Journal Sonntag, 9. Februar 2020 – Was in der Pause geschah

Montag, 10. Februar 2020 um 6:03

Bov Bjergs Deadline von einem Leser geschenkt bekommen. Rührung, Überwältigung und Dankbarkeit.

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Ein Tag mit Komplettüberforderung, Elend und Siechtum, den ich mit mittäglicher Krankmeldung abbrach, um heimzufahren und mich ins Bett zu legen. Wenn sich der Anblick von Zeitungsschlagzeilen so unerträglich anfühlt wie ein Martinshorn im Tunnel direkt neben mir.

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An den Kammerspielen Die Räuberinnen gesehen.

Ausverkaufte Vorstellung (Publikum in der üblichen Zusammensetzung aus hauptsächlich älteren und alten Menschen). Ich hatte vorher wieder nichts über die Inszenierung gelesen, fand keinen Ansatz, was das alles sollte, hatte aber eine mords Gaudi – das gesamte Publikum noch viel mehr. Zwar ahnte ich, dass ein großer Teil improvisiert war (diesem Eindruck habe ich ja zu misstrauen gelernt, da herausragende Schauspielerinnen auch Improvisation überzeugend spielen können), doch erst das Hinterherlesen des Programmhefts verschaffte mir Gewissheit. Das Publikum wurde von Anfang an angesprochen und einbezogen (auch das kann ja inszeniert sein – Bernd Noack schreibt im Spiegel von „vorgegaukelter Improvisation“), es ging von Anfang an fröhlich und begeistert mit. Unter anderem nahm uns Gro Swantje Kohlhof auf eine „Traumreise“ („Sind Waldorfschüler im Publikum?“) in einen Wald, das Publikum sorgte selbsttätig für Tierstimmen, so dass Kohlhof ganze Schwärme Käuzchen einbaute (ein besonders penetrantes musste sie dann aber doch zum Schweigen bringen, „Ruhe im Wald!“), außerdem 700 Rehe. Klar, es sind Schauspielerinnen – aber ich hatte dann doch den Eindruck, dass auch sie eine Gaudi hatten.

Nachträglich stufe ich das ganze als eine Improvisation über Schillers Räuber ein, die nicht mal zu einer Deutung kommen möchte, sondern frei assoziiert.

Manche finden das fürchterlich:
„Mädelsabend in der Schulschwimmhalle“.
„Party ohne Schiller“.

Manche super:
„Leonie Böhm macht aus den ‚Räubern‘ von Schiller ‚Die Räuberinnen'“.
„Spiellust und vollkommene Befreiung“.

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Körperliches:

Eine leichte Erkältung und eine heftige Menstruation mit – neuestes Feature – zwei Tagen Krämpfen, die mich zudem eine sonntägliche Schwimmrunde kostete, weil ich auch an Tag 6 noch so stark blutete, dass ich mich nicht ins Schwimmbad traute.

Viel Nachdenken über ein künstliches Hüftgelenk. Jedes seriöse Rechercheergebnis nach dem idealen Zeitpunkt für die Operation ergibt in diesen oder anderen Worten: Das kann nur die Patientin beurteilen. Ruheschmerz bin ich derzeit durch die Spritze los, doch Gehen funktioniert nach einer Woche mit stetiger Besserung jetzt wieder nur unter Schmerzen bei jedem Schritt – ich war auf meinem gestrigen Sonntagsspaziergang im Tempo einer nicht besonders rüstigen 90-jährigen unterwegs. Viel hadernde Grübelei, die ich leider nicht abstellen kann (aber auf dem Röntgenbild haben zwei Dr. Orths nicht mal eine Arthrose gesehen! vs. soll ich ernsthaft erst mal durchgehend Ibu nehmen und zu Krücken greifen, bevor ich reif für die OP bin? vs. jetzt zehre ich noch von meiner Fitness und Beweglichkeit aus vielen Jahren Sport, nach ein paar Jahren Sportunfähigkeit ist davon nichts mehr übrig und die postoperative Reha wird viel schwieriger vs. das ist aber fei schon ein ganz schon brutaler Eingriff vs. all die Ausweichbewegungen, die ich mir jetzt angewöhne – also das Hinken, könnten Folgeschäden verursachen). Dabei habe ich doch in zwei Wochen den nächsten Orthopädentermin, bei dem ich die nächsten Schritte diskutieren kann. (Wenn sich der Arzt dafür Zeit nimmt.) (Ach MIST!)

