Journal Freitag, 30. Januar 2015 – Pandaaugen im Schneesturm

Samstag, 31. Januar 2015 um 16:38

(Ihnen mag die Veröffentlichung dieses Journaleintrags spät vorkommen – aber ich habe eben erst gefrühstückt.)

Viel zu früh aufgewacht, müde überm Kaffee gesessen, auf den Crosstrainer gestiegen – und dort neue Bestzeit gestrampelt. Mit meinem Stoffwechsel stimmt vermutlich wirklich irgendwas nicht. Ich hatte beim Strampeln sogar Ideen!

Als ich das Haus Richtung Büro verließ, tanzten ein paar Schneeflocken. Nach fünf Minuten setzte ein Schneesturm ein, der mich von Kopf bis Fuß weiß schneite und meine Brille unbrauchbar machte. Ich genoss es, durchgepustet zu werden. Allerdings verwandelte das Erlebnis mein Augen-Make-up in den perfekten Panda-Look – und ich vergaß, ein Foto davon zu machen!

Ausgeprochen emsiges Arbeiten, darunter ein Angstjob: Mit fehlerhaften Ausdrucken zum Copyshop gehen und reklamieren. Lief optimal, der dortige Chef entschuldigte sich, stornierte die Rechnung, und eine Fachkraft erklärte mir später am Telefon, was da höchst wahrscheinlich schief gegangen war.

§

What the WHAT?! Eine Bestsellerautorin und Yale-Forscherin stirbt, und einem Nachrufschreiber fällt zu ihr als erstes „plain of feature, and certainly overweight“ ein? Twitterer fanden darauf die passende Antwort:
„#MyOzObituary: Colleen McCullough fans mock obituary in the Australian“.

Witzigerweise tauchte der Vorfall in meiner Timeline so auf:

McCullough

§

„Three Brothers Recreate Their Weirdest Childhood Photos As A Gift For Their Mom“.

Wobei ich mir sowas mehr vom Mitbewohner wünsche als von meinen eigenen Kinderfotos.

via @happyschnitzel

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Hakan Tanriverdi hat für die SZ eine großartige Seite 3 über einen Berliner Imam geschrieben (einen der wenigen, die sich offen Position gegen gewalttätigen Islamismus zu beziehen trauen), die die SZ hinter einer Paywall versteckt (nein, man kann nicht für diesen einen Artikel zahlen, zefix).

Auf kleinerdrei macht sich Hakan Gedanken, was der Unterschied zum Bloggen ist:
„Gut gesagt“.

§

Wolle bisske lache?
„Broken door at work. Well, that escalated quickly …“ (Die Bilder sind deutsch.)

via @ankegroener, die endlich auch beim studentischen Humor angekommen ist

die Kaltmamsell

8 Kommentare zu „Journal Freitag, 30. Januar 2015 – Pandaaugen im Schneesturm“

  1. Feathers McGraw meint:

    Hat eigentlich schon mal jemand angemerkt dass dir Vorspeisenplatte-Seite nach einer gewissen Zeit zu sprechen anfaengt? Da fangen dann irgendwelche englischen Dialoge an zu spielen, fuer so 30 Sekunden. Warum weiss ich nicht, aber es ist diese Seite, das sieht man am kleinen Lautsprecher im Tab bei Chrome, und wenn ich den Tab schliesse hoerts sofort auf. Die sind nicht sehr laut, wenn was anderes laeuft merkt man erst gar nichts, aber wie kommt das?

  2. die Kaltmamsell meint:

    Sehr eigenartig, Feathers McGraw – mal sehen, ob das noch andere bemerken. Videos sind derzeit nicht auf der ersten Seite eingebunden (und ich achte eigentlich darauf, dass die NICHT von selbst losspielen), Werbung, die Krach machen könnte, gibt’s eh nie. Gremlins?

  3. Susann meint:

    Für die, die nicht weitergelesen haben angesichts des plainoffeaturegates – der Typ, der diesen unsäglichen Nachruf verfasst hat, ist inzwischen selbst gestorben.
    Folgender Nachruf wurde auf ihn, im selben unglücksseligen Stil, getwittert:
    — Ruth Callaghan (@RuthViragoMedia) January 30, 2015

    Despite being a small-minded, insular twerp, he found employment as a small-minded insular obituary writing twerp #myozobituary

    Ich weiß aus gut unterrichteter Quelle, dass die Nachrufe für diverse bayerische und deutsche Celebrities auch schon jahrelang fertig in der Schublade ruhen, bevor dann der Benachrufene tatsächlich das Zeitliche segnet. Man kann nur hoffen, dass da jetzt mal jemand drüberschaut, bevors dann heißt „Der ehemalige Papst Benedict der XVI., der leider in weiß immer blass wirkte und einen unglücklichen Geschmack bei Schuhen hatte,….“

  4. Feathers McGraw meint:

    Etwas Googlen hat zu diesem Ergebnis gefuehrt:

    http://spectrumz.com/myspace-video-pop-ups-from-sitemeter-counter/

    auf http://www.sitemeter.com/ laeuft auch in der Ecke das Video dessen Ton ich gehoert habe! Das ist alles komisch, vielleicht ist das ja nur bei mir?

  5. die Kaltmamsell meint:

    Sitemeter könnte sein, Feathers McGraw, allerdings habe ich bei noch keinem Besuch auf Sitemeter etwas gehört.

    Es ist journalistischer Usus, Susann, die Nachrufe berühmter (vor allem alter oder erkrankter) Menschen in der Schublade zu haben: Im Todesfall muss es schließlich schnell gehen, auch wenn’s Samstag ist und der Experte für diesen Menschen gerade keinen Dienst hat. Allerdings ist es ebenso Usus, diese vorbereiteten Nachrufe regelmäßig zu aktualisieren – was im Fall von Frau McCullough offensichtlich nicht passiert ist.

  6. Nicole meint:

    Dass man einzelne Artikel nicht kaufen kann, finde ich auch aus der Zeit gefallen. Bzw. noch nicht reingefunden. Nicht nachvollziehbar aber die Formulierung „hinter einer Paywall versteckt“. Der Artikel (im doppelten Wortsinne) ist zu sehen und – ja, leider nur im Verbund, prinzipiell aber: erwerbbar.

  7. die Kaltmamsell meint:

    Versteckt ist er, Nicole, für eine halbwegs öffentliche Diskussion. (Ich muss sehr an Douglas Adams‘ Hitchhikers‘ Guide denken und die Pläne für die Umgehungsstraße, die öffentlich auslagen, im dritten Untergeschoß des Amtes, hinter dem offenen Tigerkäfig.)

  8. Susann meint:

    Nachtrag zum Obituary:
    die Washington Post hat welche im selben Stil für andere, männliche, Berühmtheiten verfasst: http://www.washingtonpost.com/blogs/compost/wp/2015/01/30/obituaries-for-men/

    Das ist geradezu perfekt:
    „Thomas Jefferson: Although a ginger, this man had good handwriting.“


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