Journal Samstag, 28. Januar 2017 – Arrival

Sonntag, 29. Januar 2017 um 8:37

Lange ausgeschlafen, den Tag mit einem sonnigen Morgen und Bloggen begonnen. Erst am späten Vormittag nahm ich eine U-Bahn raus nach Thalkirchen zu einem Isarlauf.

Gerade als ich dieses Bild am Zaun der Burg Schwaneck aufgenommen hatte, segelte über mir ein großer Greifvogel auf einen Baumwipfel, nach wenigen Sekunden flog er weiter. Daheim identifizierte ich ihn anhand seines auffälligen Flügelmusters: Das war wohl ein Bussard.

Auf dem Hinterbühler See wurde eisstockgeschossen.

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Daheim festgestellt, dass es in unserer Küche noch dunkler geworden war: Zwei der drei LED-Lämpchen über der Spüle funktionieren schon seit einiger Zeit nicht (die Leiste soll eh ausgewechselt werden), das eine Lämpchen von dreien über der gegenüberliegenden Arbeitsfläche, dass Herr Kaltmamsell vergangene Woche ersetzt hatte, ging auch mit neuem Birnchen nicht, und jetzt blieb auch das Deckenlicht dunkel. Dummerweise auch nach Tausch der beiden Birnen, da ist also etwas Grundlegenderes kaputt. Ich werde am Sonntag Rat bei meinem Elektrikerpapa einholen müssen.

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Nachmittags sah ich mir im Cinema Arrival an – mich hatte interessiert, dass bei dieser Alien-Begegnung eine Linguistin die ausschlaggebende Wissenschaftlerin war (und von der geschätzten Amy Adams gespielt wurde).

Mir gefiel der Film sehr gut. Dafür, dass wir es mal wieder mit riesigen Raumschiffen zu tun hatten, war er klein und ruhig gefilmt, die Personen unidealisisert aufgenommen (Amy Adams musste sehr wahrscheinlich nicht die sonst üblichen ein bis zwei Kleidergrößen fürs Filmen abnehmen und trug jederzeit glaubhafte Kleidung und Frisur). Lediglich die Aufnahmen vom und im Raumschiff sowie der Alienschrift waren außerweltlich atemberaubend.

Doch der Star ist die Geschichte: Erst im letzten Viertel des Films wird klar, worin die eigentliche Andersheit der außerirdischen Welt besteht, was sie mitgebracht haben. Und die Perspektive auf alles, was wir davor gesehen haben, verschiebt sich. Ausgezeichnet gemacht – und mal ein für Sprachforschende ansprechendes Science Fiction Set-up.

Hier eine Untersuchung der Darstellung von Linguistik im Film, vor allem des Büros der Hauptdarstellerin, hier macht sich Sprachwissenschaftler David Adger Gedanken über „How alien can language be?“.
Vorsicht: Im englischen Sprachraum gilt Sprachwissenschaft nicht als science, es wird zwischen science (Naturwissenschaften) und humanities (Geisteswissenschaften) unterschieden – selbst wenn letztere wissenschaftliche Methoden verwenden und Mathematik streng genommen nicht zu ersteren gehören dürfte. Aus diesem für Deutschsprachler fremden Gegensatz basiert so manche Diskussion im Film und in den englischen Besprechungen des Films.

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Weder Herr Kaltmamsell noch ich hatten Lust auf abendliches Kochen, der angepeilte Italiener ums Ecke war geschlossen, also gingen wir mittelfein Pizzaessen.

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Mit einer berührenden Multimedia-Reportage erzählt Katrin Steinberger von der 90jährigen Auschwitz-Überlebenden Éva Fahidi – die ihre Geschichte tanzt:
„Éva tanzt“.

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Samstag, 28. Januar 2017 – Arrival

  1. Bettina meint:

    Die gleiche Isarrunde haben wir heute auch gedreht (Fotos sehr ähnlich!). Eisstockschießen ist sehr empfehlenswert- macht echt Riesenspaß (heute war aber schon arges Tauwetter, mehr für die ganz Mutigen…)! Am Hinterbrühler See allerdings fast ausgschamte Preise, da ist’s in Nymphenburg viel billiger. ;-)


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