Journal Mittwoch, 5. Dezember 2018 – Brutalitäten

Donnerstag, 6. Dezember 2018 um 6:48

Gestern schaffte ich endlich mal wieder den frühen Wecker für eine Runde Krafttraining nach drei Wochen ohne. Er klingelte viel zu früh und riss mich aus einem meiner klassischen Wohungsträume – diesmal war ich mal wieder im Haus am Augsburger Elias-Holl-Platz, in dem ich während meines Studiums in der schönsten Wohnung der Welt gewohnt hatte. Und mal wieder zog ich in die doppelt so große Wohnung drüber, die erst mal gründlich renoviert werden musste. Allerdings beschloss ich, im größten Zimmer die Küchenzeile zu behalten neben der eigentlichen Küche, kam mir sehr praktisch vor.

Das Bauch- und Rückentraining war brutal anstrengend, wohl ausgesprochen nötig.

Brutal ging’s weiter, nämlich in der Arbeit. Unklar, ob ich erst migränal durcheinander war und deshalb so viel Kraft für die Jobs brauchte oder ob die gestresste Anstrengung mit vielen Unterbrechungen einen migränalen Zustand verursachte. Als ich die Jobs erledigt hatte, war ich so erschöpft wie nach 30 Kilometer Wanderung.

Auf dem Heimweg Einkäufe für Weihnachtsbäckerei (auch einen kleinen Nikolaus für Herrn Kaltmamsell).

Der Ernteanteil war bereits weggegessen, wir hatten aushäusiges Abendessen beschlossen. Die Wahl fiel aufs ehemalige Viva Maria, das zwar noch so heißt, aber nach offensichtlichem Pächterwechsel nicht mehr wiederzuerkennen ist – unter anderem ist aus der übersichtlich zweiseitigen Speisen- und Getränkekarte (Pizza, Pasta, Salat) die omnipräsente Kunstledermappe mit gemischtem Allerlei geworden, inklusive Thai-Gerichten. Aber wir wurden satt. Die laut anklopfende Migräne hielt mich von jedem Schluck Entspannungsalkohol ab.

§

„Verachtung von weiblichen Höchstleistungen“.

Sie schoss mehr Tore als Modric und Mbappé zusammen – und trotzdem zählt nur ihr Po: Mit einem sexistischen Spruch wird der Weltfußballerin Ada Hegerberg der größte Moment ihrer Fußballkarriere ruiniert.

via @alexmatzkeit

Es fördert meine Zuversicht auf Verbesserung, dass immer häufiger auch Männer gegen diesen Sexismus protestieren und sich nicht mit „War doch nur Spaß“ abfinden. Und dass er überhaupt von deutlich mehr Menschen wahrgenommen wird als noch vor fünf oder gar zehn Jahren.

die Kaltmamsell

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