Journal Mittwoch, 27. Dezember 2017 – Die Entdeckung der Nasendusche

Donnerstag, 28. Dezember 2017 um 8:01

Jajaja, Sie raten mir ja schon seit Jahren dazu. Aber mein Bruder hat mir zu Weihnachten auch eine geschenkt: Eine Nasendusche, und zwar gegen Chlorschnupfen. Weil die Nebenhöhlenschmerzen und das Grünrotzen einfach nicht aufhören wollten, habe ich sie dann gestern endlich auch angewendet. Und sie hatten recht: Ist angenehm und erleichtert. (Wunder vollbrachte sie allerdings nicht, und am meisten quält mich nachts ja der Rachen.)

Sport ließ ich weiterhin ganz bleiben und war traurig darüber. Zumindest erledigte ich das Fortbringen von gesammelten Münzen (unsere Urlaubskasse) zur Bank sowie das Besorgen eines neuen Wasserfilterbehälters – der bestehende ist seit über zehn Jahren im Einsatz und mittlerweile unputzbar gammlig.

Nachmittags war ich zu einem Spaziergang über den Südfriedhof und an der Isar verabredet. Weil ich mir das entsprechende Denkmal nochmal ansehen wollte, hörte ich mal wieder „1705“ (Mordweihnacht von Sendling) von Gerhard Polt ganz an.

Ich hatte völlig vergessen, wie viel Zitierbares (und von mir regelmäßig Zitiertes) in dieser klassischen Nummer steckt, angefangen von „diese Kerndlfresser“ über „wir brauchen keine Opposition, denn wir sind schon Demokraten“ bis „In diesem Land wird kein Mensch gezwungen, eine Minderheit zu sein. Ein jeder hat das Recht in diesem Land, sich öffentlich zur Mehrheit zu bekennen“. Dringende Hörempfehlung, gerade heutzutage. („Immer mehr von diesen Minderheiten kommen da herein und behaupten frech, sie wären mir!“)

Die Wege an der Isar Richtung Thalkirchen waren unter grauem Himmel recht matschig; das kann mangels Niederschlag nur tauender Bodenfrost gewesen sein. Wir kehrten in den Kiosk 1917 an der Thalkirchner Brücke ein, den ich bislang nur vom Vorbeijoggen kannte, und wärmten uns mit heißen Getränken.

Zurück daheim las ich Internet – und freute mich überrascht, dass aus einer überliegenden Wohnung Harfenmusik erklang. Das Klavier, das ein wenig begleitete, kenne und genieße ich seit Jahren (und weiß immer noch nicht, welche Nachbarin oder welcher Nachbar da spielt), aber Harfe war neu. Für meinen Geschmack hörte sie viel zu bald auf. Wie war das: Mit einem Besenstiel an die Decke hämmern, damit weitergespielt wird?

Zum Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell, der sich freute, endlich wieder selbst kochen zu können, chinesische Krabben mit schwarzen Bohnen.

die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „Journal Mittwoch, 27. Dezember 2017 – Die Entdeckung der Nasendusche“

  1. Anna meint:

    Gegen Reizhusten nachts kann ich phytohustil sehrsehrsehr empfehlen!

    Herzliche Grüße und gute Besserung!

  2. Andrea meint:

    Wenn Sie die Quelle der Harfenmusik nicht ermitteln können oder wollen, hängen Sie doch einen Zettel innen an die Haustür, dass Sie die Musik mögen und gern mehr davon hören würden.


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