Journal Dienstag, 24. Mai 2022 – Nochmal Life-Yoga

Mittwoch, 25. Mai 2022 um 6:32

Gute Nacht bis kurz nach vier. Dann war sie zu Ende.

Draußen rauschte der Regen. Die Bäurin freute sich, doch die Frau, die sich für Morgenyoga im Verein angemeldet hatte und dorthin sowie anschließend in die Arbeit radeln wollte, musste umplanen.

Also unterm Regenschirm zu Fuß zum Yoga, den Rucksack mit der rausstehenden Yogamatte unelegant festhaltend, damit er vom Schirm geschützt wurde. Jetzt weiß ich allerdings: Im Gesundheitsraum des Vereins gibt es einen Schrank mit Yogaausstattung, beim nächsten Regenfall leihe ich mir eine Matte.

Die Yogastunde wurde von einer Vertretung gehalten und bestand aus Vinyasa-Flows, also ineinander übergehende Bewegungsabfolgen zum Atem mit wenig Halten. Die anderthalb Stunden waren langsamer getaktet, als ich es von den Flows meiner YouTube-Vorturnerinnen gewohnt war, aber zum einen geben 90 Minuten mehr Zeit, zum anderen wissen wir ja vom Krafttraining, dass langsamer keineswegs weniger anstrengend bedeutet. Diesmal hatte ich mich in der kleinen Gruppe von einem halben Dutzend Mitturnenden vorn platziert: Live-Yoga sollte ja die Möglichkeit eröffnen, von der Trainerin korrigiert zu werden. Ich profitierte diesmal tatsächlich von einigen Korrekturen, war allerdings auch beruhigt, dass ich in den zweieinhalb Jahren Wohnzimmer-Yoga anscheinend nichts total falsch gemacht und mich gefährdet hatte. Ich genoss die Yogastunde sehr.

Anschließend schnell umgezogen, beim Rausgehen Slalom um ein paar Maler mit Leitern bei der Arbeit, Fußmarsch durch weiterhin rauschenden Regen ins Büro, vielen Radelnden in teuer aussehender Regenausstattung begegnet. Im Büro vielfältige Aufgaben, viel Parallelarbeit.

Mittagessen waren zwei Brezen, eine Orange, ein Apfel.

Nachmittags weiter komplexe Arbeit, die mich sehr erschöpfte, um halb vier war ich eigentlich durchgearbeitet. Nicht aber die Arbeit, also musst ich noch eine Stunde – nur eine Stunde, weil ich gestern nicht nur wegen Yoga später kam, sondern auch einen Grund für früheres Gehen hatte: Ich musste den Ernteanteil abholen, der wegen Feiertag nicht am Donnerstag, sondern am Dienstag zur Abholung bereit stand, und den nicht wie sonst immer Herr Kaltmamsell abholen konnte; der musste nämlich wegen Krankheitsausfall (diese verdammten Corona-ist-vorbei-Leugner!) außerplanmäßig Abituranhören.

Draußen hatte es den ganzen Tag mehr oder weniger geregnet, ich war gespannt, welche Regenstärke meinen Heimweg begleiten würde. Zumindest gegen dessen Ende wäre mir wenig bis keiner recht gewesen, da ich dann beide Schirmhände mit Ernteanteilkiste belegt haben würde. Ich hatte Glück, auf meinem Heimweg mit Kiste tröpfelte es nur.

Ich ging auf eine weitere Einkaufsrunde, sie gehörte zu den anschließenden Vorbereitungen und Häuslichkeiten: Am Mittwoch kommt fürs verlängerte Wochenende Übernachtungsbesuch, nämlich Blog-Prominenz aus Berlin.

Nachtmahl wurde der Salatkopf aus Ernteanteil mit Joghurtdressing, Schnitt-Knoblauch, Eiern, außerdem gab es Käse, zum Nachtisch Schokolade.

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Wenn Sie in München leben, mögen Sie vielleicht an dieser Studie der TU München zur Erhebung des Mobilitätsverhaltens teilnehmen?

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Wie es ist, die Stasi-Akte des eigenen Vaters zu beantragen. Also zum einen der bürokratische Prozess, zum anderen ganz persönlich.
“Eine undurchsichtige Haltung”.

Gerade für uns Westdeutsche empfehle ich die Lektüre des Texts, den Autorin HannaNym so begründet:

Ich möchte verhindern, dass sich unser DDR-Bild irgendwann allein aus Jahrestagen und Florian-Henckel-von-Donnersmarck-Filmen zusammensetzt.

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Dienstag, 24. Mai 2022 – Nochmal Life-Yoga“

  1. Brittbee meint:

    Sehr interessanter Link zu HannaNym, danke dafür. Mein Interesse an der DDR nähre ich mit zwei tollen Podcasts „111 Kilometer Akten“, dem offiziellen Stasiumterlagebehörde-Podcast Und mit „Staatsbürgerkunde“ über den Alltag in der DDR. Falls Ihnen mal der Bügelstoff ausgeht.

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