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Yoga mit Adriene entdeckt, auf Empfehlung gefühlt meines gesamten weiblichen Internets mit und ohne Hang zu Bewegung.

Und tatsächlich kriegt mich das zum ersten Mal Yoga-mäßig, also nicht nur die sportliche Seite: Alle paar Morgen gehört zu Adrienes kontinuierlichen Anweisungen und Hinweisen ein freundliches „trust me“ oder „I got your back“ – was ich so ernst nahm, dass es mich zu Tränen rührte. Nachdem ich mich bei einer Yoga lehrenden Bekannten erkundigt hatte, wie wichtig die Präszision von Haltung und Bewegung bei Yoga ist und erfahren hatte, dass eine gute Vorturnerin immer darauf hinweist, wenn sie wichtig ist. Dass mich die Ansage immer zum Fokus einer Bewegung leitet.

Gekriegt hat mich dieses Yoga überhaupt durch seine Freundlichkeit und Unverbissenheit: „Move like you love your body“ und „Stand up tall, like you love yourself“ sind halt zugänglicher als „Love your body“ oder „Love yourself“, was mir deutlich zu enorme Aufgaben wären. Zudem ist mir Adriene ungemein sympathisch (sie bringt es fertig, dass ich ihren Dank für meine Zeit und meine Energie ernst nehme, dass ich ihr glaube, wenn sie das als Geschenk bezeichet), außerdem hat ihr Yoga-Programm eine unschlagbare USP: Benji, den Hund. Er taucht immer wieder auf, oder liegt rum, bekommt einen kurzen Zwischenstreichler oder ein freundliches Wort – was dem ganzen Programm eine entspannte Note gibt, die anders nur schwer zu erreichen wäre.

Bislang schönster Moment war an Tag 5: Meine rechte Hüfte lässt mich ja nicht wirklich schneidersitzen, das rechte Bein liegt eher Schürhackl-artig vor dem angemessen angewinkelten linken. So auch am Anfang der 30-Minuten-Einheit an diesem Morgen. Sie endete in derselben Position – und ich sah mich in echtem Schneidersitz, auch das rechte Bein machte mit. Irgendwas hatte dieses Yoga bewirkt.

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https://www.youtube.com/playlist?list=PLui6Eyny-UzzFFfpiil94CUrWKVMaqmkm

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Fotos aus der Pause:

Schöne Überschrift.

Das Pissoir in der Isarvorstadt hat endlich einen neuen Zweck: Erinnerungsort für drei Gast-Isarvorstädter.

Die drei amtlichen Frühlingsboten Schneeglöckchen, Krokanten, Winterlinge gestern im Alten Südfriedhof und am Westermühlbach.

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Die Pause hat nicht gereicht, dass ich mir endlich NetflixAmazonAppleTV geholt hätte und dann doch HandmaidsTaleGoodOmensPicard angesehen hätte.

die Kaltmamsell

82 Kommentare zu „Journal Sonntag, 9. Februar 2020 – Was in der Pause geschah“

  1. Uta meint:

    Wie schön, daß Sie wieder hier sind.

  2. Catrina meint:

    Ich freue mich, Sie wieder lesen zu dürfen.

  3. Petra meint:

    Schön, dass Sie wieder schreiben. Habe die Lektüre Ihres Blogs vermisst.

  4. Beate meint:

    Ich freue mich Sie wieder zu lesen!

  5. Trulla meint:

    Freut mich sehr, dass Sie zurück sind. Sie fehlten.

    Bitte, Fassbinder und Mercury sind gut zu erkennen am Pissoir, wer ist der Dritte?

    Gerade habe ich die verfügbaren drei Staffeln Handmaid’s Tale gesehen, wirklich harter Tobak von großer gleichnishafter Aktualität. Ende der 80er Jahre hatte ich Margaret Atwoods Buch (unter Feministinnen damals ein „must“) gelesen, beklemmende Visionen. Vergleichbar mit der Wucht von „1984“ oder „Fahrenheit 451“.

