Journal Montag, 6. Dezember 2021 – Geschenkekauf nach Feierabend

Dienstag, 7. Dezember 2021 um 6:29

Wieder bis halb fünf durchgeschlafen (super!), danach nochmal eingeschlafen (super!).

Nach dem Aufstehen der GAU bei der Einlagerung der sonntags gebackenen, jetzt ganz abgekühlten Christstollen: Es war zu wenig Alufolie zum doppelten Einwickeln im Haus. Da krähe ich jedes Jahr, dass Stollenbacken in Wirklichkeit eine Verschwörung der Alufolien-Industrie ist, und dann arbeitet nicht mal die Weltverschwörung zuverlässig. Ich stellte das Blech mit dem einen gar nicht und dem anderen unzureichend eingewickelten Backwerk auf die Küchen-Hängeschränke, damit sie dem Putzmann nicht im Weg waren.

Den morgendlichen Milchkaffee servierte ich Herrn Kaltmamsell mit Schoko-Nikolaus (siehe Datum), meiner stand vor der Wohnungstür.

Nachdem eine Zeit lang morgens immer eine Süddeutsche mehr als Abos im Haus vor den Briefkästen lag, gab es gestern wieder gar keine. Gleicht sich wahrscheinlich über die Zeit aus.

Draußen lustloser Schneeregen. Für den Weg in die Arbeit erwischte ich eine Pause und blieb trocken. Das war Dussel, den ein genauerer Blick beim Wechseln meiner Schneestiefel zu Büroschuhen zeigte sich deutlich lösende Klebenähte an der Sohle – nach fast 20 Jahren Tragen. Oh je, solche warmen Kunstfell-Stiefel mit dicker Sohle und geeignet für schnelles Rein- und Rausschlüpfen hat man derzeit überhaupt nicht, Ersatz wird schwierig werden.

Viel kleinteilige Arbeit in der Arbeit.

Mittags gab es das letzte Stück Empanada vom Freitag und einen Apfel. Ich buchte einen Schnelltest-Termin für Donnerstag nach Feierabend, damit ich abends im Verein eine Stunde auf den Crosstrainer kann: Einlass wie im Dantebad nur geimpft oder genesen – und getestet.

Nach Feierabend ließ ich offen, ob ich noch zum Weihnachtsgeschenkekaufen gehen würde – nur wenn mir das Gehen gefiel. Das tat es in der fast frostig kalten, aber klaren Luft, also marschierte ich bis zum Marienplatz für Geschenke, die ich lieber im Laden aussuchte. Die Fußgängerzone war fast so belebt wie am Samstag.

Daheim wartete ausreichend Alufolie auf mich (Herr Kaltmamsell hatte die Einkaufsliste abgearbeitet), ich konnte die Stollen einwickeln. Außerdem entkernte ich einen Granatapfel für die nächste Brotzeit.

Zum Nachtmahl linderte Herr Kaltmamsell den Bratwurstmangel, der sich durch das Fehlen der Christkindlmärkte ergeben hatte: Er servierte Bratwürste (je eine rote und weiße) mit Kartoffelpü (Ernteanteil) und Ofenkarotten (Ernteanteil) sowie Zwiebelsauce. Zum Nachtisch reichlich Süßigkeiten.

§

Mittags in der Süddeutschen (Abteilungsexemplar) entdeckt: Der Bayerische Heimatverein hat einige Dutzend Fotos von Bauernhäusern und anderen markanten Gebäuden aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts online gestellt, die sich bislang nicht identifizieren lassen und bittet um Hilfe:
“Kennen Sie dieses Haus?”

Ist ja auch citizen science, die Fotos lohnen das Durchklicken aber auch ohne Wurzeln in dieser Gegend.

§

“150 Unternehmen ändern Markenclaims für größte Impfkampagne aller Zeiten”.

Come impf and find out ist schon schwer zu toppen.

die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „Journal Montag, 6. Dezember 2021 – Geschenkekauf nach Feierabend“

  1. Gaga Nielsen meint:

    Mir ist, als wären die Stollen beim Bäcker immer in Cellophan eingepackt. Sicher auch wegen der Sichtbarkeit. Ist Alufolie nicht seit einiger Zeit umweltpolitisch unkorrekt? Oder führt zu Vergiftungen? Oder beides? (in meinem Haushalt gibt es auch vorzugsweise Alufolie, finde ich besser zu handhaben, als das klebrige Cellophan)

  2. Iso meint:

    Über #zusammengegencorona habe ich mich sehr amüsiert. Danke für den Tipp.

    Und hierbei an Menschen gedacht, die im Abendkleid zum Impfen gehen:

    https://twitter.com/azrael74/status/1468098448994021380?s=21

    ;)

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