit Meringue für mich, gefrorene Crème Bruleè für den Mitbewohner.

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Heute sahen wir uns in Jaffa um. Nachmittags ließen wir uns im Hafen im Old Man and the Sea nieder, wo zu jedem Hauptgericht 20 (zwanzig) Schälchen Mezze und ein Krug Lemonade gehören. Fast die Hälfte der Mezze waren mit Tahini angerichtet – meine Vorliebe für Majonese bekommt ernsthaft Konkurrenz. Der Fisch war scharf gegrillt und saftig, die aufgewärmt schmeckenden Kartoffeln blieben nach einem Bissen liegen, waren aber ohnehin überflüssig.

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die Kaltmamsell

11 Kommentare zu „Israel, baby! – 4 – Essen“

  1. Anke meint:

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    Gerne gelesen

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  2. Micha meint:

    Vom Essen her liegt ihr mit eurem Urlaubsland eindeutig vorne…
    Schöne Zeit, liebe Inés und bereits jetzt schon für das kommende Jahr alles Gute, vorallem innerer Friede!

  3. Uschi meint:

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    Gerne gelesen

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  4. ganga meint:

    Es ist sehr interessant was du erzählst. Das Tor zur weiten welt. Die Fotos sind wunderbar.

  5. Schlosswiler meint:

    Mmmmmmmm!

  6. Frau Eff meint:

    Hm, das sieht alles soooo lecker aus! Und dazu anscheinend Sonnenschein. Toll.

    (Ich habe mir selbst geschworen, zumindest auf Reisen nicht mehr so viel zu ertragen, sondern in Ihrem Fall zum Beispiel möglichst eine andere Unterkunft zu finden. Das zusätzliche Geld hat man schnell vergessen, den Krach vergisst man sein Leben lang nicht)

  7. ilse meint:

    Diese Mezze sind toll – bunt und sonnenbeschienen – so soll Urlaub sein.

  8. Modeste meint:

    Gerne gelesen

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  9. walküre meint:

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    Gerne gelesen

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  10. Karin meint:

    Großartig.

  11. Claudia F. meint:

    Wenn Sie gutes Schakschuka und ein uriges Restaurant testen wollen, fahren Sie nach Jaffa zu Dr. Shaksuka (Beit Eshel 3)!
    Beste Grüße und alles Gute für 2014!
    Claudia

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