    Zur evtl. OP: eigene Erfahrungen habe ich nicht, aber miterlebte bei Angehörigen. Mein Eindruck: man kann zu lange warten, denn wenn erst mal alles rundherum entzündet ist, Schonhaltung sich verfestigt hat, wird der Heilungsprozess erschwert. Kein Rat, nur Beobachtung: nicht den niedergelassenen Dr.Orth, der einmal wöchentlich dank Belegbett operiert, ranlassen (sorry doktores, gibt bestimmt Ausnahmen) sondern in eine Klinik gehen, wo derartige OP’s Alltagsgeschäft sind.

  6. Joe meint:

    Einzelberichte helfen zwar nur bedingt weiter, aber mein bester Freund hat Anfang letztes Jahr eine „neue Huefte“ bekommen, im Alter von 47. Auch ein sportlicher Typ. Nach einem Jahr: Alles super. Wurde nicht einzementiert, da dauert es etwes laenger, aber vereinfacht die Revisionsoperation, die irgendwann mal faellig, wird. Haelt ja nicht ewig, so ein Ding, und in dem Alter nimmt man doch an, dass der Patient das Implantat ueberlebt.

  7. creezy meint:

    Wie schön Sie wieder zu lesen, allerliebste Kaltmamsell.

    Zur Hüfte: Nach der Erfahrung mit Adrienne, würde ich sagen: Trust Adrienne. Wenn Orthopäden keine Arthrose im Röntgenbild sehen, dann ist da keine. Dann gibt es keinen Grund für ein Hüftgelenk. Dann ist eher physikalische Therapie (Eigentherapie) das Signal.

    Ich kann nur sagen, dass ich ja sehr ähnliche Probleme habe und dieses OP-Ding über mir schwebt. Aber mein sehr guter Physiotherapeut hat mit sehr schmerzhaften Übungen mich in den letzten Monaten wieder so gut wieder in die Weite gebracht. Und die Pilateslehrerin arbeitet mit mir hart an den Hüftbeugern, um sie wieder lang zu bekommen. Mittlerweile glaube ich eher, dass bei Frauen rund um die Menopause sich die Muskulatur im Hüftbereich als allererstes verkürzt.

    Geduld. Training. Setze Dir einfach eine Frist. In einem Jahr kannst Du Dich immer noch operieren lassen, wenn andere intensive Maßnahmen nicht geholfen haben.

    Und: Google „Liebscher und Bracht Hüfte” – der ist so gut, der Mann!

  8. Rieke meint:

    Wie großartig, dass Sie aus der Pause zurück sind! Ich freue mich sehr.

  9. Mareike meint:

    Was für eine schöne Überraschung am Morgen!

  10. Frau Brüllen meint:

    <3

  11. die Kaltmamsell meint:

    Ich geb das dem Radiologen weiter, creezy, der mit der MRT „mittelgradige Arthrose“, daraus resultierend Entzündung und Zyste im Hyftgelenk diagnostizierte.

  12. Britta meint:

    Willkommen zuhause.<3

  13. Stedtenhopp meint:

    Hurra!

  14. Neli meint:

    Es ist so schön, daß sie wieder schreiben.

  15. Isa meint:

    Wie schön von Ihnen zu lesen!

  16. Anne meint:

    Oh wie schön wieder von Ihnen lesen zu dürfen !
    Ich wünsche Ihnen einen guten Wochenstart und eine schmerzarme Woche !
    Grüße vom Bodensee

  17. Corsa meint:

    Welcome back.

  18. Ulla meint:

    Daumen halten für die Hüfte und weniger Schmerzen wünschen.

  19. Elfe meint:

    Welch Freude, am Morgen zu sehen, dass Sie wieder schreiben. Danke und eine gute Woche!

  20. Sabine Kerschbaumer meint:

    Meine Morgenlektüre ist zurück, das ist so schön :-).

    Gesundheitsratschläge gibt es von mir keine ;-) – denn nicht umsonst steckt in diesem Wort der Begriff „Schlag“. Einzig kann ich Murnau sehr empfehlen, die haben sowohl meinen Mann als auch den Ex-Mann ganz wunderbar „geflickt“.

  21. lihabiboun meint:

    Der Morgen war sehr fad ohne Sie verehrte Kaltmamsell. Sooo war mir das nicht klar. Danke, dass Sie wieder da sind.

  22. iv meint:

    Bentornata!

  23. Nina meint:

    Schön, dass Sie wieder da sind!

  24. Juli meint:

    Wie schön, dass Sie wieder da sind.

