Journal Freitag, 6. Dezember 2019 – Überraschender Nikolaus

Samstag, 7. Dezember 2019 um 7:21

Frisch und munter nach einer guten Nacht aufgewacht (dank Ibu?), in der ich viel von der bevorstehenden Geburtstagsfeier am Samstag geträumt hatte.

Früher Wecker, um nochmal sporteln zu können: 25 Minuten Crosstrainer, Dehnen, Ortho-Bankstütz, seitliche Bauchmuskeln (den Seitstütz, den mir Dr. Orth2 auftragen wollte, verweigerte ich noch vor Ort – zu starke LWS-Schmerzen; aber es gibt ja Alternativen).

UND! Im Wohnzimmer stand neben meinem Laptop ein Schokoladennikolaus, mit dem mich Herr Kaltmamsell wirklich überraschte – ich hatte dieses Jahr völlig vergessen, ihm mit Zaunpfählen zu bedeuten (transparente Kommunikation, so wichtig in Beziehungen), dass er besser mal für einen Nikolaus an Nikolaus sorgen möge. Der Zaunpfahl von 2018 war wohl groß genug für ein paar Jahre.

Ein Twitterer (und gleichzeitig eine Internet-Bekanntschaft, seit er noch in der Schule war – mittlerweise hat er sogar einen Dr.) formulierte gestern treffend, wie ich durchs Leben gehe, das ich ja als Last empfinde: Die Suppe in den Haaren suchen.

Sonniger Tag, morgens frostig, doch über den Tag wurde es ein wenig milder. Mittags eine Breze und Quark mit Apfel, nachmittags ein wenig Schokolade aus dem Adventskalender, den mir ein Dienstleister geschenkt hatte.

Sehr pünktlicher Feierabend, ich hatte noch Dinge vor. Erst mal kaufte ich Abendessen ein: Im Vollvorner sah ich mich an der Fleischtheke um und entschied mich für „Lamm-Steaks“ (sah mir nach Scheiben von der Keule aus), dazu Romanasalatherzen.

Zu Hause „erst die Pflicht, dann das Vergnügen“ (einer der ehernen Sprüche, mit denen ich erzogen wurde): Bügeln. Eigentlich hatte ich nur das Nötigste für die nächsten Tage bügeln wollen, doch dann bügelte ich den ganzen Podcast lang, den ich mir dafür ausgesucht hatte:

Katharine Borcherte, einst Lyssa, inzwischen Chief Innovation Officer bei Mozilla, wird eine Stunde für den Zeit-Podcast Frisch an die Arbeit interviewt.
„Katharina Borchert: ‚Mir ist bewusst, dass das Leben sehr kurz sein kann'“.

Ich erfuhr einiges Neues über ihre journalistische Karriere und wurde überzeugt, dass ihr der superanstrengende Arbeitsstil, den sie seit Antritt bei der WAZ 2006 hat, wirklich, wirklich Spaß macht. (Menschen sind verschieden!)

Als Snack vorab hatte Herr Kaltmamsell den Grünkohl aus Ernteanteil zu Chips verarbeitet, dann gab es das Lamm mit dem Salat (Knoblauchjoghurtmajo, drübergestreut den Ruccola aus Ernteanteil), dazu Luxemburger Cremant Alice Hartmann.

Absprachen zur samstäglichen Fahrt nach Basel, wohin die Deutsche Bahn uns diesmal erst mit dem Bus nach Zürich schickt. (?)

§

Auf dem Blog Textile Geschichten die sehr interessante Geschichte der „Gelbsterne“ Anfang des 20. Jahrhunderts, gleichzeitig Historie des Kleidungskaufs:
„Probierdamen und Idealmaße 1900“.

§

Zum Thema des gestrigen Blogposts Misshandlung hatte ich erst am Abend zuvor einen Text im aktuellen Granta gelesen. Der schwedische Psychiater Ulf Karl Olov Nilsson schreibt über das, was schweres Trauma mit Menschen anrichtet – und was das für den Umgang mit Flüchtlingen bedeuten kann.
„The Poetics of Trauma“.

die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „Journal Freitag, 6. Dezember 2019 – Überraschender Nikolaus“

  1. Sabine meint:

    Gute Fahrt mit dem Bahnbus nach Zürich, denn ich gut kenne. Ich habe ihn immer nur verblüffend pünktlich erlebt. Wenn man rechtzeitig nicht, kann man übrigens mit dem Europa Ticket sehr günstig überall in die Schweiz hinfahren.

  2. Hauptschulblues meint:

    Warum Bahnbus? Gibt es den schönen Zug München-Basel durch das Allgäu nicht mehr?
    Das wäre schade, denn H.s wollen nächstes Jahr in Basel englische Freunde treffen.

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