Journal Freitag, 11. September 2020 – Wrack-Gefühle und mehr Sommer

Samstag, 12. September 2020 um 9:55

Die Nacht war um 4 Uhr vorbei, danach ruhte ich halt noch bis zum Sport-frühen Weckerklingeln. Auf dem Crosstrainer fühlte ich mich wie fast immer sehr munter, doch insgesamt geht mein Befinden recht sicher Richtung fix und fertig / am Zahnfleisch / kurz vor Zusammenbruch. (Was ich mir dann doch wieder nicht glaube, denn schließlich kann ich doch noch Crosstrainer, Radfahren und 9,5-Stunden-Tag.) Die Beschwerden durch die einseitige Belastung werden täglich mehr, jetzt schmerzt auch – aber anders – die linke Hüfte, der Fersensporn im linken Fuß meldet sich zurück.
Schbin ’n Wrack.

Kleidungswahl ist derzeit leicht neben der Spur: Ich war darauf ausgerichtet, die Sommerkleidung hinter mir zu lassen, und hatte sorgsam darauf geachtet, sie in einen gewaschenen (keine Motten beim Einlagern!) und gebügelten Zustand zu bringen. Jetzt legt die Wettervorhersage nahe, dass ich sie über dieses Wochenende hinaus brauche.

Als ich auf mein Rad stieg, sah ich ein rotes Eichhörnchen im Gebüsch verschwinden, und das rettete einiges.

Aber nicht alles: In der Arbeit war mein Geduldfaden kurz.

Mittags Tomaten mit Olivenöl, ein Laugenzöpferl.

Online einen Termin für Coronatest besorgt: Die operierende Klinik erwartet beim Einrücken eine aktuelle schriftliche Bescheinigung.

Mein Büronachmittag, fürchte ich, war nicht besonders produktiv. Nachmittagssnack getrocknete Aprikosen und halber Eiweißriegel.

Ein nochmal sommerlicher Tag, beim frühen Heimkommen setzte ich mich erst mal zum Lesen auf den Balkon.

Zum Nachtmahl gab’s Kuh auf Wiese: Herr Kaltmamsell hatte beim Hermannsdorfer Rib-Eye-Steak gekauft, das wir uns teilten, dazu Ernteanteil-Salat. Zur Feier des Wochenendes Aperol Spritz.

Mit Eiskugeln aus dem Eiskugelmacher, den mein Bruder mir geschenkt hat. (Und ja: Plastikstrohalme. Jemand in diesem Haushalt hat vor vielen Jahren eine so große Packung gekauft, dass wir wahrscheinlich noch bis zur Rente welche haben. Aber wegwerfen ja wohl lieber nach Benutzung.)

die Kaltmamsell

5 Kommentare zu „Journal Freitag, 11. September 2020 – Wrack-Gefühle und mehr Sommer“

  1. Brigitte meint:

    Ich hätte noch einen Buchtipp: „Fräulein Nettes kurzer Sommer“ von Karin Duve. Es geht um A. Droste-Hülshoff, aber ich fand die Schilderung der bürgerlich bis niederadeligen Gesellschaft im 19. Jahrhundert sehr spannend. Musste auch zwischendurch immer wieder über die einzelnen (wahren) Menschen nachlesen, die im Buch vorkommen, die Brüder Grimm usw. usf.
    Und sind die Eiswürfel nicht sehr groß und verwässern den Aperol Spritz?
    Ich wünsche ein sonniges und entspanntes Wochenende!
    Brigitte

  2. Ulla meint:

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    Genau!

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  3. die Kaltmamsell meint:

    Im Gegenteil, Brigitte, die große Kugel hat weniger Oberfläche als viele kleine Würfel. Was bringt Sie zu der Annahme, gerade dieses Buch könnte mir gefallen?

  4. Brigitte meint:

    Weil Ihre Interessen weit gestreut sind, so nehme ICH Sie wahr….also auch an geschichtlich-gesellschaftlichen Zusammenhängen interessiert. Und viele Bücher/Autoren, die Sie in Ihrem Blog „vorstellen“ mag ich auch. Und ich leg noch einen nach: wann haben Sie zuletzt „Canary Row“ oder „Tortilla flat“ gelesen? Ohne nerven zu wollen

  5. Galalettalotta meint:

    Liebe Kaltmamsell, ich lerne fast bei jedem Blogeintrag etwas, gerne auch beim Studieren der Kommentare. Heute begeistert mich Ihre sachliche Nachfrage zu Brigittes Buchtipp! Ich reagiere mittlerweile ähnlich ungehalten auf Ratschläge zu meinem Leben wie Sie auf Gesundheitstipps. Die schlichte Nachfrage „Was genau bringt Sie zu der Annahme, gerade xxx könnte mir gefallen/gut tun/uws.?“ werde ich versuchen beim nächsten Mal zu entgegnen.

Beifall spenden: (Unterlassen Sie bitte Gesundheitstipps. Ich werde sonst sehr böse.)

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