  25. Penelope meint:

    Liebe Kaltmamsell,

    wunderbar, dass du wieder da bist :)

  26. Daniela meint:

    Schön dass Sie wieder da sind!

  27. Elisabeth Martin meint:

    Es ist sehr schön, dass Sie wieder da sind.

  28. Susann meint:

    Schön, dass Sie wieder da sind und AUCH Spaß hatten, während Sie weg waren.

  29. Defne meint:

    Da hatte ich mit meiner Hüfte bisher mehr Glück. 2009 wurde vom Orthopäden mit Hilfe einer Röntgenaufnahme Arthrose festgestellt. Dann habe ich herausgefunden dass mir bestimmte Bewegungen besonders weh tun, das war das Bergabgehen. Diese Bewegungen habe ich dann versucht zu vermeiden. Das war schwierig weil ich zu der Zeit in einem sehr gebirgigen Ort gewohnt habe. Aber mit längeren Umwegen die weniger Gefälle hatten war es möglich. Außerdem habe ich eine sehr gute Osteopatin und mit ihrer Hilfe bin ich so gut wie schmerzfrei.
    Auch wegen ein paar anderen kleineren Gebrechen taste ich mich momentan an eine mehr entzündungshemmende Ernährung ran.

  30. Susanne meint:

    Schön, hier wieder zu lesen, ich freue mich sehr.

  31. Lempel meint:

    Freue mich auch sehr, dass Sie zurück sind. Eine interessierte Zwischenfrage: Was ist denn die vermutete Ursache der Arthrose und der Entzündung in der Hüfte?

  32. Kirsten meint:

    Schön, dass Sie wieder schreiben!

    Ich wünsche viel Glück und Geduld beim Rausfinden der nächsten Schritte. Könnte zäh werden, weil sehr unterschiedliche Ärztemeinungen unter einen Hut gebracht werden müssen. Und weil immer wieder doofe Wartezeitlücken entstehen, die man irgendwie meistern muss.

    Aber Sie werden einen guten Weg finden. Ganz bestimmt.

  33. Curima meint:

    Ich bin sehr glücklich, dass es weitergeht hier. Alles Gute für die Hüfte. So eine Entscheidung treffen zu müssen, stelle ich mir sehr schwer vor.

    Und Adriene ist die Beste. Dank ihr hab ich auch zum Yoga gefunden.

  34. die Kaltmamsell meint:

    Sie sind alle zu freundlich, danke!

    Die Ursache der Arthrose in verhältnismäßig jungen Jahren ist einfach, Lempel: Fehlbelastung durch angeborene Hüftdysplasie (beidseitig) und LWS-Skoliose. Beides diagnostiziert, als ich 19 war – mit dem Hinweis des damaligen Orthopäden: „Tja, in 5 bis 15 Jahren brauchen Sie halt eine neue Hüfte.“ (Dafür habe ich ziemlich lang durchgehalten.)

    Danke auch für die guten Wünsche!

  35. Andrea meint:

    Liebe Frau Kaltmamsell,
    ich bin sehr froh, wieder von Ihnen zu lesen. Da ich mittlerweile seit über einem Jahr krank zu Hause sitze, wurde es zu meiner liebgewordenen Routine, morgens bei Ihnen zu lesen, häufig begleitet von heftigem Kopfnicken und immer wieder überrascht und beeindruckt, wie breit gefächert Ihre Interessen sind – von albern bis tiefgründig ist so vieles dabei.
    Ich hoffe, die Pause hat Ihnen gutgetan. Wir sollten Sie viel öfter wissen lassen, wie viel Sie und Ihr Blog uns treuen Lesern bedeuten.
    Danke.

    P.S.: Schade, dass die Pause mit den Oscars zusammenfiel – ihr Live-Berichterstattung hat mir immer sehr gut gefallen.

  36. Regina meint:

    Auch ich freue mich sehr, Sie wieder lesen zu können, Sie haben sehr gefehlt.

    Und auch ich erlaube mir eine Bemerkung zur Hüfte.
    Keine eigene, aber Erfahrung mehrerer sehr naher Angehöriger.
    Bei Arthrose nicht zu lange warten, da sonst auch der Knochen immer weiter angegriffen wird. Hilft nicht beim „Einbau“ und nicht bei der Reha. Und tatsächlich alle 6 Personen sagten hinterher, sie hätten es besser früher gemacht und sei gar nicht soo schlimm gewesen.
    In Frankreich bleibt man sogar nur 1 Nacht im Krankenhaus, dann wieder nach Hause.

