Journal Montag, 17. Juni 2019 – Traumhäuser

Dienstag, 18. Juni 2019 um 5:44

Mal wieder von einem Haus geträumt.
Ich wohnte zur Miete in einer ländlichen Gegend in einem einzeln stehenden alten Haus, innen eher dunkel. Jetzt wurde das Grundstück nebenan bebaut, und ich ging nachts mal gucken, wo eigentlich die zaunlose Grenze des weitläufigen eigenen Grundstücks verlief: Anhand der Baustelle und des Grabens, der dort ausgehoben worden war, musste man das ja wohl sehen. Ich entdeckte nicht nur, dass das eigene Grundstück noch viel größer war als ohnehin angenommen, sondern ganz in der Nähe die historischen Brunnen lagen, die ich auf einer Landkarte gesehen hatte. Ich amüsierte mich, dass ich vom Haus aus anscheinend immer nur in die Gegenrichtung spaziert war und deshalb die Brunnen weit weg vermutet hatte. Kurz nachdem ich beschloss, die Brunnen bei nächster Gelegenheit bei Tageslicht zu besichtigen, wurde ich etwas wacher, merkte, dass ich gar nicht auf dem Land wohne, brauchte aber ein paar Sekunden, bis mir einfiel, wo dann.

Wie fragte die letzte Frau Analystin immer zu Träumen: „Was verbinden Sie damit?“ Der Traum erinnert mich an den regelmäßigen Impuls, aus Routinen auszubrechen: Mir erst bewusst zu machen, wo ich in immer gleichen Bahnen laufe, und mir dann Alternativen zu überlegen, aus denen ich etwas lernen kann, die mir neue Eindrücke verschaffen. (So wie ich zum Beispiel in den Weihnachtsferien gemerkte habe, dass ich von daheim aus noch nie die Lindwurmstraße Richtung Sendling spaziert war.)

Zu Fuß in die Arbeit, im schönsten Sommermorgenlicht dabei in Gedanken versunken. Ich glaube, für mich ist in der Stadt die einzige Fortbewegungsart, die mich nicht aggressiv macht, Gehen. Im Gegensatz zum Beispiel zum Radeln am Vortag, nach dem ich wie fast immer mit SONNEM HALS heimkam (wie meist waren es andere Radlerinnen und Radler, die mich in den Wahnsinn trieben).

Brotzeit waren mittags Tomaten mit einem Stück Gorgonzola, nachmittags schnitt ich Pfirsiche klein und aß sie mit Hüttenkäse.

Nach der Arbeit Abstecher zum Edeka, dort kämpfte ich so lange damit, dem Leergutautomaten die kleinen, 200ml-Tonic-Flaschen anzudienen, bis ich die Geduld verlor und sie mit Schwung hinter die verweigernde Lichtschranke aufs Laufband hinter den Automaten warf. Hauptsache weg.

Rosenpracht auf dem Heimweg.
Es war ein perfekter Frühsommertag: Sonnig und licht, aber nicht heiß.

Fürs Abendbrot sorgte daheim ich: Es gab Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat.

Des deutschen Spießers Abendbrotidyll.

§

Schönes Fotoprojekt:
„Here’s What Kids Eat Every Day Around The World“.

via @sixtus

die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „Journal Montag, 17. Juni 2019 – Traumhäuser“

  1. Hauptschulblues meint:

    H. vermeidet wegen der Kampfradler vormittags die Radwege an der Nymphenburger und Dachauer Straße.

  2. Beate meint:

    Hier in Frankfurt sind es die Fußgänger, die auf den Radwegen rumstehen … und die Autofahrer, die keine Blinker kennen!

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