Journal Montag, 27. Januar 2020 – Lustig geht vor hübsch

Dienstag, 28. Januar 2020 um 6:38

Mittelunruhige Nacht, jetzt aber nicht durch Schmerzen, sondern schlichte Wachattacken, eine davon mit Herzdonner und Angst. Freue mich trotzdem darüber, dass es dem Hüftgelenk so viel besser geht.

Morgensport: 15 Minuten Halteübungen und Dehnen.

Mit dem Rad in die Arbeit. Vorläufig schone ich am besten durch möglichst wenig Gehen und Treppensteigen. Und möglichst wenig langes Stehen, deshalb keine Teilnahme an einer größeren Versammlung, in der alle Sitzplätze bereits belegt waren. (Noch ist der Unwillen gegenüber making a fuss zu groß.)

Nachdem diese Kombination Strumpfhose/Schuhe schon am Samstag auf der Straße ein Hit war, wiederholte ich sie gestern. Merke: Lustig geht vor hübsch. Immer.

Zum Mittagessen Gurke und ein Stück Käse.

Aus Gründen war ich gestern ausgesprochen gereizt, deshalb nicht so hilfsbereit, wie ich gerne wäre, was mich noch gereizter machte. Lichtblick war die Kontaktaufnahme eines Menschen aus meiner beruflichen Vergangenheit, die mich sehr freute: Ich denke oft an sie und bin schon sehr gespannt auf ein Treffen, bei dem ich herausfinde, wie es bei ihr weitergegangen ist.

Immer wieder Erinnerungsflashes an die sonntägliche Schwimmrunde und wie schön sie war. Herr Kaltmamsell deutet ja an, dass er hinter meinem Bewegungsdrang Suchtverhalten vermutet – ich wüsste nicht, wie ich das herausfinden sollte.

Auf der Heimfahrt kurzer Stopp an Bank und Biosupermarkt, zum alleinigen Abendessen (Herr Kaltmamsell war beruflich außer Haus) gab es die beiden restlichen Rouladen vom Samstagabend, Eierlikör und Schokolade.

§

Auch Pia Ziefle hat Bov Bjergs Serpentinen gelesen und macht sich Gedanken, in denen die gemeinsame schwäbische Herkunft eine Rolle spielt.

Nachdem @gedankentraeger darauf hinwies, dass ein Rezensent ja wohl offensichtlich Bov Bjergs Erstling Deadline nicht gelesen habe, wollte auch ich das nachholen. Was nicht so einfach werden dürfte:

Der Roman „Deadline“ erschien 2008 im Mitteldeutschen Verlag. Die Auflage betrug 750 Exemplare. Davon wurden 224 Exemplare verkauft. Der Rest der Auflage wurde bei einem Lagerbrand vernichtet.

Verfügbar ist noch die Hörbuchversion, gelesen vom Autor – aber zu einem Hörbuch komme ich frühestens bei der nächsten vielstündigen Zugreise. Ich erkenne einen weiteren großen Vorteil des Formats eBook.

§

Entspannungsgelächter vor dem Zu-Bett-Gehen: Diese Kurzdarstellung eines Alltags mit geschminkten Lippen. (Scheint eine russische YouTube-Show zu sein.)
via @formschub

die Kaltmamsell

7 Kommentare zu „Journal Montag, 27. Januar 2020 – Lustig geht vor hübsch“

  1. Corsa meint:

    Nicht lustig, sondern sehr, sehr stylish und sehr cool.
    Made my day.

  2. lihabiboun meint:

    WOW, wie stark ist das denn: diese Kombi aus orange, gelb und schwarz!!! Das ist nicht lustig, das hat Stil!!! Und was für einen. Nämlich Ihren eigenen. Endlich mal kein 08/15 Mäuschen ….. Ein Lichtblick.

  3. Frau Klugscheisser meint:

    Eine Suchterkrankung basiert auf einer Fehlsteuerung des Belohnungssystems im Gehirn. Suchtmittel aktivieren verschiedene Botenstoffe, die zum Beispiel Wohlbefinden oder Euphorie auslösen. Dadurch lernt das Gehirn relativ schnell, ein bestimmtes Suchtmittel als positiven Reiz wahrzunehmen. Fehlt dieser Reiz, empfindet es eine Art Belohnungsdefizit – mit der Folge, dass der unkontrollierte Wunsch nach dem Suchtmittel entsteht. (…) Um von Suchtverhalten bzw. einem Abhängigkeitssyndrom zu sprechen, müssen im Laufe der letzten 12 Monate mindestens drei dieser sechs Kriterien erfüllt gewesen sein:
    Starkes, unwiderstehliches Verlangen, ein bestimmtes Rauschmittel zu konsumieren,
    verminderte Kontrollfähigkeit über Menge, Zeitpunkt und Dauer der Zufuhr,
    körperliche Entzugserscheinungen,
    stetige Dosissteigerung aufgrund der Toleranzentwicklung,
    wachsender Interessenverlust und zunehmende Bedeutung von Beschaffung der Substanz bzw. Erholung vom Konsum der Substanz,
    anhaltender Konsum trotz nachweisbarer schädlicher gesundheitlicher oder sozialer Folgen.

    von hier:
    https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/suchterkrankung-stoffgebunden/was-ist-sucht/

  4. Sonja meint:

    „Deadline“ müsste als gebundenes Buch per Fernleihe über eine Bibliothek bestellbar sein.

  5. Croco meint:

    Chic-chic!
    So richtig paradiesvogelmäßig:).
    Und die Serpentinen reizen mich sehr als Lesezeugs.
    Die Originale sind so zahlreich und wie legendär, trennen sie doch die Neckarebene von der rauen Alb, zwei so unterschiedliche Welten. Holzelfinger Steige, Honauer Steige, das sind meine. Dort gibt es ein Wilhelm Hauff Museum, dem Dichter meines Lieblingsmärchens Das kalte Herz gewidmet.
    Ach, ich schweife ab.

  6. Elisabeth meint:

    Großartiges Outfit! Das Video hab ich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit gesehen: Falls Sie eine irre kichernde Lehrerin irgendwo auf der Schwäbischen Alb gesehen haben (Gruß an @crocodylus.blog;-)): das war ich.

  7. RdF meint:

    „Herr Kaltmamsell deutet ja an, dass er hinter meinem Bewegungsdrang Suchtverhalten vermutet – ich wüsste nicht, wie ich das herausfinden sollte.“

    Mal ne Woche die Sportration halbieren?
    Als jahrelanger Leser Ihres Blogs finde ich übrigens Herrn K. s Vermutung nachvollziehbar.


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