    Die Diagnose muss natürlich entsprechend sein und es ist dann trotzdem natürlich Ihre Entscheidung.

  37. Nadine meint:

    Hurra!
    Ich freue mich riesig, Sie wieder lesen zu dürfen.
    Es fällt mir ein kleines Steinchen vom Herzen. Und
    ich drücke weiterhin die Daumen für die Hüfte.

  38. Katharina meint:

    Ich freue mich auch, dass Sie wieder da sind!

    Meine neue Hüfte habe ich 2018 in Werneck einbauen lassen, das ist ein tolles Krankenhaus und die Hüfte ist supergut geworden. Von Tag eins nach der OP hat sie sich wie ein eigenes Gelenk angefühlt. Da sie aus Keramik und Titan besteht, hält sie laut Arzt 30 Jahre bei normaler Beanspruchung – auch so ein Hüftgelenk nutzt sich ab. Zum Zeitpunkt: Je mehr Muskelmasse vor der OP noch da ist, desto besser für die anschließende Erholung.

    So oder so: Gute Besserung!

  39. lesebrille meint:

    Sehr schön wieder von Ihnen zu lesen !

  40. AnkeD meint:

    Schön, dass Sie wieder da sind.

    Mein Bruder hat mit 48 eine neue Hüfte bekommen. Vorher hat er wirklich über Jahre alles versucht, um das zu verhindern/hinauszuzögern. Er hatte auch eine kleinere OP, die gegen die Schmerzen helfen sollte, ein Stück Gewebe wurde entfernt, geholfen hat nichts. Die OP ist kein Spaß, aber schon 3 Tage danach hat er gesagt, dass er sich besser bewegen kann. Jetzt, nach 8 Jahren ist er beschwerdefrei und denkt gar nicht mehr an sein Ersatzteil.

  41. Sabine meint:

    Orr, und ich war schon ziemlich weit gediehen mit meiner lösungsorientierten Bewältigungsstrategie à la „Entscheidungen respektieren“ „Freiheit feiern“, „dann ändern sich halt eingefleischte Lesegewohnheiten“ oder „auch das alte Internet konnte nicht ewig Bestand haben“. Aber ich will nicht ungnädig sein: es ist sehr schön, die Kaltmamsell wieder im Feed zu haben.

    Klingt nach einer lästigen Entscheidungsfindung, das mit der Hüfte – ich wünsche, dass sich eine klare, bejahbare Entscheidung findet.

    Unser Teenager ist aus den Räuberinnen wütend herausgestampft. Eine Theateraufführung bei Nichtgefallen mit Verve zu verlassen muss man ja auch mal üben.

  42. E meint:

    Ich halte mich normalerweise mit medizinerischem Klugscheißern zurück, aber bei „IBU und durch“ muss ich doch mal was zu Bedenken geben: Bitte nicht! Falls die Wahl auf Rauszögern fällt, bitte ordentliche Schmerzambulanz aufsuchen und gescheite Schmerztherapie in Angriff nehmen, gerade auch in Hinblick auf die Migräne. Dauerhafter Gebrauch mancher Gruppen von Schmerzmitteln verursacht Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz und als Migräniker mit zusätzlicher Gelenkproblematik ist man da meistens eh schon knapp an der Kante.

  43. Friederike meint:

    Auch von mir: Schön, Sie wieder zu lesen!

  44. Mel meint:

    Wie wunderbar, dass Sie wieder da sind!
    Ich freue mich, wieder von Ihnen lesen zu dürfen.
    Und die Hüfte… ich drücke die Daumen und hoffe das Beste für Sie!

  45. Petra S. meint:

    Juhu, es war langweilig ohne Sie!

  46. Simone meint:

    Auch ich freue mich sehr über das Ende der Pause, und wünsche alles Gute. Falls sie sich für ein OP entscheiden: Mir ist letztens das Konzept der Prehab begegnet, quasi ein Training vor der Operation, das die Regenerationszeit danach verkürzen und erleichtern soll. Beim NDR ist ein Filmbericht dazu zu finden.

