Journal Montag, 10. Mai 2021 – Hochsommer im Mai

Dienstag, 11. Mai 2021 um 6:30

Das war ein eindeutiger Hochsommermorgen: Beim Aufwachen wehte von draußen lediglich die Ahnung einer Morgenkühle herein, es war schon ganz früh sehr warm.

Hey Linden: Gogogogo!

Ich brauchte für den Arbeitsweg nicht nur keine Jacke, es hätte nicht mal Ärmel gebraucht. So begegnete ich auch vielen Menschen in Hochsommerkleidung, dazwischen allerdings Passantinnen, die vielleicht am Sonntag nicht vor der Tür gewesen waren: Eine Radlerin in Anorak, Stirnband, Handschuhen, und eine Dame, die in Wintermantel offen über dickem Pulli und Wollschal aus einer Haustür trat, allerdings schon nach wenigen Schritten an ihren Hals griff, um den Schal zu lockern.

Auch über dem Westend Mauersegler.

Im Büro schaltete ich sofort auf Hochsommerverhalten: Jalousien runter, Fenster zu, dafür die Tür ins Atrium offen, den von dort kommt ein wenig Frische. Allerdings ging es mir wie immer bei plötzlichem Jahrezeitewechsel: Ich empfand es als sehr warm und schwitzte den ganzen Tag, ähnlich wie ich an den ersten kalten Tagen besonders friere.

Leichter Muskelkater vom sonntäglichen Kraftsport, allerdings nicht in der regelmäßig trainierten Bauchmuskulatur, sondern in LWS und Hüftbeuger vom Gegenhalten bei speziell diesen Übungen.

Zu Mittag gab es das letzte Vollkornbrot der Packung, außerdem Orangen mit Joghurt.

Viel Arbeit in der Arbeit, die Hitze (sie erreichte wohl wirklich die angekündigten 30 Grad) entkräftete mich.

Am späteren Nachmittag zog der Himmel zu, es wurde immer schwüler, mein Kreislauf gab auf und mir wurde schwindlig. Ich ging entsprechend langsam nach Hause, Einkaufsabstecher in den Supermarkt für Abendessen, Vorräte, Brotzeit.

Daheim eine gut machbare Yoga-Einheit, bei jedem Blick auf den Bücherschrank sah ich weitere Bücher zum Aussortieren.

Zum Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell Spaghetti mit selbst gemachtem Kohlrabiblätter-Pesto (Sie ahnen es: Ernteanteil), dazu machte ich Rucola-Salat. Nachtisch Schokolade.

Ich mache das mit den empfohlenen drei Tagen Alkoholabstinenz vor und nach der Impfung – nicht schwer, nachdem meine Alkohollust in den vergangenen Monaten eh selten ist (aber dann freue ich mich sehr daran). Mein Impfkleid aus den Kisten mit Inhalt des künftigen Einbauschranks gewühlt, passt nach vielen Jahren ohne Einsatz noch, wenn auch straff (elastisches Material).

die Kaltmamsell

4 Kommentare zu „Journal Montag, 10. Mai 2021 – Hochsommer im Mai“

  1. Neeva meint:

    Oh wie schön! Ich hätte dann gerne ein Foto des Impfkleids…

  2. Monika meint:

    Ich will Ihnen den Tipp von Kachelmann weitergeben. Man verdunkelt, aber lässt die Fenster einen Spalt offen, damit Luft zirkulieren kann. Ohne Luftstrom wird es schnell stickig. Die Luftbewegung erzeugt Kühlung, wie ein Ventilator. Ich wünschte, ich hätte das früher gewusst, dann wäre es in meiner Wohnung erträglicher gewesen. Ich hatte auch immer alles dicht gemacht, was definitiv ein Fehler war.

    https://utopia.de/fenster-offen-zu-hitze-sommer-145303/#:~:text=Gegen%C3%BCberliegende%20Fenster%20sind%20ideal&text=Kachelmanns%20Empfehlungen%3A,idealerweise%20sind%20es%20gegen%C3%BCberliegende%20Fenster.

  3. die Kaltmamsell meint:

    Ja, Monika, die Ausfälle von Herrn Kachelmann zum Thema kenne ich – und frage mich, von welcher Art Wohnung er wohl ausgeht. Ich fahre sehr gut mit meinem mediterranen Verdunkelungs- und Nachtlüftungsverfahre, es ist zu keiner Zeit stickig. Niemand, den ich kenne, schließt alle Fenster über Wochen hermetisch. Vergangenes Jahr nahm ich sogar an einer wissenschaftlichen Studie zur Messung von Wohungstemperatur in München teil: Unsere Innentemperatur in den (wenigen) Hitzewellen des Sommers 2020 lag deutlich unter Durchschnitt. Seien Sie bitte künftig vorsichtiger mit „Tipps“ des Herrn Kachelmann.

  4. Monika meint:

    Dass sie gut zurechtkommen, könnte daran liegen, dass sie tagsüber nicht in ihrer Wohnung sind. Dazu wird sie wohl von vornherein nicht so sehr aufgeheizt worden sein, weil Sie Bäume vor dem Fenster hatten und immer noch haben. Natürlich habe ich abends auch gelüftet, aber bis dahin war es viel härter in der Wohnung, als mit der anderen Methode.

    Kachelmanns Stil ist auch nicht meiner. Aber was das Lüften angeht und auch das Problem mit den Kaminöfen, die extrem viel Feinstaub erzeugen, da hat er recht.

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