Werden sie Teil eines Literaturpreises!

Freitag, 20. Juni 2014 um 6:28

Sie konnten noch nie nachvollziehen, wer eigentlich wofür welchen Literaturpreis bekommt? Dann stiften Sie doch selbst einen!

Oder zumindest zum Teil.

Der Bachmannpreis ist ja ohnehin unter den Preisen für deutschsprachige Literatur der transparenteste: Diskutiert und gekürt wird in aller Öffentlichkeit im ORF-Studio in Klagenfurt (ins Fernsehen übertragen von 3sat), dieses Jahr von 2. bis 6. Juli. (Ich reise wieder hin und berichte hier.)

Seit 2008 wird unter den Bachmannpreiskandidaten und -kandidatinnen zudem ein noch viel transparenterer Preis verliehen, der Preis der Automatischen Literaturkritik. Dessen Transparenz liegt darin, dass die Positiv- und Negativliste öffentlich ist und jeder und jede aufgefordert sind, zur Korrektheit der Punktevergabe beizutragen.

In den vergangenen Jahren war dieser unbestechlichste aller Literaturpreise weltweit mit 500 Euro dotiert – ein bisschen mager, fanden die Organisatoren (und ich gebe ihnen recht).
Dieses Jahr soll er zehnmal so hoch liegen, mit Ihrer Hilfe.
Gehen Sie hin zur Crowdfunding-Platform indiegogo und sorgen Sie mit einer Spende dafür, dass der Preisträger oder die Preisträgerin der Automatischen Literaturkritik dieses Jahr mit 5000 Euro heimgeht!

Alle klagen über schlechte Literatur, aber niemand bemüht sich um konstruktive Kritik und nachvollziehbare Bewertungskriterien. Jedenfalls niemand außer uns.

Im Gegenzug gibt es sogenannte „Perks“: Gegen 15 Euro bekommen Sie zum Beispiel Grüße aus Klagenfurt geschickt, gegen 50 Euro ein signiertes Bachmannpreisträgerbuch, gegen 150 Euro die siegbringende Kathrin-Passig-Unterhose von 2006 oder einen frisch gedichteten Limerick von Autor und Verleger Jo Lendle auf den Spender, für 500 Euro den zweiten Platz beim Bachmannwettschwimmen oder als Krönung (hier zwinkere ich auch Firmen zu) für 1000 Euro die Benennung des Preises nach Ihnen.

Ist das nix? Zum Spenden bitte hier klicken.

die Kaltmamsell

5 Kommentare zu „Werden sie Teil eines Literaturpreises!“

  1. Dentaku meint:

    Ok, dann lass ich mir mal Grüße aus Klagenfurt schicken.

  2. Susann meint:

    Das ist doch echt das Geschenk für denn Mann/die Frau, der/die schon alles hat: „Und das hier unter dem Christbaum, das im grünen Kuvert, Schatz, ist der nach dir benannte Literaturpreis.“

  3. Gaga Nielsen meint:

    Wenn mehr als einer 1000 Euro spendet, kriegt der Preis dann einen Namen, in dem alle Spendernamen drin sind, mit Bindestrichen verbunden? Oder wird der Name von dem genommen, der zuerst 1000 Euro spendet und die anderen 1000-Euro-Spenden werden mit anderen Sachen prämiert?

  4. Dentaku meint:

    @Gaga Nielsen: So wie bei den anderen „Perks“, die nur einmal vergeben werden können; wenn der/die erste die Option wählt, dann ist sie grau hinterlegt und ausverkauft — wie jetzt schon die Originalzeichnung mit den Spinnen im Haar (oder so ähnlich).

  5. Angela Leinen meint:

    @GagaNielsen und @Dentaku: Es ist tatsächlich so, dass zunächst die Bindestrich-Regelung gilt. Wenn bis 4.7. niemand die 1000 Euro gespendet hat, werden wir für die letzten 24 Stunden des Crowdfundings (also am 5.7.) die Anzahl auf 1 setzen. Dann bekommt der erste 1000-Euro-Spender des Tages den Zuschlag. Es ist uns erst nach Beginn des Crowdfundings klar geworden, dass die Bindestrich-Lösung für Preisbenennungs-Interessenten vielleicht abschreckend ist. Andererseits möchten wir aus Spannungsgründen gerne erst am Ende wissen, wie der Preis heißen wird.


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