  47. Berit meint:

    Ach wie schön <3

  48. Sabine meint:

    Juhuuuu – wie schön! Wie sehr Sie mir gefehlt haben und ich drücke fest die Daumen für eine baldige deutliche Besserung der Gesundheit :)

  49. Die Toni meint:

    Ich gestehe, ich war selbst überrascht, WIE froh ich war, als ich heute mittag entdeckte, dass Ihre Pause nicht unendlich dauerte … Sie bereichern mein Leben mit den verschiedensten Themen seit wirklich langer Zeit: So entdeckte ich durch Sie das Upper Eat Side anlässlich eines Besuchs bei Freunden in München und dadurch noch vor dem großen Trend das Craft Beer (Ich habe gerade nachgeschaut: Das war 2013!) und wir hatten einen so sehr schönen Abend dort … bis hin zu der Trilogie von Kent Haruf, den ich nicht kannte und die mir so wohl tat. Und vieles vieles mehr … Machen Sie, wie Sie können und wollen, aber heute möchte ich doch loswerden, dass es gut tut, wenn ein solcher Lichtblick wie Ihr Blog sich nicht verschrecken lässt, gerade in dieser Zeit, in der andere Wortführer so sehr überhand nehmen!
    Alles Gute (und gute Besserung!) für Sie!
    Kristin

  50. Martina meint:

    Ich freue mich auch! Juhu!

  51. Ulrike meint:

    Sie bloggen wieder, wie schön!

    Und Entzündungen sind auch mit antientzündlicher Ernährung in den Griff zu kriegen. Ein vernünftiger Schmerztherapeut kriegt die Schmerzen sicher auch behandelt. Sie werden sicher den richtigen Weg finden.

    Ich drücke die Daumen, dass es bald besser wird.

  52. Sandra meint:

    Letzterer Tipp von Trulla ist superwichtig: Routinierte Klinik suchen, wenn es denn zur OP kommt.
    Meine Schwiegermutter hat gerade die 2. Hüfte machen lassen. Alles gut überstanden und schon nach Seite 1 hat sie wieder soviel Lebensqualität gewonnen. Ihre ganze Haltung ist mit 70 wieder wie vor 10 Jahren. Freue mich sehr für sie.

  53. Andrea meint:

    Willkommen zurück, Sie sind hier schmerzlich vermisst worden.

  54. Evi meint:

    Wie schön, dass Sie wieder da sind.

  55. Eva meint:

    Auch hier: Freude, dass sie wieder da sind!

  56. obadoba meint:

    Wie schön, Sie sind zurück! Also, hoffe ich!

    Zum Körperlichen:
    Ich, vergleichbarer Jahrgang, habe seit letztem Mai ein künstiches Knie (TEP) und habe auch lang damit gekämpft, wann der richtige Zeitpunkt gekommen war. Im Gegensatz zu Ihnen hielten sich meine Schmerzen meistens in handhabbaren Grenzen, aber das Knie versteifte mehr und mehr. Ratschläge der Orthopäden: ‚Durchhalten so lang es geht!‘ und ‚Nicht zu lang warten!‘ Geichzeitig. Was man daraus macht, ist dann jeder selbst überlassen.

    Aus ganz anderen Gründen liess ich das Bein letzten Januar nochmal anschauen und da hiess es dann: allerhöchste Eisenbahn, das ist schon viel zu weit versteift. Der Chirurg meinte gar, es fraglich, ob das Bein jemals wieder vollständig streckbar werden würde. Mein Orthopäde sah es lockerer und meinte, da müsse ich halt viel Arbeit reinstecken.

    Knie dauert länger als Hüfte, heisst es (ein bis zwei Jahre sagt man), und erst jetzt – ein knappes Dreivierteljahr nach der OP – sehe ich so langsam Land und komme ansatzweise wieder da hin, wo ich sein will. Die Genesung ist langwierig (finde ich, ich habe aber keinen Vergleich) und die Streckung war sehr schmerzhaft, aber inzwischen bekomme ich das Bein nahezu vollständig gerade. Und so langsam habe ich auch das Gefühl, das mit den Schmerzen könnte demnächst vielleicht ein Ende haben (auch die von ‚vorher‘).

    Das alles hilft Ihnen bei der Entscheidung nicht wirklich, mit der ist ja jede allein. Ich will damit nur sagen: Wenn man sich zu einem Ersatz durchringt, stehen die Chancen nicht schlecht, dass das Ergebnis besser wird als vorher.

