Journal Samstag, 7. Dezember 2019 – Geburtstagsfeier in bei Basel

Sonntag, 8. Dezember 2019 um 18:04

Frühes Aufstehen, um vor dem Aufbruch noch bloggen und bankstützen zu können.

Herr Kaltmamsell wollte gerne sehr rechtzeitig am Zentralen Omnibusbahnhof ZOB sein, also hatten wir noch reichlich Zeit zum Brotzeitbesorgen und uns umzusehen. Der IC Bus, den uns die Deutsche Bahn sowohl online als auch am Schalter als Bahn(!)-Verbindung verkauft hatte, stellte sich als eine von neun Direktverbindungen zwischen Städten heraus, die die Deutsche Bahn jetzt per Bus bedient. Die alternative Verbindung über Lindau und Friedrichshafen (Zug, Bus, Zug) hätte einmal Umsteigen und anderthalb Stunden Fahrtzeit mehr bedeutet. (Außerdem ist Reisebus tatsächlich das CO2-freundlichste Reisemittel, umso mehr, wenn er voll besetzt ist.) Wir zahlten für zwei Personen hin und zurück (beide Bahncard 25), als Supersparpreis 75 Euro.

Der Reisebus war zweistöckig, das Personal trug Bahnuniformen und war lässig freundlich, alle Plätze waren besetzt, es gab WLAN. Ich las die Wochenend-Süddeutsche und das SZ-Magazin vom Freitag, guckte aber auch viel aus dem Fenster.

Bodensee bei Rohrschach, der Tag war grau und regnerisch. Der am deutlichsten spürbar Unterschied zur Zugreise: Man kann nicht ganz aufstehen, sich strecken, dehnen, ein wenig auf und ab gehen. Dreieinhalb Stunden Sitzen fiel mir arg schwer.

Zürich erreichten wir pünktlich und problemlos, mussten uns allerdings erst ein wenig orientieren: Der Busbahnhof war ein unbedachter, eher kleiner Parkplatz, von dem aus wir zehn Minuten zum Bahnhof spazieren mussten.

Aber wir bekamen Sonnenschein.

Ich hatte mittlerweile gemerkt, dass ich nur die Hälfte meines Schminkzeugs in den Kulturbeutel geworfen hatte – egal, genau Lidstrich und Wimperntusche gingen eh gerade zur Neige und wir hatten noch Zeit beim Umsteigen. Im Bahnhof fand ich einen Laden, in dem ich nachkaufte (zu Schweizer Preisen, Vergesslichkeit muss bestraft werden).

Am Zielort richteten wir uns im Pensionszimmerchen ein, ruhten aus, lasen: Joël hatte uns einen Kurzgeschichtenband einer preisgekrönten luxemburger Autorin geschenkt, Elise Schmit – las sich sehr gut weg. Bis wir uns für die abendliche Geburtstagsfeier fertig machten und zu ihr spazierten.

Es gab Wiedersehen mit großem Hallo, Köstlichkeiten aus Kürbis, Roter Bete, Blaukraut, Sellerie, ein besonders bemerkenswerter Pilz-Pie mit cremiger Linsen-Champignon-Füllung, Süßigkeiten, Winzersekt, Basilikum-Drinks, zu all den Gesprächen durfte ich auch noch zwei Katzen streicheln. Zudem: Zu meiner großen Freude eine Einladung für nächsten Mai.

Nach Langem gehörte ich (UND Herr Kaltmamsell!) zu den letzten Gästen.

die Kaltmamsell

6 Kommentare zu „Journal Samstag, 7. Dezember 2019 – Geburtstagsfeier in bei Basel“

  1. Hauptschulblues meint:

    Das stimmt schon, dass ein vollbesetzter Bus das beste Verkehrsmittel ist. Aber H.s als alte Leute können nicht so lange eng sitzen.
    Aber es ist prima, dass die Bahn jetzt auch wieder Bahnbusse einsetzt. Die gab es ja schon mal.
    Zum länger fahrenden Zug: Ab Donnerberger Brücke frühstücken. Er hat ein erstklassiges Zugrestaurant mit freundlichem Service. Und er fährt hinter den Bauernhöfen und Misthaufen lang.

  2. die Kaltmamsell meint:

    Das überrascht mich sehr, Hauptschulblues: „erstklassig“ habe ich in Verbindung mit der Systemgastronomie der Deutschen Bahn wahrscheinlich noch nie gehört oder gelesen. Wird die Strecke am End‘ von der italienischen oder der ungarischen Bahn bedient?

  3. Hauptschulblues meint:

    Nein, liebe Frau Kaltmamsell.
    Von der schweizerischen SBB. Immer noch sind die leicht warmen Croissants im Kopf, die der Kellner vorbei brachte und anpries.
    Das war aber vor 10 Jahren. Vielleicht ist mittlerweile alles anders, nächstes Jahr wird es aufs Neue ausprobiert.

  4. Frau Bruellen meint:

    Es war so schön, dass Ihr da wart! Danke für alles und bis bald!

  5. Philine Meyer-Clason meint:

    Die Bahnbusse München Zürich werden deshalb eingesetzt, da die Zugstrecke im Allgäu ausgebaut wird und dort seit Monaten Baustelle ist. Es gibt derzeit keine direkte Zugverbindung München/Lindau/St.Gallen – Zürich.
    Wenn die SBB die Strecke München-Zürich-München bediente, war das gastronomische Angebot in der Tat um Meilen besser als bei der DB.

  6. Joël meint:

    Da ich seit Tagen aus Zeitgründen nicht zum Blogschreiben komme, geschweige denn andere lese, antworte ich erst jetzt.
    Es freut mich sehr dass Ihnen das Buch von Elise gefällt.

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