Journal Freitag, 31. Mai 2019 – Erschütterung der Blogwelt

Samstag, 1. Juni 2019 um 7:55

Zwar früh aufgestanden, um mir den Rücken eincremen zu lassen, doch Wolken und Kühle -> Schwimmen im Olympiabad statt im Schyrenbad. Für das Radeln dort hinaus war ich um meine Jacke sehr froh.

Überraschend emsige Schmwimmbahnen, meine Schwimmzeit entsprach diesmal wieder eher dem Gewohnten.

Dann konnte ich auch bequemer im Café Puck frühstücken (besonders gut war diesmal der Cappuccino mit Noten von braunem Rum und dunkler Schokolade).

Da Herr Kaltmamsell nachmittags zu Musizieren und Podcasten aushäusig war, übernahm ich den Abholdienst Ernteanteil (wegen des Feiertags am Freitag statt am Donnerstag) und ließ den jährlichen Heizungsableser zu uns und in die Wohnung der Nachbarn.

Einkaufsrunde in jetzt höheren Temperaturen, ein wenig kam auch die Sonne heraus und machte das angekündigte Sommerwochenende wahrscheinlich.

Abends brach eine massive Erschütterung über meine Blogwelt herein, es wird Vieles nie wieder sein wie vorher.

§

Vanessa hat sich die Ergebnisse der EU-Wahl vorgenommen:
„Dienstag, 28. Mai, und was bisher geschah“.

Bitte redet über Klima, Digitalisierung, Bildung, Verkehr und eine soziale Zukunft – sage ich als funky 41-Jährige. Kommt mir nicht mehr mit Ausreden wie „Aber die Arbeitsplätze in der Kohle!“ und „Der Mittelstand!“ und „So einfach geht das nicht!“ und „Das willst du nicht wirklich wegen ungemütlich und so!“ Ich bin Diesel-Fahrerin. Ich fahre mit meinem Diesel in Innenstädte. Ich möchte, dass das für mich unangenehm wird. Ich möchte, dass es für mich viel schöner wird, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zu fahren. Es ist okay, wenn Ihr mir Dinge verbietet. Es ist auch okay, wenn Ihr mein Geld in die Digitalisierung von Schulen steckt, obwohl ich keine Kinder habe. Es ist okay, wenn Ihr mir wegnehmt und anderen gebt. Ich weiß, dass es für Euch seltsam klingt, aber: Ich bin als Wählerin reflektiert und kann zwischen meiner eigenen Bequemlichkeit und gesellschaftlicher Notwendigkeit abstrahieren.

die Kaltmamsell

24 Kommentare zu „Journal Freitag, 31. Mai 2019 – Erschütterung der Blogwelt“

  1. Sanníe meint:

    .

  2. Nathalie meint:

    Immer noch verwirrt/zerrissen/unruhig.

  3. januarsonne meint:

    Was ist passiert?

    Kaum ist man zwei Tage mal offline um zu lernen…

  4. PaulineM meint:

    Zum Thema „Erschütterung der Blogwelt“ – egal, wer am Ende bei diesen Vorwürfen die Wahrheit sagt, mir ist kotzübel.

  5. FrauK meint:

    .

  6. Ulla meint:

    . hoffe das hat keine Einfluss auf Ihren so geliebten blog.

  7. schneck meint:

    .

  8. Sabine meint:

    Was Ulla sagt.

  9. Berit meint:

    Dito.

  10. Trulla meint:

    Ich glaube an Fakten und bin erschüttert.

    Bei aller Bewunderung und Zuneigung zu der Betreffenden und ihren literarischen, fiktiven und auch authentischen Geschichten, hatte ich in der letzten Zeit gewisse Probleme mit dem Blog. Ich meinte zunehmend eine Tendenz wahrzunehmen, sich selbst als Opfer zu inszenieren. Vorsichtige Versuche, Verständnisfragen zu klären, wurden selbstgerecht und uneinsichtig abgeblockt.

    Das Ganze stellt sich mir dar als eine traurige, eigendynamische Geschichte.

  11. Nina meint:

    Ausführlich nachzulesen bei Frau Gröner.

  12. Berit meint:

    Hola die Waldfee, danke für den Hinweis. Ich hoffe trotz allem das es ihr gut geht, ich stelle mir solch ein Leben nicht einfach vor…

  13. Ulla meint:

    Jetzt ist es mir klar um was es geht. Bin dem blog erst seit 2018 gefolgt, bis sie den Tierarzt sterben lies. Danach waren mir die Geschichten, wie vorher auch manchmal, zu ausschweifend lang. Es ist schon erschreckend wie und wo überall betrogen wird.