    Aber das ist irreversibel und bei Menschen in unserem Alter muss man damit rechnen, dass das Ersatzteil ausgetauscht werden muss. Ich hoffe, bis dahin viele Kilo- und Höhenmeter auf meinem Ding zu haben und das sieht momentan nicht schlecht aus. Glaube ich. Hoffe ich.

    Und: OP in München, Reha in Bad Wiessee. Sowohl den Chirurgen als auch die Reha kann ich uneingeschränkt empfehlen.

  57. Eine Leserin meint:

    Schön, dass Sie hier sind. Danke für den Link zu Adriene!

  58. Mareike meint:

    Ich freue mich so über den Eintrag. Ich habe Sie vermisst. Ihre ‚Stimme‘ fehlte mir.

  59. Nicole meint:

    Hurra!

  60. Joel meint:

    Willkommen zurück!
    Sie haben mir auch gefehlt.
    Das mit dem Yoga hat mich sehr neugierig gemacht.

  61. Sabine Meinigkeiten meint:

    Liebe Kaltmamsell, Yoga ist schon mal super. Aus Gründen der richtige Weg. Aber bitte zusätzlich in die Liebscher und Bracht Schmerzvideos auf Y. T. gucken, ich bin fast sicher, Sie bekommen Ihre „Hüfte“dadurch los. Liebe Grüße ❤️ von Sabine aka Frau Meinigkeiten

  62. Sabine Meinigkeiten meint:

    Und damit du nicht suchen musst: https://www.youtube.com/watch?v=oA7KSykpsUQ
    Liebe Grüße ❤️ von Sabine aka Frau Meinigkeiten

  63. Christine Kiki meint:

    Die ersten Frühlingsboten sind wieder da … und Sie auch. Das ist sehr sehr schön!

  64. die Kaltmamsell meint:

    Das muss niemand suchen, Sabine Meinigkeiten: Marketing und SEO dieses Anbieters sind so gut, dass man „Hüfte“ noch nicht fertig getippt hat und ihn bereits vorgeschlagen bekommt.

  65. Sabine Meinigkeiten meint:

    Liebe Kaltmamsell, leider ist das Marketing der Ärzte (Messer und Medikamente) noch ein bisschen besser. Leider war ich mal ganz typisch, nämlich eine der Generation, die zum Arzt geht und hofft, dass mit dem Namen einer Krankheit und einer Tablette alles besser wird. Ich habe solange gewartet, bis das „Messer“ auch auf mich gezeigt hat und empfinde Glück, dass es mir wieder besser geht. Ach ja, der Link kann gerne gelöscht werden. Liebe Grüße und gute Besserung. Sabine aka Frau Meinigkeiten.

  66. Mrs. Knallenfalls meint:

    Juchhe!

  67. Croco meint:

    Aus dunkel wurde hell :)
    Schön, dass Du wieder da bist.
    Ich mach ja immer noch Granatapfelkerngedächtnisessen.

  68. Ursula meint:

    Wie wunderschön, dass Sie wieder da sind..!!
    Hätte es nicht für möglich gehalten, dass mir die Teilhabe an Ihrem Leben so fehlen würde!
    Eine tägliche Bereicherung,
    ZUR Hüfte :
    Wenn keine Arthrose da ist, warum will man dann operieren?
    Ging es Ihnen nìcht nach der Spritze in den Ort des Geschehens besser.?
    Bei mir war das der Fall. Nach ein paar Spritzen, die entzündungshemmend waren, war der 1/2 Jahr andauernde Schmerz weg. Ich glaube es heißt Neural Therapie.
    Liebe Grüsse und alles Gute!
    Ursel

  69. Simone meint:

    Bei Schmerzen die über lange Zeit „ausgehalten“ werden, besteht die Gefahr, dass sie chronisch werden und auch nach erfolgreicher OP nicht weggehen. Alles Gute und liebe Grüße

  70. PaulineM meint:

    Gut Sie wieder zu lesen. Sie haben doch sehr gefehlt. Ich habe keine Erfahrung mit Hüfte, aber ich bin sehr davon beeindruckt, was Die Ernährungs Docs (Sendung im NDR) anscheinend durch bessere Ernährung bei ihren Patienten erreichen. Das geht nicht über Nacht, aber es vermeidet vielleicht das Messer.

