Journal Donnerstag, 25. November 2021 – Corona-Abgründe

Freitag, 26. November 2021 um 6:41

Nach ordentlicher Nacht vor fünf aufgewacht und bis Weckerklingeln rumgelegen.

Als Morgengymnastik mal wieder ein paar Reha-Übungen ergänzt.

Für die Arbeit dicken Norwegerpulli gewählt, für den Arbeitsweg dicke Mütze und Ski-Fäustlinge

Eisiger Nebel über Theresienwiese.

Fast wegges Tollwood.

Viel heller wurde es den ganzen Tag nicht, der Nebel blieb.

Der dicke Pulli war im Büro grad recht, ich fror nur wenig.
Zu Mittag gab’s wieder Orangen und Pumpernickel.

Nachmittägliche Arbeit erschwert durch manchmal richtig bösen Schwindel. War auch schon wurscht, weil der gestrige Tag mich mit dem Grundgefühl “alles scheiße” niederdrückte.

Die vierte Corona-Welle steigt weiter in immer neue Höhen der Infektionszahlen und der Inzidenz. Unter anderem hat sie in der Arbeit angemessen gesellige Abschiede von Kollegen unmöglich gemacht. Mal sehen, wie schlimm sie noch werden muss, bis sich die Politik daran erinnert, was die zweite Welle vor einem Jahr wirklich brach: Schließungen – weil das Mobilität unterbindet und Kontakte effektiv reduziert. Wenn Geschäfte, Kinos, Lokale, Schulen, Büros zu sind, wird auch nicht mehr hingefahren/-gegangen. Seit Wochen wird die Versorgung in den Krankenhäusern als “angespannt” bezeichnet, Intensivpatient*innen werden schon seit einigen Tagen ins Ausland ausgeflogen – mein innerer Spock (“Faszinierend…”) fragt sich, ob wohl jemals zum Wort “zusammengebrochen” gegriffen wird. Brauchen wir erst Bilder wie aus Bergamo im Frühjahr 2020 oder Bilder von Kühlcontainern für Leichen hinter einer Klinik wie in New York?

Auf dem Heimweg strich ich wegen Schwindel meine Obstkaufpläne und füllte nur kurz am Bankautomaten meine Bargeldbestände auf.

Daheim kochte ich die letzte Quitte aus Bestand zu Kompott für Brotzeit, turnte eine Einheit Yoga.

Nachtmahl: Feldsalat aus Ernteanteil (ich musste mich komplett umorientieren, weil ich mit dem alternativ angekündigten Zuckerhut gerechnet hatte, den ich mit fruchtigem Dressing und Orangen anmachen wollte), Herr Kaltmamsell briet ein schönes Omelett, das er mit mir teilte, es gab Käse, Schokolade.

§

Vernünftiger Ruhepol im Wahnsinn mal wieder: Mai Thi Nguyen-Kim mit maiLab.
“Corona-Endlosschleife | Kommen wir da jemals wieder raus?”

Unter anderem mit einer Antwort auf die Frage: “Warum ist gerade alles so scheiße?”

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https://youtu.be/-9OvNz7NESQ

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Donnerstag, 25. November 2021 – Corona-Abgründe“

  1. Roland meint:

    Die Todeszahlen sind doch frei erfunden – hab ich gestern von einer Frau mit deutlich sächsischem Akzent gehört. Sie arbeitet nämlich in einem Bestattungsinstitut, und deshalb weiß sie das.

    Anscheinend wieder ein Fall, wo unser Bildungssystem völlig versagt hat.

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