  14. Angela meint:

    Tragisch. Ich hoffe sie ist jetzt nicht alleine.

  15. lihabiboun meint:

    Sprachlos. Entsetzt. Am Boden.

  16. Hauptschulblues meint:

    H. hat sie gerne gelesen, vor kurzem auch persönlich kennen gelernt.
    Einmal, als er ihre Position zur israelischen Regierung bezüglich der Palästinenser kritisierte, bekam er fürchterlich eins auf die Mütze.
    Egal – es ist schade. Frau H. kritisiert die Bloggerei von je her, und ihre Argumente scheinen in diesem Fall zu stimmen.
    H. würde sagen: Es ist alles Fiktion (bis auf die Opfergeschichten).
    Write on, my dear. Die Blogs waren immer lesenswert, da kommt die Gemeinde nicht drum herum.

  17. Buchfink meint:

    Schade schade schade

  18. Hauptschulblues meint:

    Die Freunde/Freundinnen, die auch ihre Kontaktdaten haben, sollten sie auf keinen Fall allein lassen. Es gibt Gründe, warum das Fräulein es tat, und es gibt viel Schlimmeres. Nach Fehlern – und das mögen sie sehr wohl sein – allein gelassen zu werden, ist schlimm, kommt der Ächtung gleich.

  19. lihabibounb meint:

    @hauptschulblues: Viele sind wir, die sie sehr gerne gelesen haben, sehr viele. Sie kann einfach phantastisch schreiben. Aber jetzt? Frag ich mich: warum diese Münchhausengeschichten? Wenn es denn welche sind ….. ???

  20. Marika meint:

    Ich kenne nur ein, zwei Blogartikel der betreffenden Frau Hingst…
    Ob der Spiegel-Artikel wahr oder unwahr ist, ich finde, dass gute, echte Freunde der Dame zur Seite stehen sollten, so sie denn aktuell dazu in der Lage sind. Denn entweder bedarf es der Unterstützung beim Verdauen und Bearbeiten der Anschuldigungen oder bei der bedingungslosen Annahme der Person so wie sie ist – mit allen ihren eventuellen Gefühlen der Unzulänglichkeit, Kleinheit, Wertlosigkeit, die zum Lügen und Unwahrheiten erfinden, zur Hochstapelei führen.
    Ich wünsche mir, dass wir alle unseren Mitmenschen, besonders den Heranwachsenden wann immer möglich so begegnen, dass sie spüren, wertvoll und okay zu sein, so wie sie sind. Dass sie psychisch gesund bleiben oder werden und sie nicht jemand anders werden wollen, weil sie selbst nicht genug sind.

  21. Margrit meint:

    Hauptstadtblues. Beeindruckt mich.

  22. philine meint:

    Ich hatte es befürchtet, bevor ich die Kommentare heute abend gelesen habe und das stillgelegte Blog heute morgen feststellte. Der letzte Blogeintrag klang ja schon relativ endgültig. Schade. Ich habe den Blog immer sehr gerne gelesen, wie so auch den Ihren, Frau Kaltmamsell. Ich hoffe, daß es ihr gut geht und sie für Freunde per mail, per Telefon und wie auch immer erreichbar ist. Sie möge sich alles nur erdenklich gute tun und ihre Seele pflegen. Vielleicht liest sie es bei Ihnen im Kommentar. Unbekannterweise Ihnen alles nur erdenklich Gute

  23. philine meint:

    Nach Recherche: Lebenslügen begleiten viele Menschen, man mag die eigene Biographie ausschmücken, aber das ist doch etwas zu weit gegriffen. Literarisch kann man vieles in Dichtung und Wahrheit schmücken, das ist alles legitim: aber falsche Biographien…..??? Und dann auch noch öffentlich??? Das tut der Bloggerei nicht gut. Und auch der Betreffenden nicht, wenns rauskommt, das da was faul ist.
    Schade, daß sie es nötig hatte. Einsamkeit hat so viele Facetten.

  24. S. meint:

    Bin fasziniert von den vielen Unbelehrbaren hier in den Kommentaren. Geschichten gern gelesen, Bloggerin sympathisch gefunden – alles schön und gut, aber: als Historikerin einen auf Kostümjüdin zu machen und das durchziehen bis zur offiziellen Registrierung bei Yad Vashem? Das ist kein „mausgerutscht“, das sind umfangreiche Formulare. Beschämend, wie hier noch Verständnis dafür aufgebracht wird. Hoffe, dass es das war mit dem Historikerdasein für sie.

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