  71. die Kaltmamsell meint:

    Jetzt muss ich doch mal mit ehrliche Neugier nachhaken:

    Ursula, Sie bekommen offensichtlich zum ersten Mal etwas von meinen Beschwerden mit, haben also weder meine älteren Aussagen darüber gelesen noch die Zusatzinfos, die ich hier in den Kommentaren weiter oben notiert habe: Was qualifiziert Sie aus Ihrer Sicht für den medizinischen Rat, den Sie hinterlassen haben?

    Warum schreiben Sie das, PaulineM? Sie geben zu, dass Sie keine Ahnung haben, glauben aber dennoch, dass Sie für einen Gesundheitsrat hier qualifiziert sind. So sehr, dass Sie das hier hinterlassen müssen. Weil Sie irgendwas im Fernsehen gesehen haben. Warum?

  72. adelhaid meint:

    diese yoga videos..muss man die nicht erst einmal durchkucken um überhaupt diese ganzen bewegungen machen zu können? also, mal vom slapstickpotenzial abgesehen.

    aber netter hund (i think in 5, he smelled his own fart and decided to leave…)

  73. Herr Raam meint:

    Jetzt musste ich doch mal nachschauen, das sind ja wirklich eine Menge qualifizierter Ratschläge. Wow…

    Ich freue mich aber das Ihre Pause vorbei ist.

  74. die Kaltmamsell meint:

    Ach was, adelhaid, ich mach halt, was sie sagt und blinzel hin und wieder zum Fernseher. Manchmal steht sie dann ganz anders als ich – und ich justiere nach.

  75. Daniela meint:

    Liebe Frau Kaltmamsell,
    auch ich vermisste die morgendliche Lektüre bei Ihnen schmerzlich und freue mich sehr über Ihre Rückkehr!

  76. Franziska meint:

    Ich hab dich vermisst. Schön, dass du wieder da bist!

  77. Sandra meint:

    Ich will nur anmerken, dass ich die Geschichten der Ernährungsdocs auch immer sehr beeindruckend finde. Habe mir daraus gemerkt, dass ich, wenn bei mir mal eine nervige Krankheit auftreten sollte, unbedingt eine Ernährungsberatung aufsuchen werde.

  78. Christina meint:

    Auf die Gefahr hin, dass ich als Spielverderberin/Miesmacherin dastehe (wobei ich sanftes Yoga absolut befürworte): Gerade bei Anfängerinnen ist es sehr wichtig, dass sie nicht alleine vor sich hin „turnen“, sondern unter Anleitung, damit sie korrigiert werden können und etwaige Fehlhaltungen, die sie selbst nicht erkennen (können), vermieden werden.

  79. Stephan meint:

    Aus dem Muskelmemory heraus nach Browseröffnen unbewusst v.. getippt und mich richtig gefreut.

  80. Jojo meint:

    Liebe Frau Kaltmamsell,
    wenn die Zeit fürs Fernseh nicht reicht oder zu schad ist, empfehle ich den Comic (Verzeihung, man muß ja jetzt Graphic Novel sagen) vom Report der Magd aus dem Berlin Verlag.
    Ansonsten wünsche ich gutes Aufdiefüßekommen.

  81. PaulineM meint:

    @Kaltmamsell Da Sie mich fragen, werde ich versuchen zu antworten. Seit Monaten lesen wir hier, dass es ihnen mit Ihren Schmerzen schlecht geht und dass Sie unter immer mehr Einschränkungen leiden. Mir tut das sehr leid und ich mache mir Gedanken dazu. Da die Herren Orthopäden bisher ja auch nicht gerade erfolgreich waren, wollte ich einfach mal einen Anstoß in eine andere Richtung geben. Sie können mit Ernährung viele Krankheiten beeinflussen im Guten wie im Schlechten. Wenn Ihnen das übergriffig erscheint, war das nicht meine Absicht.

  82. Anja meint:

    Liebe Frau Kaltmamsell, schön Sie wieder zu lesen!

    Ihr Humor und Ihre Sprachgewandheit sind einfach ermutigend in dieser Welt!

    Ich bin seit Jahren stille Leserin, werde es auch weiterhin sein.
    Aber einen kleinen Zusatz für Ihr Gesundheits-Doc hätte ich auch.
    Mir wurde mehrfach angeraten mehr zu beten.

    Jedem wie er beliebt.
    Bitte schreiben Sie weiter was und wie Sie wollen,
    Ihr Blog, ihre Hausregeln.

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