Journal Mittwoch, 24. Juli 2019 – Zurück in der Ereignislosigkeit

Donnerstag, 25. Juli 2019 um 6:36

Herzlich willkommen zurück in den langweiligen Arbeitstagen – und Blogposts.

Die Reha scheint mich dann doch entspannt zu haben: Ich habe Dienstagabend nicht in meine Arbeitsmails geguckt und dennoch recht gut geschlafen.

Endlich wieder Balkonkaffee (mit zwei dunkelbraunen Eichhörnchen in Jagd umeinander auf den Kastanien davor), endlich wieder guter Morgenkaffee.

Der Tag wurde prügelheiß, mein Büro ließ sich nicht so gut temperieren, wie ich es gewohnt war. Viel Arbeit, aber machbar und selbst nach drei Wochen Abwesenheit ohne Stressanfälle abzuarbeiten. Ich merkte schon gestern, dass ich die viele Bewegung über den ganzen Tag vermisste, die mir der Rhythmus der drei Wochen zuvor möglich gemacht hatte.

Heimweg über die Theresienwiese, in noch größerem Bogen um den wuchernden Oktoberfestaufbau als im vergangenen Jahr: Das Oktoberfest beansprucht heuer ein noch größeres Stück der Fläche für über fünf Monate – in der sengenden Sonne hasste ich es inbrünstig (und werde dieses Jahr wohl während der zweieinhalb Wochen Oktoberfestarmageddon keine Möglichkeit zur Flucht haben).

Brotzeiteinkäufe beim Basitsch für die nächsten beiden Arbeitstage. In der gekühlten Gemüseabteilung hätte ich mich am liebsten mit einem Buch niedergelassen.

Die Wohnung war zum Glück angenehm temperiert, Herr Kaltmamsell und ich hatten keine Lust, sie für ein Abendessen zu verlassen. Der Herr servierte gebratenen Haloumi mit Kapern und Cedri-Zitrone, außerdem gehackter Salzzitrone, die er vor einigen Wochen angesetzt hatte (und der übrigen Ernteanteil-Paprika).

Beim Zu-Bett-Gehen war es draußen noch zu warm, als dass ich die Fenster hätte öffnen können.

die Kaltmamsell

6 Kommentare zu „Journal Mittwoch, 24. Juli 2019 – Zurück in der Ereignislosigkeit“

  1. Hauptschulblues meint:

    H. ist seit über 30 Jahren nicht mehr auf dem Oktoberfest gewesen. Als er mit einem Freund noch hin ging, war mittags die Ochsenbraterei halbvoll oder halbleer und sie aßen und tranken zu Mittag und gingen heim. Mit Frau H. fuhr er, war sie dabei, Krinoline. Davon kann man nur noch träumen.
    Die heutigen unangenehmen Nebenerscheinungen waren weit weniger enervierend.
    Dein Umweg wäre aber auch gewesen.

  2. Andrea meint:

    Ich wäre sehr interessiert daran, wie Herr Kaltmamsell die Salzzitronen selbst ansetzt, nachdem mir die gekauften bereits vor Öffnung des Glases verschimmelten.

  3. die Kaltmamsell meint:

    Er hat sie nach Katharina Seisers Rezept gemacht, Andrea:
    https://www.esskultur.at/servus-falter-und-ein-paar-termine/

  4. Herr Kaltmamsell meint:

    Ich habe mich an dieses Rezept von Katharina Seiser gehalten, ist wohl auch in einem ihrer Kochbücher:
    https://www.esskultur.at/servus-falter-und-ein-paar-termine/

    Ich habe ziemlich viel Salz dafür gebraucht; selbst jetzt, wo die Zitronen fertig sind, sind die Gläser noch halb voll unaufgelöstem (grobkörnigem) Salz, der Rest ist dann Zitronensaft.

  5. Andrea meint:

    Vielen Dank! Das werde ich ausprobieren.

  6. Berit meint:

    Das klingt famos, stell mir das gerade für Salate super vor oder um vielleicht einem Schmorgericht den richtigen Pep zu geben.

    Sagt eigentlich noch jemand Pep…?

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