Journal Donnerstag, 12. März 2026 – Inneres Sonnig zu Grau, außen andersrum
Freitag, 13. März 2026 um 6:24Noch früherer Wecker, nach eigentlich gutem, aber nicht genug Schlaf stand ich zu Regenrauschen auf.
Um 7:30 Uhr hatte ich meinen Termin bei der Zahnärztin, eine U-Bahn brachte mich hin (immer wieder schön, im morgendlichen Berufsverkehr mit Profis zu fahren: perfekt choreografiertes Einstiegs- und Ausstiegsballett), für die Fußwege benötigte ich einen Schirm.
Zahnreinigung: Endlich mal wieder unaufgefordert und sofort dickes Lob für meine Zahnpflege eingefangen. Die vertraute Zahnreinigerin hatte wie immer zu Anfang ein lila Färbemittel für Beläge aufgetragen – und drückte mir sogar stolz einen Spiegel in die Hand, um mir zu zeigen, wie wenig Lila man an meinen Zähnen sah. Na also, ich nehme die Triumphe, wo ich sie kriegen kann.
Mit der Zahnärztin sprach ich bei der Jahreskontrolle über meine anhaltenden Schmerzen. Sie fand auch diesmal keine Ursache, empfahl mir wieder, mich zu entspannen (im Scherz!), feilte aber meine Knirschschiene gegenüber vom Hauptschmerzzahn flacher, auf dass sie ihn nachts nicht drücken möge.
Diesmal besonders schön: Das Plaudern mit diesen beiden Begleiterinnen meiner Zahngesundheit seit so vielen Jahren, ich verließ die Praxis mit sehr sonnigem Befinden. Schirm brauchte ich dennoch.
Im Büro bremste ich meine Hektik wegen späterem Anfang, mein Posteingang machte mir das aber auch einfach. Also strukturiertes Abarbeiten, dabei entdeckte ich auch einen Fehler, den ich schon wieder gemacht hatte. Doch ich schaffte es, ihn zu echtem Lernen zu nutzen: Bei der Recherche, wie ich ihn ausgleichen konnte, fand ich nämlich eine grundlegende Lösung für ein schon lange lästiges Problem (das unter anderem wiederholt zu diesem Fehler geführt hatte). Euphorie!
Mittagscappuccino holte ich in der Cafeteria, zur eigentlichen Mittagszeit ging ich raus auf den Markt am Georg-Freundorfer-Platz, um Käse fürs Abendessen zu besorgen.
Als Mittagessen gab es später am Schreibtisch Trockenfeigen, eine Birne sowie Roggenvollkornbrot.
Emsiger Nachmittag mit problematischer Orga, aus äußeren Gründen war das Ergebnis nicht ideal und deshalb für mich unbefriedigend, Laune bereits wieder eingegraut.
Auf dem Boden des Atriums, an dem mein Büro liegt, ist ein Garten angepflanzt, mit eher übersichtlichem und eher mediterran wirkendem Grün. Seit ein paar Tage fiel mir abends beim Vorbeigehen ein angenehmer süßer Duft daraus auf, gestern wurde seine Quelle sichtbar: Einige Exemplare einer typischen Büropflanzenart blühten in kleinen weißen Dolden, ihr Duft zog hinauf in alle Stockwerke – das hatte ich in den fast elf Jahren, die ich dort arbeite, noch nie erlebt.
Ein Manuskript ausgedruckt. Es ist mir eine ungeheure Ehre, es lesen zu dürfen. Und es war begleitet von einem sehr, sehr schmeichelhaften Kompliment.
Wegen verspätetem Arbeitsanfang und einem Querschuss, der mir die Laune weiter verhagelte, eher später Feierabend.
Unbesungene Büro-Kämpfe: Wer so ein Foto von sich machen kann, sieht sehr wenig auf dem Bildschirm, weil die Sonne sich in einer gläsernen Trennwand spiegelt, für die keinerlei Abschirmmöglichkeit vorgesehen ist.
Ich ging direkt nach Hause, jetzt zumindest ohne Regenwolken.
Schaut man einmal nicht hin, ist die Mangnolie vor der Edith-Haberland-Villa bereits kurz vorm Platzen.
Auf dem Weg überlegte ich hin und her, ob die anstehende 45-Minuten-Folge Pilates mir eher gut tun würde, weil Bewegung, oder eher meine Gereiztheit verstärken, weil das Abendessen dadurch spät würde. Letztendlich entschied ich mich für Pilates, das sich allerdings nach Pflicht anfühlte.
Brotzeitvorbereitung (dabei ein Schüsselchen zerdeppert), Ernteanteil-Feldsalat angemacht, Käse, Brot, Sardinendosen angerichtet. Doch es wollte sich kein rechter Appetit einstellen, nach Sardinen und Feldsalat war er aufgebraucht. Abend abgebrochen, ins Bett zum Lesen.
§
Eleanor Morton alias Craig führt Sie durch den Zauber von Schottland im Januar.
2 Kommentare zu „Journal Donnerstag, 12. März 2026 – Inneres Sonnig zu Grau, außen andersrum“
Beifall spenden: (Unterlassen Sie bitte Gesundheitstipps. Ich werde sonst sehr böse.)
Sie möchten gerne einen Kommentar hinterlassen, scheuen aber die Mühe einer Formulierung? Dann nutzen Sie doch den KOMMENTAROMAT! Ein Klick auf einen der Buttons unten trägt automatisch die gewählte Reaktion in das Kommentarfeld ein, Sternchen darüber und darunter kennzeichnen den Text als KOMMENTAROMAT-generiert. Sie müssen nur noch die Pflichtfelder "Name" und "E-Mail" ausfüllen und den Kommentar abschicken.










13. März 2026 um 7:05
Blühende Magnolien: Ein sehr guter Indikator für bevorstehender Schneefall. Gefühlt in den letzten 20 Jahren bei uns (800 m.ü.M) stark zunehmende Korrelation.
13. März 2026 um 8:31
Hier (Nordend Frankfurt) denke ich, dass einige Magnolien bis Montag blühen werden.
Glastrennwand: Ich musste an BRAVO-Starschnitte denken, das würde doch helfen?