Journal Samstag, 17. August 2019 – Ratzinger Höhe in anderer Begleitung

Sonntag, 18. August 2019 um 8:16

So gut geschlafen wie schon lange nicht mehr, ich stand berstend vor Energie auf.

Der Morgen war warm und trocken genug für Morgenkaffee auf dem Balkon.

Ich war zum Wandern verabredet, mit einer Freundin wollte ich am Chiemsee den Obst- und Kulturweg Ratzinger Höhe gehen.

Es war ein warmer Tag mit Wolken angekündigt, gutes Wanderwetter. Der Zug nach Prien am Chiemsee war rege genutzt, wir bekamen aber noch Klappsitze.

Die Route kenne ich inzwischen so gut, dass ich keine Beschreibung mehr brauche. Dennoch war ich im ersten Viertel verunsichert, als die Ausschilderung nicht der Wegführung in meiner Erinnerung entsprach – so sehr, dass ich dann doch mal auf der Karte nachsehen wollte. Dazu musste ich allerdings erst ein paar ungeduldige Minuten Funksignal jagen – um letztendlich festzustellen, dass wir genau richtig liefen.

Die Obstbäume am Weg hingen voller Früchte, wir sahen Äpfel in allen Farben und Größen, viele Birnen, zum ersten Mal bekam ich mit, dass auch zahlreiche Zwetschgenbäume den Obstweg säumen – die konnte ich allerdings nur anhand der Beschriftung unterscheiden, im Gegensatz zu den Äpfeln und Birnen sahen die verschiedenen Zwetschgensorten für mich sehr ähnlich aus. Das Wetter hielt sich an die Vorhersagen, nur selten kam auch die pralle Sonne heraus und brannte sofort unangenehm.

Anderen Wanderern begegneten wir kaum, dafür waren viele Raderlinnen und Radler mit und ohne Motor unterwegs.

Ich lief fast durchgehend schmerzfrei und freute mich sehr darüber, erst in der letzten Stunde meldeten sich wieder Hüfte und Bein – aber lang nicht so schlimm, dass ich mich plagen musste.

Ausblick von der Ratzinger Höhe, auf der wir rasteten.

Simssee.

Wir gingen die gut 18 Kilometer in fünf Stunden, kehrten abschließend in Prien ein.

Ich hatte eine für mich sehr seltene Lust auf Kässpatzen, gegenüber gab es Lachstartar.

Die Bahn zurück war ein wenig verspätet und wieder rege genutzt, diesmal saßen wir aber sogar auf richtigen Sesseln. In München holte ich mir auf dem Heimweg noch ein Eis zum Nachtisch.

Die Wanderung hatte mich angenehm ermüdet, ich ging früh ins Bett.

die Kaltmamsell

10 Kommentare zu „Journal Samstag, 17. August 2019 – Ratzinger Höhe in anderer Begleitung“

  1. Mareike meint:

    Ich glaube, ich schlug vor ein paar Jahren diesen Weg vor und ich bin so froh darüber, dass es anscheinend eine gute Empfehlung war. Ich kenne die Gegend „nur“ aus Urlauben, in den letzten 25 Jahren war ich gut zehn Mal auf einem Bauernhof auf der Ratzinger Höhe und die Bilder und Beschreibungen lassen mich den nächsten Urlaub dort herbei sehnen..

  2. Frau Klugscheisser meint:

    Große Liebe für die kurze Hose! Erbitte Hintergrundinformation.

  3. die Kaltmamsell meint:

    Ist eine Wanderhose von Patagonia, Frau Klugscheisser, seit der Galicienwanderung erprobt. Und eine Übung in not giving a fuck.

  4. Anne meint:

    Wie bitte? Mir ging es wie Frau Klugscheisser: Absoluter Hingucker, die Schuh-Bein-Hosen-Kombi!

  5. Ulla meint:

    Ja die Shorts ist genial;-) unsere Radel Rundtour, Eschenlohe entlang der Loisach, wäre etwas zum erwandern. Auch jetzt auf meinem Kanal/ website.

  6. die Kaltmamsell meint:

    Ich kann ja verstehen, Ulla, dass Sie Werbung für Ihre Filme machen wollen. Doch ich finde, dass die nicht in die Kommentare eines Blogs passt, das sich explizit durch Radler auf Wanderwegen gestört fühlt.

  7. Ulla meint:

    Sorry, ich dachte Sie sind toleranter gegenüber Menschen die ihre Freizeit anders gestalten. Für mich sind Radfahrer auf Bayerns Wegen genauso akzeptiert wie Wanderer, wenn sie sich entsprechend benehmen.

  8. die Kaltmamsell meint:

    Ich hoffe durchaus, dass ich diesen Menschen gegenüber tolerant bin, Ulla. Weniger gegenüber ihrer Werbung.

  9. Hauptschulblues meint:

    Auf Wanderwegen sind (Elektro-) Biker äußerst nervig, weil sie auf meist auf Leistung und dementsprechend oft rücksichtslos fahren. Da sollten sie von Amts wegen verscheucht werden.
    H. fährt mit seinem Freund nur auf ausgewiesenen Radwegen, demnächst München – Landshut, da werden keine Wanderer belästigt.
    Werbung in Blogs oder durch Kommentare – ojeh.

  10. Sabine meint:

    Der romantisch schmale Auslüftweg meiner Kindheit und Jugend (vom Schloss Seefeld nach Widdersberg durch den Wald, gerne weiter nach Andechs) ist seit einigen Jahren unbegehbar geworden, nachdem so ein Schlauberger das als MTB-Route vorgeschlagen hat. Ich radle ja selbst gern und viel, aber die mangelnde Einsicht vieler Radler gegenüber Wanderern ist schon echt lästig. Allein, dass Sie lautlos von hinten angerast kommen und sich zu fein sind, durch ein dezentes Ping mit der Klingel auf sich aufmerksam zu machen, ist ein Ärgernis. Nein, ältere Leute, die da jeden Morgen zur Erhaltung ihrer Gesundheit marschieren, hören das Rauschen der Reifen nicht, und nein, eine Klingel verdirbt die Gewichtsbilanz eures MTB-Boliden nicht.

    Letztens habe ich den Fehler gemacht, durchs Mühltal zu radeln und kam mit sehr schlechtem Gewissen gegenüber den Fußgängern in Leutstetten an, denn da konnte man auch bei größter Umsicht nicht verhindern, zur Belästigung zu werden. Die Straße ist dort dank der renommiersüchtigen Motorradfahrer auch keine Lösung.

    Es sind einfach zu viele Leute unterwegs.

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